Lokales
Zur Forderung hes militärijschen Geistes ber Jugend
dat der preußische Kilegsniinifter eins sür d'e Hebang dee
militärischen Sinnes und die Fötderunn der Wehrktaft der
Jugend wichtige Anordnung erlassen z. Schüler, einzelne
Alassen oder ganze Schulen sollen als Zuschauer bei Para—
den, Manövern eder sonftigen Uebungen unter Zuweisung
beporzugter P.ätze zugetassen werden. Die Führung durch
geeianete Persönlichkeiten und Uaterrichtung der Jagend über
die Vorgänse bei Parade, Manöser oder Uebung ist ins
Auge zu sossen. Außerdem in die Jugend zur E höhung der
törperlichen Leiftungs föhtgteit daduich zu unlerstützer, doß
ihnen Turn- und Exer zierplätze sowie Exeizierhäuset und
Turnhollen zur Abbaltung von Volksspielen und zur Pflegt
des Turnens unen'gelilich zur Versüdung geftellt werden
Weilerhin werden acch die Schüler zu den Mil nän⸗Schwimm
— zupe lasser. Unter „Schüler“ siad auch Foridildungsschüler
zu verstehep.
8 Ueber den Appetit der Tiere schiebt die be—
tannie Monatsschrisi „Kosmos“ (Siutißart): Die Redens—
sart: „Es ißt wie ein Vögelchen“ beruht auf seht ugenauer
Naturbeobachtung; denn es ist Taisache, daß gerade die
Vögel beit ihrer erstaunlichen Regsamkeit und ihtem raschen
Stoffwewhsel ein ungemein großes Nahrungsbedüfnis bekan—
den. Dies trifft namentich für insektenfiessende Singvöge!
zu, bei denen man sestgeftellt hat, daß sie täglich ungefähr
bas anderthalbfache ihres eißgenen Körpergewigts verzehrea
* viel eistaunlichere Freßleistungen kommen aber in de—
niederen Tierwell vor. So verzehren gewesse Riupenorten
iu einem Monat das 6000fache ihres tigenen Gewachts und
sein kleiner Blutegel von 022 Gramm vermag zu einer
einzigien Malzen 4 entnbolb mal sa viel Biut zu saugen, als
er jelbst wieg;. Merkwürdig ist es auch, daß viere Tire
scharfe Giste ohne Schaden zu vertragen vermören. Se
vrerzedrnen Vögel Berren unt Samen, die bei Menschen un—
bedingt tödlich wirken würden, und Rüsselkafer fressen sogar
ohne Schaden Stiychnin, Steinftuchtsticher, Blausaute und
* wenige Insekten verbringen ihr genzes Dasein in gif—
nigen Pilzen.
Zollhunde. Um den Schmugglern die seit Inkraft⸗
treten der neuen Steuergesetge eine eiftige Täligkeit entfasten,
das Handwerk zu legen, werden seit kurzet Ziit an der
deutsch-holländischen Grenze Versuche mir Zollhunden arg stellt
die in ähnlicher Weise abgerschtet werden, wie die Polizet—
hunde. In mehjreren Fällen sind durcch Benuzung solcher
Hunde Schmuggler ermittelt worden, die unter Zu ück assung
der geschmuggelten Woren den Grenzbeamten er ib men.
Gulen Appe tit! In der Zentradaserne von Cherbourg
waren die Seesordaten mit dem Emvernehmen der Abend—
malzeit beschäftigt, als plötzlich einer von ihnen einen lauten
Schrei ausstiek. Ec hatte drei Mäuseköpfe in seiner Suppe
entdickt. Die entrüsteten Soldaten richteten eine heflige
Beschwerde an die vorgesetzte Behötrde. Die Uniersuchung
ergab, daß das wassenbaste Auftreten der Nageitere in de'
Kaserne ekelerregende Zuftände in den Küchen und Proodiant
räumen verursacht haue.
Aus Nah und Zern.
Quierschied, 10, Nov. Die Obdulktion der Leiche des
Jagdhüters Loth hat ergeben, daß diese einen Schuß hatie.
Die Kugel ist an der Bauchhöhle eingedrungen und bie zur
Schulter gekommen. Es Lann sich auch um einen Ungiüücke
fall handelr. Loth wurde on eirem Hügel liegend aufgesunder,
den Kopf hergab, seinen Hut noch auf dem Kopfe.
Hinter seinen Füßen lag die Flinte, deren Läufe abgeschossen
waren.
Püttlingen, 89. Nov. Die Abbeiten an der Köllectal—
vahn sind schon ziemlich vorgeschritien. An dem unleren
Teil, der im Ottober vergebin wurde, iñ jetzt auch begonnen
worden. Der Anfang wuide an der Neumühle auf dem
Platze des projetlierten Pünlirger Bahndoss gemacht. Der
Köllerbach, der hier viele Kümmungen bat, erhält ein neues
Beit. Bei diesen Arbeiten siad auch Ftauen als Giued⸗
arbeiter beschäftigt. (Soc Vollez)
„St. Insbert, 11. Nor. Ein junger Komödtant, der
bei dem über die Kirchwethe hier gaflterenden Zirkus Althoff
angestellt war, wurde von dem hiesigen Arbeiter Lampeirt
deraru durch Messeistiche verwundet, daß an seirem Auf—
ldommen gezweifelt wird.
Völklingen, 10. Nowd. Am Dienstag meigen wurde
an einnem Maste der elektrischen Leitung eine wertvolle Zege
angebunden vorgefunden, die dem Bergmanne M. gestohlen
wurde. Das arme Tier war durch widernalürtiche Urzucht
85 Mißhandlung so zugerichtet, daß es getstet werden
nußte.
Quedlingburg, 12. Nov. Eine dreizehnjährige noch
schulpflichtige Hochstablerun, die mit välerliche m Geld vor
einem Vierteljahr hier verschwand und in mehrtren giößeren
Städten raffinterie Schwindelelen verübte, konnte endlich in
Berlin verhaflet werden.
Kreuznach, 10. Nop. Im Konkurs der Getreidefirma
Moses Siern betragen die Pasfiva nahezu 2297000 Mark
Nach verschtedenen Verteilungen kommen jetzt nochmals 30 000
Mart zutr Verleilung
Mäunchen, 11. Nor. Die Firma Krupp in Essen soll,
wie verlauter, beabsichtigen, in Ingolstadt eine Filiale zu
errichten. Wahrheit dürfte sein, daß der preußische Staat,
wie in militärijschen Kreisen miigeteili wird, euischlossen ist,
die militaͤrischen Waffenfabriken an die Prwolindostrie zu
verkaufen, da diese billiger liesern kanpn. Ohne Zweifel würde
nd Bayern ihm folgen, da auch dort zu seuer produziert
*Koblenz, 11. Nops. (Ju Tode gequetscht.
Im benachbarten Neuhäusel wurde ein junger Mann,
der einen Wagen in die Scheune drücken wollte, von der
Deichsel derart an die Wand gequetscht, daß er auf dem
Transport ins hiesige Hospital starb. Gne
* Weilsweiler (Kreis Düren), 11. Nov. (Sch werer
Unglücksfall., Bei dem Neubau der Gewert
schaft „Zukunft“ hierselbst ereignete sich ein schweres Un
glück. Ein Stück PMauerwert gab nach und sieben Arbei
ier stürzten etwa 13 Meter herab. Zwei Monteure er
titten so schwere Verletzungen, daß an ihrem Aufkommer
zezweifelt wird. Ein anderer Arbeiter wurde leicht ver—
zetzt, die übrigen kamen ohne Schaden davon.
* Neuß, 11. Nov. (OOpfer des Berufs.) Im
hiesigen Güterbahnhof wurde ein Rottenarbeiter überfah
ren und getötect.
* Hamm (Westf.), 11. Nop. (Kadbod.) Nachdem
auf Zeche Radbod gegen Mitte September die Auf
räumungsarbe ten auf der zweiten Sohle so weite Fort
schrinte gemacht hatten, daß die Steinkohlenförderung wie—
der aufgenommen und die Kohlen für den Eigenbedar
gewonnen werden konnten, gçidot sie seit kurzem auch wie
der Steinkohlen im Landdebit ab. Die Belegschaft, de
mfolge der Katastrophe zu Anfang dieses Jahres bis auf
uner 200 hatte herabgesetzt werden müssen, ist im Laufé
des Sommers und Herbsies ständig wieder vermehrt wor
den; gegenwaärtig bezissert sich dieselbe auf nahezu 1000
stöpfe. Daß die Zeche Radbod nach voliständiger Wie—
derherstellung und gänzlicher Wiederinbetriebnahme ihre—
Bergwerkes mit erheblichen weiteren Ausbau desselben
rechnet, geht schon daraus hervor, daß der Bau von 400
weiteren Koloniehäusern für das kommende Jahr geplant
ist. Einen wie langen Zeitraum jedoch die vollständige
wWiederherstellung des Zechenunternehmens noch beanspru
hen wird, läßt sich ja jetzt noch nicht ermitteln, da die
zr tte und letzte Sohle noch unter Wasser steht und man
dieserhalb noch keinerlei Anhaltspuntte über den Zustand
derselben hat. Es ist auch noch nicht vorauszusehen, wann
das letzte Opfer der Grubenkatastrophe wird geborgen
verden können
* Worms, 11. Nov. Mord oder Selbostmordr?
Die Witwe Scheid wurde heute morgen in ihrer, in der
Noitstraße gelegenen Wohnung bewußtlos aufgefunden
durch aus dem Ofen ausgeströmte Verbrennungsgase wa—
rten die Frau und ihr vierjahriges Söhnchen ohynmacht
geworden. Wiederbelebungsverjuche hatten bei beiden
Friolg. Gleichzeitig sand man den bei der Witwe Scheit
vohnenden Lehrer Christian Kruger, der aus Wachenheinm
tammt, in seinem Bette mit durchschnittener Kehle vor
Man weiß nicht, ob Mord oder Selbsimord vorliegt. Zwi
schen Kruger und Frau Scheid bestand ein Verhärtuis;
doch sollen in tetzter Zeit auch Streitigkeiten vorgetom
men seim, weil Kruger von einer Heirat nichts wissen
wollte. Frau Scheid stammt aus Pfeddersheim.
* Frankfurt, 11. Nov. (ßZur Prinz Heinrich
Fahrit) Priuz Heinrich von Preußen, der gestern nach
nittag in Gesellschaft mehrerer Vorstandsmitglieder im
esigen Automovilklub einen Lunch nahm, sprach sich ve
zieser Gelegenhent mit sympathischem Interesse über die
geplante Ausstellung aus, die er für ein bedeutsames Un—
ernehmen erklirte. Er ersuchte die Herren Engler und
Dr. Jsber, sich mit den lei enden Persönlichteiten des
Kaiserlichen Automobil-Kkuoss in Verbindung zu setzen
ind zu bewirken, daß die Teilnehmer der Prinz Hein—
richfahrt beschließen, nach Frankfurt a. M. zu kfommen
ind in der Ausstellung nach irgend einem Gesichtspunt.e
rainiert werden. Der Endpunkt der Fahrt wird jedoch
nach den bereits getroffenen Dispositsonen Homburg sein
* Kaiserslautern, 11. Nov. (Mit Leuchtgas
vergiftet.) Der 30,ährige städtische Obersekretär Kürz
in Frankenthal hat sich mit Leuchtgas vergiftet.
*Nüruberg, 11. Nov. (Brandkatastrophe.)
In Ufseunheim in Mittelfranken stürzte beim Brand einer
Scheune eine Mauer ein, die eine Anzahl Feuerwehrleute
unter sich begrub. Sechs erlitten schwere, zum Teil le—
bensgefaͤhrliche Verletzungen, außerdem wurden en bei
der Rettung beteiligter Kaufmann und ein Zimmermann
chwer verletzt
sPse-llccltc O
Aus aller Welt.
Der Kaiser und die Wachsbüste da Vineis. Der
Zaiser besuchte das Kaiser Friedrich-Museum, um de
Vachsbüste Leonardo da Vincis in Augenschein zu neh
nen und sich darüber von Geheimrat Bode Vortrag hal—
len zu lassen. Der Katler nahm mit großem Interesse
VKeuntnis von der Büste und drückte seine Frende über
die Erwerbung aus. Er erklärte, er habe nicht die ge—
rinasten Zweifel an der Echtheit der Büste, deren Preis
ihm bei den außerordent ich hohen Preisen, die jetzt für
alte Kunstwerke gezahlt würden, nicht einmal teuer vor—
'omme. Er freue sich sehr darüber, daß das Museum diese
wundervolle Erwerbung gemacht habe.
Der Berliner Gannersitreich. Die Verhaftung des
am Einbruchsdiebstahles am Landgericht beteilieten Lä—
deke in Wien ersolate, ohne daß die dortige Polizei von
dem Gaunerstreich verständigt wurde. Seit einigen Tagen
wohnte in Leopoldstadt ein Mann, der sich Hans Orie!
tannte und sich als Deteltiv aus München ausgab. Er
machte sich verdächtig und wurde in das Sicherheitsbureg
beru'en. Beim Durchsuchen der Effekten kam das Amts
siegel des Berliner Landgerichts zum Vorschein. Auf An—
rage in Berlin kam die Antwort,. Lädeke sei flüchtig und
verde wegen Diebstahls, schwerer Urkundenfälschung, An—
maßung eines Amtscharakters und Betrugs verfolgt. Ir
seiner Gesel schaft befand sich ein Mann mit dem Spitz
namen „Poppenheim“, der als perverser Sittlichkeitsver—
zrecher bekannt sei. Beim Vorhalten des Sündenregisters
gestand Lädeke auch die Einzelheiten des Verbrechens, das
er mit einem gewissen Hamburg verübt habe. Die ge—
amten Gelder hale er mit einem Mädchen Derba Couri—
ciere in verschiedenen Städien durchgebracht.
Leichenfund. Aus dem Tegeler See bei Berkin
wurden die Leichen zweier Kinder geländet, die als die
stinder des Arbeiters Niete aus Reinickendorf ermittelt
vurden. Ihre Mutter, die 25jährige Emma Niete, die
ich mit den Kindern entfernte, hat zweifselsohne gleich
alls den Tod in den Wel'sen gesucht. Ihre Leiche ist
aoch nicht gefunden. Die Frau litt an einem Nieren
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Berlin, 8. Noo. Das größte Schulhaus Deutschlands
vird die Vorortgemeinde Pankow nach Fertigstellung des
retzt im Bau begriffenen neuen Schulgebäͤudes baben. Der
umfangreiche Bau enthalt 116 Klassen mit Nebenräumen
und wird außer einer höheren Mädchenschule ein Seminar
mit Uebungsschule sowie drei Gemeindeschulen aufnehmen.
Die Baukosten werden rund zwel Millionen betragen.
Berlin, 12. Nov. Erzherzog Franz werdau—
ngue und Gemahlin ssind auf dem Anhaller Bahn⸗
ole e ngeronen. Eine Eyrentompante des, Katser-Franz
Garde⸗egluenis wat mil Fahne und Vetusit aufgesiellt.
Ser Raubrer ersnen in ojterreichischer Husarenuijorm.
Bie Begrubung war fehr herzlich. Der Kauser überreichte
der Hersogiunselnen Wtaiglüdenstrauß. So zann begaben
sach die Herrschaften zu den Aomobilen, um durch den
Grunewald nach dem »euen Patais bei Potsdam zu sah—
ren, wo dann das Frühstuckt im Familientreise eingenoni—
uten wurde.
Dresden, 12. Noo. Der König eröffnete Don—
nerstag Veittag 1 Uhr den Landiag mit einer Thron—
wmede, in der er den beiden Standetkammern den Will—
ommensgruß entbietei und auf die Tatsache hinweist, daß
siich die Zweite Kammer auf Grund eines neuen Wahl—
aecteßes versammelt habe, das dem Frieden des Landes
zuid der Woylfahrt aller Schichten des Volkes dienen
solie. Zum Schlusse kündigt die Thronrede Gesetzentwürfe
uber Laudes-Branoversiche rungsanstalten und über die
Feuerversicherung bei privaten Unternehmungen an und
rünscht den Arveiten der Stande ein glückliches Gedeihen
zumm Wohle des Landes.
LVieu, 12. Nov. Im Reichsraungeht es äußersi
geschafiig zu, aber dee Lage it unverandert. Die Polen
iud teineswegs entzucktt von dem Lobe des Kaisers, das
in die 3wangs!age briengi, bei dem Kabinett auszu—
harren und sie bearbeiten die Tschechen, die Obstruktion
einzustellen min dem. Himveis daraus, daß sich bald Ge—
egenheit fsinden werde, das abineu pa; lamentarisch zu
mirzen, was nicht einmal unrichtig ist. Vie Tichechen be⸗
harten dabder, so lange zu obrruteren, als das jetzige
Fablnen und Eystemn herrsche. Dieser Trotz ist vielleicht
xbt der sichersie Schuß des Rabineils, das nur auf eine
iehr seinvache und schogutende wiaoite sich stüst.
Bern, 12. Nov. Die Verhandiungen über die Re—
vision des dentscheschwerzeticchen Ntederltasi ungs—
vertrages von 1890, de am leiten Montag hier be—
gonnen haben, schretten nur lungsaun ort. Schwierigkei—
den bereitet namentitan die Festtevung der Legitimauons—
papiere, sowwie die Aoich.ebung mintelos herumziehender
Fudwiduen. Won versch edenen Zennnzen wurde ener⸗
Icd die Breibejallung der visverigen Veunuudzeugnisse
für die Niederlassung gefordert, wahrend Deuischland
diese abschassen möchte, sodakß nur noch ein Heimatschein
vorzulegen wäre. Für die Schinerz ist der Niederlafsf.
ingsvertrag mit Devtichland von besonderer Wichtigkeit,
weil etwa 200 000 Deutche, hauptsfächlich Süddeutsche, in
der Schweiz wohnen.
Paris, 12. Noo. Dem „Echo de Paris“ wird aus
Petersourg gemeldet, ISwolski habe dem ktürkischen
seschäftsträger bei Ueberreichuna der Kretanote erwidert,
Kußland hege den Wunsch, die guten Beziehungen zur
Türkei noch enger zu knüpfen. die Bestrebungen der
Mächte feien darauf bedacht, störende Ueberraschungen zu
verhindern.
Cherbourg, 12. Nov. Unter dem Namen eines Gra
fen Mita besuchte der japanische Thronfol,
ger Prinz Fushimi das Arsenal in Cherbourg in
Bealeitung des früheren Marinedirektors Batin aus Paris
der Prinz zeigte besonders großes Interesse für die fran
zösische Unterseebootstation.
Madrid, 12. Nov. Die Absicht Morets, das
Parlament einzuberusen zur Regelung des Budgets
stößt in liheralen Kreisen auf den stärtsten Widerspruch
Das Gesamturteil geht dahin, die Maura-Mehrheit werde
die liberale Regierung alsdann sofort zu Fall bringen.
Moret solle baldmöglichst die Kortes auflöäsen und Neu—
wah'en ausschreiben.
Konstantinopel, 12. Nov. Der Ministerrat beschloß
die Errichtung eines jelbständiren Ministeriums für Han—
del und Gewerbe. Wie verlautet, doll Kiazim Bey. der
iebire Botschefter in Washinaton, der irühere langjährige
Gesindte in Bu'arest, der zurzeit auf Urlaub hier weilt
zum ersten türkiichen Handelsminiiter ernannt werden
Neapel 12. Rov. Frau Roosevelt hat endlich von
ihrem Manne ein Telegramm aus Uganda erhalten, worin
er mitteilt, daß er an Leib und Sesle wohl sei.
London, 12 Nov. Die unlierseeischen Kabel, weiche
Jamaika mit den Verei giten Staaten verbinden, sind durch
den gemaltigen Cykton in unmittelbarer Näbe der Jusel völ—
lig zerffött worden. Man hat verlucht, sofort durch draht⸗
lose Telegraphie sich mit der Insel zu verbinden, jedoch bis—
her obne Erfolg. Mehrere Dampfer mit Lebensnutteln sind
abgegangen.
Newyork, 11. Nobv. Die „Sun“ ve'öffentlicht seiten⸗
'ange Enihlillurgen über lichtscheue Paktiken des Zucker⸗
—
Zollgefälle hinterzogen and Beamtenbestechungen im Großen
betrieben
I SHierbei eine Beilage dec Firma W. Arndi,
Bantgeschäft Homburg 36, worauf wir unsfere Leser besonders
aufmerksam machen
58v.
gut
Heute abend punkt halb 9 Uhr
Gesangprobe.
Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten.
Stimmbegabte Mitglieder und deren Söhne werden ge—
deten, sich an den Proben zu beteiligen
Auch können Herren, die sich am Chorsingen beteiligen
wollen, als aktive Mitglieder aufgenommen werden.
Der Vor staut
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— p 22 8 — —— * * E *
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verbindet mit obsoluler Unschädsichkei— und Schonunq des Materials enorme ker
uqunqskraff. Die Dessins von Linoleum behassfen die frische der farbe und die
delonstriche bleiben wie neu. Daher verwende man duch für diese Tweche
nur Sunlicht Seife, welche in immer qleichbleibender Güse überdll zu haben isn
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