Full text : Dudweiler Zeitung

National- Jugend
liberaler Verein.
Am Sonntag, den 21. November abends 8 Uhr finde

——
Wähler-Versammlung
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im großen Saale der Wwe. Riedschy statt.
Tagesordnung:
1. Bericht über den Delegiertentag der Nationalb
liberalen Partei in Köln,
2. Vortrag über innerpolitische Lage. Diesen Vor
trag wird Herr Parteifekretär KoesterZhalten.
Die Mitglieder unseres Vereins, sowie die Mitglieder
des Wahlvereins der Ortsgruppe Dudweiler und
Feunde der Sache sind zu dieser Versammlung freundlichẽ
eingeladen.
Um recht zahlreichen Besuch bittet
der Vorstand.

Geflügelzucht- u. Vogel
schutz-Verein Dudweiler.

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eflügel-Ausstellung
Der Geflügelzucht- und Vogelschutz-Verein hält am Sonntag
den 21. und Hontag den 22 November in den Lokalitäten
der Wwe. Poller (Limburg) eine
Geflügel⸗ u. Kaninchenschau
ab, auf die wir ein hiesiges wie auswärtiges Publikum ganz beson
ders zum Besuch derselben einladen.
In decselben sind außer Hüühner, Enten, Tauben, Fa⸗
sanen, Kaninehen auch ein Uhu ete. zu sehen.
Der Eintrittsgreis beträgt für erwachsene Personen 30 Pfe
Jede Eintrittskarte führt eine Nr., die zu der Gratis⸗
Verlosung berechtigt. — Kinder zahlen 10 Pfg. —
Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst etn
Das Ausstellungs⸗Komitee.
Zentner 2.50 Mk.
empfiehlt
August Conis
am Markt.

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Untorvohmer.

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Das Diadem des Verderbens.
Original-Roman von H. Hirschfeld—
66 Ein Seufzer und die Tochter der Pompadour halle
geendet.
Ohnmächtig brach Blanche neben dem Lager der ge—
liebten Muktker zusammen.
„Sire,“ an den fodblassen König, der seine Fassung
vösllig eingebüßt halke, wande sich den Gouverneur,
Pgewähren Sie, daß ich im liefster Geheimnis der NRacht
die diese furchtbare, ernste Stunde umschattek, Anstalken
Freffe, mit meiner Braut diese Stätte zu verlassen und
die irdische Hülle dieser Teuren mit uns in das
Hotel Alberque zu überführen, das, ist diese Pflicht erfüllt,
nuch Mademoiselles Vater, den Herr de la Haye, als
Gast unker seinem Dache bergen wird.
Mein Haus, Sie wissen es, Sire, umschließt bereits der
Leichen mehr. Eng ist ihr Tod an das Drama geknüpft,
um dessen furchtbar Lösung wir hier stehen. Zuüsammen
sollen sie zur Stälte des Friedens geleiket werden,. eine
Gruft soll sie bergen!“
Ich überlasse Ihnen Alles!‘ erwiderke Ludwig.
»Sorgen Sie, daß ich nichts mehr von dieser unseligen
Stunde höre und vor Allem, lassen Sie das enklsetzliche
Diadem vernichten, den Fluch, den uns die Maraquise
hinterließ.“
ire, mit der Tochker der Pompadour sei dieser
verhängnisvolle Schmuck begraben!“ erwiderke der Gou—
verneur, und auf Blanche deutend, die sich unker den
Bemühungen der Dubarry langsam erholke und eben mit
dem Ausdruck reinster Neigung und innigsten Verkrauens
den Blick zu dem geliebten Nann ihres Herzens erhob
fuhr er fort: „Begtaben mit dem Diadem sei aller Fluch.

Alles erbro ent —IXXRX
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ohne Ausnahme kittet dauernd 27
aufs bewährteste ges. gesch. ʒx Taàtowe —J —4
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Am Sonntag oen 21. Oktob —— —S
Am Sonntag oen 21. ober —XX
Deutsch jetzt Kunkel eine iangen qualvolle n Nae vrlide⸗ 1 rn —— 7 T *3 ——
Verdauungsbeschwerden ge— ——
Generalversammlung
des Kanarienzuchtvereins statt. Sachsenhausen b Fraukfurt a. m G. Loll, Grünbersg i. Schl. 64.
Tages⸗Ordnung: — — F
1. Ankauf von Kanarienhähner 64 lenst.
e Mitglieder —— an
2. Futterangelegenheit, J
3. Aufnahme neuer Mitglieder — W lLeute uberallhin.l
1. Verschiedenes. verschiedene gute, sihr haltbare Fabli.J.HVille, Donaustaul, Bayern.
In der Versammlung vom 24. Sorten für jetzt und für re ꝛroapeict Anleltunx era. 20 Pt. Marken.
Okiober Osß wurde deschloffen, daß bedarf liefert waggonweise äuhzerf
die Generalversammlung unbedingtbillig ax αναια,
beschlußfähig sein soll, da es die Seligenstadt, Gessen).
zweite Generalversammlung ist ud — ——,.
weil die letzte Versammlungen Ia. Pfälzer
nicht beschlußfähig waren. .
Um voilzähliges Erscheinen bittet — —5
der Vorstand — e1 ruu
J. A.
D. Spier, Vors. (Kappus)
Theater u. Unter: liefert biun eee
⸗ —
haltungsklub Dud— —
weiler. Celephon Nr. 20. -
Zu der Sonntag den 21 J J
ds. Mts. nachm. 5 Uhr im Ver—
einslokale Fritz Maul stattfinden T a P t 6NnI
den y l Anture-Dap. v.
Go d-Tapeten v. an
ersamm ung in den schönsten und neuesten
werden die Mitglieder debeten Mustern.
pünbktlich u. vollzählig zu erscheine Man verlange kostenfrei Muster
der 1. Vorsitzende buch Nr. 773.
P. K. Gebrider Zieger,
Nachm. 4 Uuhr Luneburg.
Vorstands⸗Sitzung. — e —e
— — — Unsohön ist Kerpulenz.
roße leere Fettleibigkeit
Wendelsteiner
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efal, Hass, Buste und
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 der Haut, ale
xxnn nieht eprode u. rissig werd. macht
ν u.roslg. lasst Keine Runzela
fromm., Ha utfiecke, Sommersprossea
laasen. Meyeg rætl. gurant.
r. M. 4.- Nur b. Franz Sehvwaræalose,
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Zaarbr. St. Johann Marktplo
geöffnet
5sonntag von 6— AUh—
mittwoch, 5—28

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——

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Schweine⸗PHötelfleisch
Köpfe, Rippen, dicke Beine ete
(amtlich untersuchte, holsteinische
Ware) AMA. 3.70
Eimer, 25 Pfund netto A 8.75
Käse, hochfeiner Holstei—
nischer Holländer 10 Pfd.⸗
Postkolli . 320
sreler Fetiwaren-Bersand⸗
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rer ereinigto u. neue Federn p
d. v. 80 Pt. — 1. 40. —E
. M. I. 60 bĩs 250. sibervu. Bettteder
A. 2.50 bis 50, Daunen MA oo bis ↄ. oc
lulius Blel Sohn, Stralsund Nr. 1
Gegrũndet 1846
proben und Liste uber fertige Bettes
and lnietts gratis und franko. Meht
fetfaiendes vird rurucke

*
Mepfel wei
Erste frankturter Apfelivein-Kelterei
lchee Freyeisen, oll.
FranKkfurt a. M. 8.
Verlane S: Préisliste S. »

— —

alles Elend, und dieses holde Kind sei der gule Engel
Frankreichs, der von diesem Lande der Sterbenden
düstere Prophezeiung löst. Und wie ich hoffe, das Fäll—
horn des Glückes über ihr Dasein zu ergießen, ihr ein
gesegnetes Heim zu bereiten jenseits des Weltmeeres, so
möge Frankreich glücklich werden und gesegnet, und sind
ihm Prüfungen beschieden, so möge es dieselben über—
vinden hervorgehen aus ihnen im altem Glanze!“
Er schwieg. Mehr zu sich selber, als zu dem Mo
nrarchen hakte er geredei.
Den peinlich en Eindrücken zu enkgehen, hakke der
zekrönke Gresis, nichts mehr scheuend als die Mahnune
an den Tod, lautlos das Gemach verlasien.
Sein Fuß hatte die Stätte üppicer Sinnenlust zum
lehten Male beireten — wenige Monate später irug
eine kleine Schaar bei Fackel'chein im Schutz der Nacht
nach St. Denis des fünszehnten Ludwigs enflseelle Hülle
den sein Volk einst mit dem Titel des Vielgeliebken ge
chmückt hatte.
Inmitten des Südens herrlichsier Tropenvegekakion
weilt im Kreise einer holden Kindetichgar ein glückliches
Paar. Und dringt zu ihnen die Kunde von den Tagen
des Blukes die kaum glaubliche Sage der Revolution, die
an Frankreichs Herd die Fackel zündete, einen Weltbrand
da mit zu schüren — sie klagen um des Heimatlandes No
und Elend, aber um Keinen der ihrem Herzen nahe
brauchen sie, als preisgeceben dem entfesselten Sturm
zu bangen.
Madame de la Haye überleble nur wenige Monate
ihres Enkels Tod. Sie hattke nicht sein Grab gesehen, das zu ˖
gleich Tonys und Alexandrinens Hüllen schloß. Es war, als
fuͤrchte sie, daß der Geist der Tochter der Pompadour dro⸗
jend der Stätke entsteigen müsse bei dem Nahen der Frau,
zer sie ein Dasein der Qual'und des höchsten Leiden—
erdankte.
Un ihrer Seike hatle Ernst ausgeharrt, in kreuer Sohnes—

aflicht, bis zum letzlen Augenblick. Dinn, als er die alke
Frau, schroff im Stecben wie im Leben, in der Gruit der
de la Haye geborgen, schiffte er sich nuh Louisianga ein.
den Bikten Blanches und hrs Gaktten folgend. Er sa'
seiner Kinder Gläck — er sah den ersten seiner Enkel
— er segnete die Tenren — es war, als sei er ge—
kommen, zusegnen und zu sterben. In Ehren hallen
noch heute die Urenkel Charlos Alsergues sein Grab.
Verwehtl, zerstreut war die Asche der Dubarry. Ihr
kindliches Lachen erstickte im Schrei der Todesangit. Die
Rosenwangen bleichte das Enksetzen; unker des Henkers
Scheere fiel das blonde Seidenhgar, under dem Sisen
der Gniilotine das Haupt der einstisza Faporitin Lud⸗
wig XV. Es war ain Mittas des 6. Deze ners 1733.
Die Prophezeiung der Tohter ihrer Vorgän e
der königlichen Gunst, der dur h ihre S huld zemoryz—
ten, hatte ich erfüllt.
Alcxandrinens Bild stieg auf vor der Geänmtigten
als ihr widerstrebender Fuz das S haffatt betret, ge—
schmückt mit dem goldgestickten Gewande, dem veryäng
nisvollen Goldreif, dem undeilbrin enden, der nit je—
ner Trägerin in des Grabes Maht ver'enkt war —
der Schmuck der Ponpadour, das Diabem des 723
derbens!
            
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