Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

der „Baum au sedt gelegen, um zu veweisen, daß sede
Verständigung zwischen Deutichhend und Enaland unmög⸗
lich sei. und dieses Blatt sieht in den Angaben des Herrn
sogar einen Beweis der Wahrhbeit der von den Russen
gegebenen Erklirung für ihre Nervositst nämlich daß d'e
Furcht vor einem Angriff in der Nordsee ihnen von dert
chen Sceoffizieren snageriert worden sei.
Es hatte Aufseben erreat daß, während die übrigen
nalischen -Schied Zoerichte-Vertröge wieder auf 5 Jahre
1ibgeschlossen sind der mit Deutschland nur auf ein Jahr
erlängert wurde Auf eine Anfrage der enaglischen Frie—
densge'ellssaft hat Sir Edward Grey nun deanwortet,
daß zur Zeit der Nerlängerung erwogen wurde, gewitse
Zusitze in den Vertrag einzufügen, und daß d'e englische
Regierung sich seitdem für die Ausdemmung des Abkom—
nens auf die volle Zeit non *üinf Jahren entichieden habe

Hof und Gesellschaft.
*Heute, Meirtwoch, wird der österreichische Thronol
zer ErzherzogFranz Ferdinand mit seiner
Gemahlin zum Besuch des deutschen Kar—
serpaagres un Berlun eintrefsen und feierlich em—
»fangen werden Der Erzbherzog folgt damit der beim

—

lerzogin Sophie Hlonenberqꝗ crzherzoꝗ ftranz ferdinand
zeßtien Besach Kaser Wilhelms von diesem ergangenen
Finladung. Die Gemahlin des Erzherzogs, die Herzogin
Zophie Choiet erhielt veldanntlich erst vor einigen Wochen
zom Kaiser Franz Josef den Titel einer Herzogin. Das
zrzherzozliche Paar wird während seines Berliner Aufent—
saltes im Neuen Palais Wohnung nehmen.
** Herzoos Johann Albrecht zu Mecklenburg⸗
Z„chwerin, Regent von Braunschweig, hat sich mit der
Brinzessin Elusabeth von Stotberg-Roßla auf dem
SZchloß in Wernigerode verlobit.

Prozeß SDteinheil.
Oie fsechs ersten Sitzungstage haben nicht vermocht,
n das Ratsel des Mordprozesses mehr Licht zu werfen
als die zwei Voruntersuchungen. Das Zeugenver—
ör namentlich blieb, wenn nicht ergebnislos, so doch
ohne entscheidende Wendungen; es wechselte zwischen gun
tigen und belastenden Stimmungen, aber auch nur Stim—
mungen, denn noch sehlt jeder greisbare Beweis sowohl
für als wider die Angetlagte. Die Uederzeugung der Ge—
chworenen muß sich fast ausschließlich aus dem Gesamt
eindruch der Verhandlungen bieden. Die Verieidigung be—
aützt übrigens ihren Einfluß auf die Reihenfsolge der
Zeugen, um die zu sehr veiastenden Momente durch eine
zünstige Aussage abschwächen zu tassen. Wie es scheint,
jeht ihre Absicht dahrn, die Spur der „Leviten“, das heißt
der aus dem jüdischen Theater gestohlenen Kostüme, ‚als
tärksten Trumpfe auszuspelen. Die Koinzidenz des Dieb
tahls mit dem Vatum des Vervrechens bdilder in der Tal
ein Mittel, mit dem sich alle Pfortten des Zweisels öff
ten lassen. Nach all diesen Ungewißheilen darf man erx—
warten, daß die Plai do yers sfür das Urteil sehr
uns Gewicht fallen werden.
Der Hausarzt der Familie Steinheil, Dr. Ache ray
»er am Morgen des Verbrechens zur Hiifeleistung her
zeigerufen wurde, belundet, daß Frau Steinheil, in der
Tsten Wochen nach dem Verdrechen furchtbare Nervenkri
jen zu überstehen hatte., bei denen von einer Simulation
eine Rede sein konne. Die Aussage war im ganzer
sehr günstig für die Angeklagte. Ver Gerichtsatzt Co ur
hois berichtet über seine an den Leichen der Ermorde
ken gemachten Beobachtungen. Er ist der Ansicht, das
das Verbrechen von mehr als einer Person begemgen
worden ist. Sehr belastend für die Angeklagte ift die
Aussaze des Gerichtsarztes Baltfazard, der her—
vorhebt, daß nach seinen Untersuchungen der Pfropfen,
den Frau Steinheil im Munde gehabt haben will, nie—
mals vom Speichel berührt worden sei. Dieser ungün—
stigen Aussage hält der Verteidiger entgegen, daß der
untersuchte Pfropfen gerade so gut ein anderer gewesen
sein könne. Frau Steinheil verhält sich vollständig ruhig.
Beitere Zeugen wissen nur Unwe'entliches zu bekunden
Schließ ich erscheint der Journalist Burlingham.
Frau Steinheil hatte ihn einmal auf der S rße qæ

Das Diadem des Verderbens.
Driginal⸗Roman von h. Hirschfeld.
bo Das junge Mädchen sagte: „Nur schlicht ist ihre
Stellung, sie fleht dem Hauswesen des gulen Präsidenten
von Monza vor, des besten Greises, den Frankreichs
Boden trägt.“
„Monza!“ Warm durchdrang es das Herz des
Gouverneurs. So lebte der Gute noch, der Wenigen
einer, die einst dem rauhen, wilden Charles von Mezie—
res, den alle Welt mied, Teilnahme bewiesen hattle!
„Ach, so gut und ktreu, wie es Mutter Annekke ist,
giebt es wohl kein zweites Wesen auf der Welt,“ fuhr
das junge Mädchen fork, in den Zügen des Hausherrn
das Verständnis ihrer Worke lesend und mehr und mehr
die anfängliche Befangenheit absftreifend. „Eine Mufter
 kann nicht herzlicher fühlen für ihr Kind, als sie
für mich! Mir ist es oft, als habe mein keures
Mütterlein, das ich so früh verlieren mußke, sie mir
sum Trost im Leben gesandk!“
„Sie haben Ihre Mutter sehr geliebt?“ fragle der
Bouverneur weichmükig. „Ach, ich habe es nie gekannk,
das heiligste, reinste der Gefühle, das wie der gute
Engel aus den Tagen der kindheit den alternden,
einsamen Mann mit dem Zauberduft der Errinnerung
umweht — die Liebe einer Mutter!,
„Darf ich Sie an ihr Wort von vorhin erinnern,
Sennor?“ mischke sich die alke Dame jetzt in das Ge—
präch. „Weshalb solche düstere Schalten heraufbeschwö—
ten an einem Abend wie dieser?“ Und Schatken lagern
auch über dem Ende der Mutier unserer lieben Blanche
ein Unfall — noch heule unaufgekläct: Nicht die we—
nigsten Tränen waren es, die mir dieser Verlust er⸗
vreßte!“
Und doch war Alerandrine. meine Gaktin. cin En⸗—

rossen und ihn als Vörder vezeichnet. Sein Alitbi war
edoch vollkommen klar erwiesen. Er befand sich in der
Nordnacht gar nicht in Paris. Der Zeuge beschwert sick
ierauf, daß der Anklageakt überhaupt noch von seiner
ßZerson sprechen konnte, da seine Unschuld doch vom erster
kage an völlig außer Zweifel sei. Er leidet heute in
einem Privatleben sehr unter dem aufgeworfenen Ver—
zacht. Der Verteidiger und der Staatsanwalt, sowie
»er Präsident des Schwurgerichts erklären hierauf in al—
er Form, daß nicht der geringste Verdacht mehr auf dem
zeugen lasten könne. Herr Rousse, ein Agent der
zicherheitspolizei, welcher zugegen war, als Frau Stein,
eil Burlingham auf der Straße erblickte, ist der Mein—
ing, daß sie vollkommen guten Glaubens gewesen sei
Er müsse sagen: „Wenn Frau Steinheil heute erklärt
ie sei unschuldig, so würde ich es glauben.“
Nach Verlesung einiger nebenßichlicher Zeugenaussa—
jen wird die Sitzung geschlossen. In ihrem Verlauf war
ie bald günstig, bald ungünstig für die Angeklagte. Je—
enfal's wurde der belastende Eindruck, der aus der Ver
ienntung des Gerichtserperten hervorging, wiedet abge—
chwächt

Vermukctes.
Wie man am Südpol speist. „Ein andauernder
zunger war unser Gesährie, der desto großer wurde, je
veiter wir nach Süden vorrückten“, erzählt Veutnant
3hackleton in seinem im Verlage von W. Süßcrott in
zerlin Vitte Nodember erscheinenden Südpolarwert. Vom
5. Nodember 1908 bis zum 23. Febr. 1909 haben die
ühnen Südpolforscher nur einmal eine wirtiich sättigende
Nahlzeit eingenommen. Das war am Weiyhnäachistage
908. Während der übrigen Zeit vestand ihre ganze
ahrung aus tägeich einer Mahrzeit, die se aoends nach
»einer zeynstundigen Schlittien ahrt einnahmen. Ungeduldig
imsanden die vier Teilneymer der Schleittenexpedition den
dochtopf, in dem der Koch, der wöchenilich abwechselte,
inige Konserven und Wais zu einem undermierbaren Ge—
icht zusammenschmorte. Daneben wurde in einem ande—
en Gefäße der Tee vereilet. War das Gericht gar, dann
eilten alle es in vier genaue Teile. Auch der Schiffs—
weeback wurde mit größter Gewissenhaeftigkeit geperteilt.
in Mitglied mußte darauf dem Feuer den Rucken zu—
ehren und indem ein anderer auf eine der Portionen
eigte, ragte er: „Wem soil diese Pornon gehören?“ —
Herrn Marshall.“ — „Wem diese?“ — „Herrn Shackle—
on“ u j. f. So wurde das Eisen unter die Teilnehmer
erteitt. Der Schi fszwiebvack wurde von allen tangjam
ibgeknabbert, damit der Genuß des Essens möoglichst lange
‚auerte. Das Exrpeditionsmitglied WMar hall jsetzte sogar
zfters seine Schüssel mit der warmen Speise auf das
Fis, sodaß sie wieder erkaltete. Er behauptete, an ver
a ten Spere länger kauen zu müssen ais an der war—
nen und daher von ihr jo einen größeren Genuß zu ha—
en. Auf dem Ruückweg mußie die tägliche Ration für
eden Mann auf 275 Gramm herabgeseßt werden. Hatte
nan vorher über das seltsame Essen oft lustige Witze ge—
nacht, so iraten jetzt an deren Stelle ernste Unterredun—
jen daruber, wie gut man es später an Bord des Schif—
es wieder haben werde; oft verbrachte man ganze Tage
amit, reichhaltige Menus zusammenzustellen. Die Mot
ührte auch einige Mitglieder dazu, neue Speisen und Ge—
ichte zu ersinden. So wurde auf Anraten des Herrn
VLild eine neue WildSemmel gebacken und Leunnant
zhackleton darf sich rühmen, der Erfsinder einer Sardi—
enpastete a la Shackleton zu sein. Diese Pastete, die
nus etwan10 geschmorenen Sardinen mit einer Menge
Nehl und 3medack bestand, wurde imn der letzten Zeit
»er Schlitterne vedition fast täglich genossen.
Von der Schwäbische Eisebah! Wan schreibt der
F. Z3.“ aus Wurttemberg: Wo anders flucht man über
zugverspätungen, im gottgesegneten Schwaben fluchen nun
Preußen“ und uaͤhnliche Leute, denen leder Sinn für das
Idy lische fehlt. Bessere Menschen amusieren sich, freuen
ich über die zanu hen idyllischen Zustande. So müssen
Zie einmal von tingen nach Neuffen sahren 9 Kio—
neter lang ist die mecie, die zurucizulegen man iauf
Fahrplan eine halbe OBunde braucht. Taruber argert man
ich beileibe nicht, warum denn? Linis und rechts der
Bahn eine reizende Landschatt, Berge, die Hänge end os
nit Wein bewachten, auf den Gipfeln mancher Burguoer
zest, am ichonsten der Hohenneussen mit fseiner auch in
kdrümmern noch imponcerenden starten Feste, wo man deu
chwäbischen Dich er Paulus ebven ein e naches Wedai lon
denkmal errihtet hat Ein gesegnetes Stücichen Vand,
edem Schwaben teuet. Und die Eisenbahn bats auch
em Freutden zuganglich gemacht VLangsam pustet die
Naschme die mapige Steigung hinan. Bald gehrihr der
tem cus, d auf den drei Zwischenstanonen muß sie
ehorig aechnrausen Kein WMiensch wird sich über 5 oder
; Miniten Aufenthalt aufregen. Betommt man doch ganz
nteressanie Auischlüsse über das Leben auf jo einet
Ztation. Heute z. B. hat die Frau Auensvorstand
roze Wasche. Eitig euaun die Magd, elt dee Hochmogende
elbst mit dem Zuber zur Maichine und zopit ihr das
ötige heiße Waner ab Oder am Sonnalend liesert das
zähne das Badewaner, o bochultirctie ene verrich
end AMA

m Güte und Liebe,“ warf Ernst ein. „Noch heuke ist
hr Andenken mir geheiligk!“
Er hatke die Pflichten des Wirkes zu erfüllen; aber
zieder und wieder kehrle er zu dem jungen Mädchen
urück, dessen Anmuk und nakürliches Benehmen, frei
on aller Befangenheit und zugleich von jener raffinirken
toketterie, die den Damen eines Hofes eigen sein mußke,
enn eine Grafin Dubarry präsidirte, sie rasch zum
Nittelpunkt des sich mehr verarößernden Kreises gemach!
akke.
Schon halten sich die Sääle gefüllt; in den Räu—
nen, die dem Spiel bestimmt waren, rollte und klirrke
ereits das Gold in hellen Haufen.
Was kümmerte es sie ob er Summe auf Summe
erlor und Nobert war reichlich mit Gold versehen,
nit Gold, dessen PVorhandensein Jeden erstaunen mußte.
er die Verhältnisse der de la Haye näher kannke, und
ie Seinen zumeist, wenn einer von Ihnen es beachtet
äkte.
Eine Bewegung enlstand plötzlich in der Versamm—
g. Bis in die Räume des Festes drang das Geräusch
er im Galopp anfahrenden königlichen Karosse. Alles
rängte sich zum Hauplsaal, wo auf einer Estrade ein
ergoldeter Faukeuil mit der Krone und dem Wappen
Frankreichs geschmückt, mit Pupursammet überzogen,
ind diesem zur Seite ein niedrigerer Sitz, dem des Herr⸗
chers Embleme fehlen, aufgestellt waren.
Zu beiden Seiten stellten sich die Gäste auf. Au
er Schwelle, als geleitender Wirt, nun zurücktrekend,
im den Weg frei zu lassen, erschien der Guoverneur,
intker ihm die Dubarry, in einer Toilette aus gold—
urchwirkter Seide, am Arme Ludwig 15., der in sichkich
 guter Laune, nach rechts und links grüßend.
Die Gräfin Dubarry sah heute weniger gut aus.
Eine Bewegung ihres königlichen Freundes ließ sie
das Auge erheben.

—
Aus aller Welt.
Ein sauberes Pärchen. Die Rirdorfer Krimina'po⸗
izei hat einen Deserteur des 42. badischen Infanterie
Regments zu Mülhausen namens Kleditz samt seiner Ge⸗
iebten festzenommen. Er war Ostern vorigen Jahres de—
ertiert, nach Frankreich und Zürich gegangen, wo er
nehrere Einbrüche verübte und u. a. vier Attien des Zü⸗
eicher Schiffshebewerkes erbeutete. Dann ging er nach
münchen, wo er seine Braut kennen lernte. mit der—
ach der Mark kam In der Wohnung der Geliebten fan—
die Polizei ein großes Lager von gestohlenen Seiden
oaren, die aus Zürich stammen und unter Kleidern ver
tedt auch den Einbrecher selbst. Tie jungen Leute wa—
sen durch ihr Nichtstun und durch ihre elegante Kleidunc
ufgesfallen

Der Fluch des Schnarchens. Eine drakonisch seh
trenge Maßregel hat der Direltor des Altersheims i
ztepney bei London getroffen, und die Folgen machen
ich bereits bemerkbar; wer Nachts die Schlafsäle diefes
Iltersheims betritt, wird zu seinem Erstaunen bemerken.
aß alle Schläfer den Kopf unter die Decke gesteckt haben
vie ein Vogel den Kopf unter seine Flügel steckt. Wer
Nachts schnarcht, so hat der moderne Drako befohlen, der
vird entfernt und die Abteilung für Taube gesteckt. Wie
ie „»Eveninz News“ erzählen, hatten sich einige Insassen
es Altersheims beklagt, sie könnten die „ganze Nacht kein
luge zu mn, weil ihre Nachbarn schnarchten wie die
Dampfsägen“. Daraufhin wurden Nachts Petrouillen durch
ie Schlafsäle geschickt, die alse Schnarcher aufschrieben,
und dem Direktor melden mußten. Dabei hat sich her—
uusgestellt, daß gerade die am lautesten schnarchen, die
die ganze Nacht kein Auge zu tun!“ Das ist der Fluch
»es Schnarchens!

Deutschlands größter Vanzerkreuzer.
Den größten Panzerkreuzer der deutschen Marine
eigt unser beistehendes Bild. Es ist dies der „Fürst
Blücher“, der mit seinen 16 000 Tonnen an Deplacemenit
Panzerung und Armierung alle bisherigen Schiffe seine
Art weit übertrisst Im russisch-japanischen Kriege haber

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)en riesigen Schlachtschiffen die bedeutend leichter beweg
ichen und viel schnelleren gepanzerten Kreuzer eine be
ondere Rolle gespielt. Fürst Blücher ist, wie alle neue
en deutschen Kreuzer mit starken Turbinenmaschinen aus—
erüstet. — ——

Der Name „Mademoöiselle de la Haye,“ den soeben
zer Mund des Gouverneurs genannt, hakle kaum iht
Ohr berührt, als sie hastig aufblickte und im nächsten
AUugenblick sich ihre Braunen finster zusamme nzogen bei
em Anblick der slüchtigen Röte, welche die Wangen
des greisen Königs für einen Moment färbte, bei dem
zlick seiner Augen, die in gewissen Augenblicken aufeuchke
 ken in jugendicher Glut.
Aber noch ein zweikes Anktlitz war es, welches sich
äh verfinsterle; wie Schatten flog es über des Gou⸗
erneurs ernste Züge.
Ohre Zwang mischke sich der König in den Kreis
zer Geste. Wiederholt beschäftigke er sich mit Blanche.
deren Einsilbigkeit und beinahe verletzender Kälte ihre
Broßmutter fast zur Verzweiflung brachte. Die Stimmang
 der Dubarry verschlimmerte sich sichtlich mit jeden
Moment. Eine Migräne sei der Grund, gab sie au'
die Frage ihres königlichen Freundes zur Ankwort, und
und als galanter Kavalier mußle er früher, als bestimmt
sas Fest verlassen, um die Favoritin nach Hauf zu ge
eiten, wie er sie hingeführt hatte.
Der Gouverneur kehrie in die oberen Sääle zurück
nachdem er der Pflicht des Hausherrn genüägk hatte.
Die Spielsäle durchschreilend, suchte er Nordert an
einem der Tische auf, den dieser den ganzen Abend
ücht verlassen hatfte.
Er hörte über ihn reden. Der Enkel der Frau de la
haye, die soeben noch von ihren Sorgen geprochen.
nußte hohe Summen verspielt haben.
Aber der Gouverneur hielt sich nicht mit weite
en Rachforschungen auf, war es ihm doch als köne aus
einem der üppig eingerichteten, durch schwere Portieren
zeschlosseneu Boudoirs die Stimme Tonys hervor. Er
var sicher, die Mestize erfüllte ihre Auigabe, und
o beschloß er, in die Festräume zuräckzukesren. Ee
ränate ihn. Blanche wiederzusehen
            
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