Lekales und PVermischtes
Dudweiler, 2. Februar.
Herr Förster Mohr aus Fischbach beobachtete in ver⸗
sangener Woche im Fischbacher Walde einen Mann, der sich
ort mit einem Mädchen unter 14 Jahren zu schaffen
nachte. Unter Bethülfe ein es Holzhauer verhaftete er den
Nenschen und verbrachte ihn nach Dudweiler, von wo er in
Intersuchung nach Saarbrücken abgeführt wurde. Der Mann
st in Limbach beheimatet.
F Letzte nacht hat wieder scharfes Frostwetter eingeäsetzt.
hZeuse früh 7 Uhr verzeichnete daa Thermometer 10 Grad
Lelfius unter 0.
z Wie aus Duisburg gemeldet wird, verurteilte das
yortige Landgericht den Fabrikanten v. Gimborn, in dessen
Fabrik in Emmerich künstlicher Zitronensaft fabriziert wurde,
jer als „naturrein“ angepriesen und durch ganz Deutschland
zerkauft wurde, wegen Nahrungsmittelvergehens zu 1600
Mk. und vegen unlauteren Wettbewerbs zu weiseren 1500
Mk Geldstrafe. Ferner wurde auf eine Geldbußze von 10 00
Mkran die geschädigten Fimen Lehmann und Boß in Ham—
rurg erkannt. Die Ansprüche weiterer nebenklägerischen
Firmen in Hamburg, RUrnbera und Dresden wurden abge⸗
vlesen.
ZzReue Frachtbriefe für Eisenbahnbeför derung kommen
im 1. April in Benutzung. Die bei den Firmen und der
Verwaltung noch vorrätiger alten Frachibriefe dürfen jedoch
his 1. April 1810 zwischendurch aufgebraucht werden.
8 Die Zahl der Leichen, die bei der Katastrophe von
Messina ins offene Meer hinausgeschwemmj worden sind, ist
ehr groß. Einen grausigen Fund haben nun Fischer bei
Latania gemacht. Sie töteten eiren Haifisch, der vierein⸗
sjalb Meter lang war und 4 Zentner wog. Im Bauche des
Tieres entdeckten sie ein menschlichzs Bein, das mit Strumpf
und Etliefel bekleidet war. Ferner wurde ein Frauenkopf
mit langen Haaren in einem ebenfalls erleaten Haifisch ge⸗
unden.
zKostspielige Schießlbungen. Im Anschluß an einer
Besprechung der letzten großen Schießübunden der britischen
Marine gib: eine englische Zeitschrift eine Uebersicht über die
dosten, die jeder einzelne abgefeuerte Schuß verursacht. Je⸗
der Schuß eines 12 Zollgeschützes kostet 600 M., der eines
»,2 Zollgeschüßzes 280 M, und selbst die kleiageren 6 Zoll⸗
anonen verschlingen mit jedem Schusse 62 M. Granaten
'osten von 60 — 240 M., solche mit Durchschlagskeaft fur
chwere Panzerungen jedoch ungleich mehr, durchschnittlich
sogar 520 M. Dazu tritt die verhältnismäßig schnelle Ab
nutzung der großen Geschütze, von denen ein 8.2 Zollgeschütz
105 (00 und ein 12 Zollgeschütz gar 200 000 Mark kostet.
8 Vom Ruhrkohlenmarkt schreibt man uns aus Essen den
29. d. M: „Der acbeitstägliche Bahnverlans hat sich in den
etzten 8 Tagen gegen die erste Monatsbälfte etwas gehoben.
Kamen in der ersten Hälste des Januar durschnittlich
21238 Wagen zum Versand. so betrug der Versand in den
eten 10 Tagen durchschnittlich 22313 Wagen, also 1075
Wagen auf den Arbeitstag mehr als vorher. Diese Bes—
erung darf in der Hauptsache auf die seit 14 Tagen wieder
rufgenommene Rheinschiffari zurückgefüuhrt werden, die aber
tun seit gestern wieder insolge Eisganges gesperrt ist. Den
uüddeutschen Großverbrauchern bleibt nun nichts anders übriz
ils den Bahnbezug aufzunehmen, wena sie sich während der
urzen Dauer der Schiffahrt nicht genügend versorgen konn—
ten, Das seit Anfang der Woche bestehende Frostweiter
jat dem Hausbrandkohlen-Geschäft zwar wieder größere Leb⸗
jaftigkeit verliehen, auf das Gesamtgepräge des Kohlen
marktes aber bleibt das Hausbrandgeschäft ganz ohne Ein—
Juß. Die Situation kennzeichnet sich als äußerst schwach, da
der Absatz schwierig bleibs. Der Januar hat dariu keine
entscheidende Wendurg gebrat. Die beschlossenen Preis⸗
exmäßigungen, soweil sie mit 1 Janut in Kraft getreten
ind, haben sich jür das Verkaufsgeschäft als einflußlos er—⸗
viesen und die abgeschlosseren Mengen in Koks sind weiter
urückgegangen, sodaß die Mengen noch hinter der bestehen⸗
zen 49proz. Einschränkurg zufückbleiben und das Syndikat
zezwungen sein wird, den Lagerbezug noch mehr zu verftär—
en. Eine ganze eihe von ZFechen ist bereits zur Einlegung
on regelmaͤßigen Feie schichten übergegangen, um die zum
Teil zanz außecgewöhnlichen Vorräte nicht noch weiter in
die Höhe zu treiben. Nachdem die Preise für Ueberprodukte
ius der Kolsgewinnung ebenfalls ermäßigt worden sind
ehlt ein weiterer Anlaß, die Koksproduktion auf der bisherlh
jen Höhe zu erhalten. Der sonst nicht geringe Verdienst a
)er Nebenproduktengewinnung erfährt durch die Preis herab⸗
etzung eine erhebliche Schmaͤlerung und kann die Lagerver⸗
ufte am Koks nicht mehr ausgleichen. Die Aussichten, die
ich dem Kohlenabsatz in der rächsten Zukunft eröffnen, sind
venig hoffnungsvoll, und das Syndikat wird nicht umhin
onnen, seine inländischen Preise durchgreisend herabzusttzen.
s8. Malstatt⸗Burbach, 1. Febr. Auf offener
Straße hat sich am Freitag abend kunz nach der S hicht ein
hüttenarbeiler in der Wilhelmstraße erschossen. Der Beweg⸗
nund der Tat soll Liebeskummer sein. (St Joh.Sbr. Vztg)
z St. Ingbert, 1 Febr. Auf der vierten Tief—
ausohle in hiesiget Grube entsiand ans jez noch unbekann⸗
er Ursache eine Explosior, durch die zwei Bergleute bedeu—
end aber nicht lebensgefährlich verletzt wurden. Wie man
jört, sollen sich in einer Abteilung schlagende Wetter ange—
ammelt und eatzündet haben. Det Vorgang ist, da schla—
jende Wetter in der hiesigen Grube fast aar nicht vorkommen,
eht auffallend.
3 Spiesen, 1. Febr. Ein bedauerlicher Unfall er⸗
ignete sich am Somstag Mittag in unserem Orte. Um
)as Feuer schneller in Brand zu b ingen, goß die Tochter
des Maschinenführer K. F. Petoleum in dasselbe, wobei die
danne explodierle und das Mädchen schwere Brandwunden
m Gesicht und an den Händen davontrug.
8Merchweiler, 30. Jan. Der wegen Verdachts
er Brandftüftung an dem Angesen der Firma Gebr. Jochum
zierselbst verhaftete und ins Gefaͤngnis eingelieferle G. Sch.
vurde wieder auf freien Fuß gesetzt, da sich ein genügender
berdachtsmoment fuͤr ihn noch“ nint ergeben hat.
8Trier, 1. Febr. Als Ursache des Meitlacher Tunnel⸗
insiurzes wurde im Tunnelberg ein Hohlraum von 77 Meter
dänge und 8 Meier Höhe gefunden. Zur Beteiligung wei⸗
erer Einsturzgefahr wird der Hohlraum mit Steinmaterial
usgepackt.
Mailand, 1. Febr. Ein erschütterndes Bootsunglück
deignete sich gestern aui dem Lecco-Arm des Comersees. 17
Arbeiterinnen machten einen Ausflug nach dem Heiligtum
ercurage. Die Madchen kehrten etwos angeheitert zurück
jas Boot schlug um uud alle versanken in die Tiefe, da keine
dilfe nahe war—
Ca ton, 1. Febr. Eine Feuersbrunft zerstörte eint Flottille
er Vlumenbaate. 170 verkohite Leichen wurden aufgefunden.
kine Anzahl Personen wird noch vermißt
Der grotze Scyntegau hal in ιια
ine ganze Reihe von Unfällen zur Folge gehabt. Füm
zersonen erlitten durch Ausgleiten auf den Bürgersteigen
chwere Knochenbrüche. Viel größer aber ist die 349
zerjenigen, die durch Fall leschtere Verletzungen erlitten
aben
*Zwei Kinder erftickt. In der Wohnung des Med
zermeisters Ringel in Frankfurt a. M. brach, vermutlich
zurch spielende Kinder verursacht, ein Brand aus, wobe
die beiden Töchter des Ringel im Alter von drei und
ünf Jahren erstickten. Die Mutter, welche ihre Kinder
zu retlen verfuchte, wurde durch den Qualm bewußtlos
ind mußte ins Krankenhaus verbracht werden.
*Einbruchsdiebstahl. In dem Straßburger Juwe—
iergeschäft Hoenel am Kleberplatz wurde ein schwer Ein—
»rud sdiebstahl verübt. Den Tätern, von denen bis jetz
eine sichere Spur versolgt werden konnte, fielen Schmuck
echen im Werte von zirka 80 000 Mark in die Hände.
*Absturz von Kohlenwagen. Aus Dieppe wird be
ichtet 18 Kohlenwagen, die sich von einem Zuge los
gelöse hatten, rannten mit großer Geschwindigkeit eine
zbschüssige Bahnstrecke hinab in der Richtung nach Pon
ise. Der Bahnhofsvorsteher dieser Station wurde tele
zraphisch benachrichtigt, worauf dieser die Wagen auf ein
stebengeleis dirigierte. Hier zertrümmerten sie den Prell—
zock, durchschuugen die Mauer des Bahnhofsgebäudes und
lürzten dann eine 2 Meter hohe Böschung hinab. Ver
énen wurden nicht verletzt.
* Schneefall. In Brüssel herrschte auu Sonntag und
Nontag anhaltendes Schneegestöber. Der Schnee hat be—
eits eine Höhe von 30 Zim. erreicht und beeinträchtigt
en Verkehr erheblich. Die telegraphischen und telephoni'
chen Verbindungen mit der Provinz und dem Auslande
ind vielfach gestört.
*Russische Wirren. In der Moskauer Filiale der
ussischen Reichsbank wurde eine halbe Million M. un
erschlagen. Als der Tat verdächtig erscheint der Kassie
er. Eine eingehende Untersuchung ist eingeleitet, ebenso
ine Revision der dorligen Staats-Sparkasse, wo Miß
»raäuche vermutet werden. — Der ehemalige Chef de
Staatspolizei, Wirkl. Staatsrat Lopuchin wurde in Pe
ersburg verhaftet, und zwar auf die Enshüllungen hin
zie über die provokatorische Tätigkeit des Polizeispitzels
Asews gemacht worden sind. Lopuchins Verhastunag er—
egt ungeheures Aufseqhen.
* Folgen des Erdbeben. Mehrere Pariser Abend
zlätter halten trotz aller Dementi die Meldung aufrecht,
»aß durch die Erd- und Seebeben deei Dörfer in der Um
gjebung von Barcelona und die Hafenanlagen von Bar—
elona selbst schwer gelitten haben. Zu all den Schrek—
en, die das Erdbeben über Messina verbreitet hat. komm
etzt noch die Kunde, daß sich in der Nahe von Messino
in unterseeischer Vulkan gebildet hat. Bereits in der vo
igen Woche wurden in der Nähe von Santa Theresa
lockenförmige Ausstülpungen des Meeres beobachtet. Die
rscheinung hat sich jetzt wiederholt, und es ist sicher,
aß sich ein Vulkan in der Nähe von Messina unter dem!
Neere gebildet hat.
*Gerettet. Wie aus Johannisburg berichtet wird,
vurden eine große Anzahl der auf der Grube Witwatertrand
eingeschlossenen Arbeiter gererttet.
mGesunken. Wie ein Telegramm aus Lowestof be—
eichtet, ist der Ostender Tampfer „Armand 154“ gesun—
en. Einzelheiten sehlen noch. Die Mannschaft iit allem
Anschein nach umgekommen.
Die eselreichste deutsche Stadt. Aus Wiesbaden
bird geschrieben: Wie die neueste Statistik nachweist, ver
ügt die Stadt Wiesbaden über mehr als 800 Esel, die
er Tierschutzverein anstelle der Zughunde eingeführt hat
iit dieser Zabl ist Wiesbaden die eselreichste Stadt in
nsz Deutschland geworden, denn keine andere deutsche
tad: besitzt eir v hohen Prozentiab an diesen Tie
en. Selbst Berlin ist es bis it nicht gelungeéen. W
auf diesent Cosrote iberholen
Ada Kaleh.
Ein neuer Gebirgszuwachs scheint Ungarn zufallen
u sollen. Es handelt sich um die kleine türkische Insel
Ada Kaleh, die in der Donau in der Nähe von Orsowq
wischen Serbien und Ungarn liegt und erst jetzt wieder
us Anlaß der Parlamentswahlen in der Türkei einen
VSahlbezirk angegliedert wurde, um auf die Zusammen
ehörigkeit der Insel und der Türkei hinzuweisen. Die
dusel eine «tο tirische A r s“ Grnn bter sf
yurde von vbeil Bejle αWI und
is 1738 behauptet. Dann nahmen die Oesterreicher die
insel 1790 wieder in Besitz, mußte sie im Frieden von
ziztowa aber den Türken zurückgeben. Erst 1878 ge—
augte die Insel mit Bosnien und der Herzegowina wieder
uter österreichische Verwaltung. Diese definitive Abtre—
ung dürfte nun jetzt erfolgen, wobei Ada Kalch an Ungarn
allen dürfte.
— [ —
Depeschen Bureau Herold.
* Berlin, 1. Febr. Auf dem heute hier zusammen ge—⸗
tretenen allgemeinen Bergarbeiter⸗Kongreß berichtete Bergar—
heiter Thomas-Hamm, einer der Geretteten bei dem Unglück
pon Radbod, unter gespannter Aufmer'samkeit der ganzen
Versammlung über das Unglück. Wer das Unglück gesehen,
der werde nicht mehr bitten, sondern die Anstellung von
Arbeiter-Kontrolleuren fotdern. Die Arbeiter haben dae Un⸗
zlück kemmen sehen, aber sse mußten den Mund halten.
Wenn Arbeiter schiagende Wetter meldeten, dann flogen sie
zinaus und erhielten im ganzen Rahrrevier keine Arbeit
nehr (Lebhafte Pfuirufe) Wenn die Arbeiter sich über
Wetter beschwerten, dann sagten ihnen die Steiger: Jhr
jabt frische Luft genug Wir hatten schon einige Tage vor
»em Unglück mit Wettern zu kämpfen. Als wir una be—
chwerten, wurde uns gesagt: Ihr wollt blos ein höheres
Bedinge haben Nachdem sich das Unglück ereignet hatte,
väre es einer groͤßen Anzahl on Bergleuten noch gelungen
ich durch den Förderkorb zu retten, die Sperlaken waren
iber sämtlich zeistött und Etsatz war nicht vorhanden. In—
'olgedessen mußten hunderte von Arbeitern ihr Leben ein—
büßen. Der Bergmann Karl Lenzner wollte Doppelschicht
machen, Er ist deshalb sschon mittags eingefahren. da sah
er das Feuer und Überzeugte sich, daß das Unglück unver—
meidlich sei. Et fuhr derhalb wieder aus und meldete es.
Dieser Mann ist aber bis heute noch nicht vernommen wor—
den. Man mwill eben die Sache vertuschen. Pfuirufe) Zur
nötigen Berieselung ist kein Wasser vorhanden. Die Berg—⸗
behörde ist noch heute für Mißstände taub. Weun die Ar—
heiter nicht energisch vorgehen, dann werden sich solche
Anglücksfalle von Zeit zu Zeit immer wieder wiederholen
Lebhaster Beifall]
* Tübingen, 1. Febr. Ein Student der Philologie
kam beim Auskleiden ans Licht. Er verbrannte sich derar!
daß er in der Klinik den erlittenen Verletzungen erlag.
* Verlin, 2. Febr.“ Ein allgemeiner Bergarbe'—
terkongreß trat zur Erörterung von Verbesserungen
des Bergwesens, insbesondere des Reichsberggesetzes, zu—
ommen.“ Anwefend sind etwa 150 Delegierte als Ver—
reter von etwa 175 000 organisierten Bergleuten. Ver—
reten sind der Verband Hirsch-Dunckerscher Gewert-Ver—
ine, der Peinische Hilfsverband und sozialdemokratische
Irganisationen. Der Christliche Bergarbeiterverband hatte
8 abgelehnt, teilzunehmen. Regaierungsvertreter sind nich
erschienen I
Bexrlin, 2. Febr. Der russische Finanzminister Ko—
o wezew weilt gegenwärtig in Südfrankreich auf einem
srholungsurlaub. Die Gerüchte von seiner Demission
ind unbegründet.
* Berlin, 2. Febr. Wie die „Zeit am Montag“ miteilt,
ist der Anarchist S,epp Oser ter auf Veran—
affung der Staatsanwaltschaft in Plauen verhaftet wor—
den, weil er daselbst im letzten Sommer aufrührerische
Reden gehalten haben soll. Auf den 12. Februar ist in
rder Angelegenheit Termin anberaumt.
*Wien, 2. Febr. Der Ministerrat hat die Beratun
gen über die Sprachenvorlagen abgeschlossen
Beide Landsmannminister haben Separatnoten abgegeben
Die letzte Konferenz hat unr einen formellen Charakten
gehabt. Ministerpräsident Biener t h wurde am Mon
ia- Nachmittag von Kaiser empfangen. Die Vorta
Jen werden am Mittwoch eingebracht. J
* Paris, 2. Febr. Der heuuge Ministerrat wird sid
mit der finanziellen Seite der vom Marineminister P
card geptanten Umgestaltung der K r iegsflot
beschäftigen. Ter Marineminister hat außerdem nmoch
den Entwurf beir. die Umgestaltung sämtlichtr Bivei
den Marineverwaltungsdienstes ausgearbeitet.
»News-VYork, 2. Febr. Roots ietzt veröffen lichn
Guutachten über diee kali ornischen Japanerbills er⸗
tlärt sie für verfassungswidrig außer derjenigen, derzu
olge alle Ausländer von der Erwerbung von Grundei⸗
gentun ausgeschlossen sein sotlen, sosern nicht folches Recht
zurch Verträge besonders sesigelegt ist.
*Hongkong, 2. Febr. Die berühmte Blunmiemnflotte
dantons ist ein Opter der Elemente geworden. Durch ein
rennendes Lampion geriet die ganze Fiottille in Brand.
Nuf dem von zahlreichen Hausbooten belebten Flusse ent⸗
tand eine ungeheure Panik, durch die die Rettungsarbei
ten sehe erschwert wurden. Mehr als 500 Menschen sind
in den Flammen umgekommen. Bisher wurden z wei—
hundert Leichen geborgen, unter denen sich eine
Anzahl hoher Würdenträger befanden.
àTanger, 2. Febr. Der frühere Sultan Abdul Aziz
besichtigte das amerikanische Panzerschiff „Georgia“ in al
len Teilen und war über die Einrichtungen sehr erstaunt,
da er zum ersten Mal Gelegenheit ha'te ein solches Schefi
u besichtigen.
* Melbourne, 2. Febr. An der südaustralischen Küste
strandete gestern der Dampfer „Clanarald“. Das Schifs
erhielt beim Aufslaufen auf einen Fel'en ein Leck, das beim
Zurückgeheu des Dampfers und beim Ablommen vom Fels
in so gewaltiger Minge Wasse übernahm, daß das Schiff
völlig umschlug und die am Boid befindlichen Personen ins
Meer schluderte. 40 Mann von der Besatzung mit dem
Kapitän und 5 Passagiere sind ertrunken. Ein kleiner Teil
der Mannschaft?und 25 Passagiere konnten sich retten. Die
ganze Ladung des Schiffes im Werte von einer Million
Dollar kenterte.
* London, 2. Febr. Bei der Sprengung des Wracke
vom Dampfer „Dundee“ in der Nähe von Yarmouth ent
stand ein schweres Unglück durch die vorzeiuge Entladung
eines Spreigschusses. 6 Nibeiter blieben auf der Sielle tot
und eine Auzahl anderer ist schwer verletzt worde
Bei Wochnerinnen und stillenden Frauen bildelef
Kufeke“⸗Mehl eire sehr gut ernährende, leicht perdaulich
Speise, die zu jeder Zeit gern genommen wird und eine an—
genehme Abwechslung gegen ber der beliebten Verabceichung
von Hafjerarütze darstellt.
Vekanntmachong.
Die Kgl. Eisenbahn-Direktion Saarbrücken beabsichtigt die Her—
stellung getrennter Fahrktraßen für Ein- und Ausfahrt auf den
Ostflügel des Bahnhofs Dudweiler. Der Plan und das Bauwerks
oerzeichnis hierzu liegen zur Vorbereitung der landespolizeilicher
Prüfung vom 2. Februar d. J.
bis einschl. 9. Februar ds. Jo.
m Rathaus zu Dudweiler Zimmer Ar. 8 zu Jedermanns Einsich
»ffen. Einsprücke können während der Offenlagezeit bei dem
Anterzeichneten schriftlich oder mündlich zu Protokoll erhoben werder
Dudweiler den 29. Janvar 1909.
Der Bürgermeister Josst.
Gedenket der hungernden
Vögel!