Full text : Dudweiler Zeitung

Vofkales.
0 Inserat oder Prospekt — was ist die veste
fetlamearite Interxessant ist folgende siatftische Mit
eilung der ‚Finaucial News“ über den Ersolg der Zeit
ingsreklanie im Vergleich zu der Reslame mittels Druckachen.
 Von einem- Pariser Goldwarengeschaft wurden
000 Prospe te versandt, was einschließlich Marken, Ku—
jerts und Adressen eine Ausgabe von 2995 Franks dar—
tellte. Es liefen darauihin 29 Anfragen bei ihm ein,
bie zu einer Anzahl Aufträgen führten mit einem Gesamt
tet overdienste won 495 Franks Nun gab die nämliche
Firma 1700 Franls für Zeitungsannoncen aus und er—
sieit hierauj 1100 Anfragen, welche zu 634 Besiellungen
Anlaß gaben und zwar mit einem Bruttogewinn von
3460 Franks und einem Nettoverdienst von 3700 Franks.
das Nettoergebnis belief sich somit auf 221 v. H. der
seklamespesen. Der Wert des Zeitungsenserats gegenüber
inderen Reklamearten ist hierdurch unwiderleglich dar—⸗
zetgu Offene Doppelkarten nach Art der Postkarten mit
Intwort werden oft auf den beiden inneren Seiten mit
einem Vordruck versesen um desen handschriftlich auszu—
füllen. Das Reichspostamt hat jetzt in einam Bescheide
musgesprochen daß derartige Karten offen befördert wer—
den können. Sie müssen natürlich mit dem vollen Briei—
dorto frankierr werden.
A Feinster Bienenhonig. Unter der Beschuldigung
det Honiaverfalschung in großem Maßstabe ist von der
Staatsanwaltschaft in Verden (Aller) gegen den Fabri—
anten Hch Winkelmann, Inhaber des Rorpdeutschen Ho—
nig⸗ und Wachswerles in Visselhövede Hannover) ein
Perfahren eingeleitet worden. Winkelmann ist einer der
zrößten Hontghändler. Die Beschuldigung geht dahin, daß
ꝛr jährlich über 36 000 Zentner Honig „fabriziert“ habe:
tach den Ausfagen von Arbeitern soll dieser Honig aus
ei sem kleinen Teil amerkanischen Honig, Zudcer,
Wasfer, Salzsäure und Soda fsabriziert wer⸗
»en. Die geheime Fabrik, durch einen Kaufmann Voige
zetrieben, befinde sich im Freihafenbezirk Bremen. Die in
donstanz hergausgegebene Imkerzeitung“ hat durch eigene
deteltive das Material zusammengebracht. Der Ausgang
er Untersuchung wird in den Kreisen der Imker wie der
fonsumenten sicherlich großes Interesse erregen. Die Bie—
nenz'ichterverine nehmen überhaupt jetzt euergisch Stell⸗
ing gegen die Honiaverfälschungen, die geeignet sind, den
stonsum zu schadigen und so dieses so wichtige Nährmitel
 zu diskreditieren. Wie vorichtig man übrigens
erm Einkaufe von Honig sein muß, beweift der
Amstand, daß tatsächlich ein großer Teil des in Deusch—
land konsumierten Honigs gefälscht in Fabriken direkt
rus Syrup und Zucker mit oder obn Dusatz von min—
derwertigem Seim oder Stampfhontano gestellt und siatn
aesa reinen Schleurerhantae fanfumiert mirn
Fernsprechaugelegenheiten. Die Bezirkeverfügung
zer Oberpostdirettion Trier Uber den Dienstbetrieb bei den
Fernsprech⸗Vermittelungsanstalten lautet folgendernaßen:
Wenn bei Fernzespiächen, sei es am Ausgangsorte, sei es
im Bestimmungsorte, Nebtzenstellen betelligt sind, ist es im
Interesse der beschleunigten Abwickelung des Verkehrs und
jer besseten Ausnuzung der Leitungen erwünscht, daß die
stebenftellen schon bei der Anmeldung der Gespräche naher
czeichet zwerden. Die Vermittelungsanstalten haben zu
iesem Zwecke in geeigneter Weise auf das Puhlikum einzu⸗
virlken. Die Vermerke auf den Anmieldeblättern würden
etwa folgendermaßen abzufassen sein:
Amt Saararucken
Von Rr. 69 Nebenstelle X
aach Sulzbach Nr. 9, August Schneider
Die neuen 25 Pf Stäce, die schon so oft verdeißen
ourden, sollen nun um die Mitte dieses Monais endlich
erscheinen. Es sollen gleich 20 Millionen Stück in den
Verkehr gebracht werden, denen dann sehr bald weitere Nilli⸗
men folgen werden. — An den neuen Talern herrscht noch
mmer Mangel, olbgleich auch die Prägung dieser in weitesten
treisen deliebten Münzsorte mit Eifer fortgesetzt wird.
Die Zurücknahme von Fahrkarten. Es kommt
aufig vor, daß gelöste Fahrkarten nicht benutzt und dann
ur den Eigenümer wertlos werden. Bicher machte die
duckgabe und die Wiederherauezahlung des GSeldes an den
ahrkartenschaltern dem Publikum oft erhebliche Schwierig⸗
eiten Vor einigen Tagen ist nun eine neue Bestimmung
⁊ Kraft getreten, die diese Frage in zufriedenstellender Weise
clel igt. Nach dem Beschluß der ständigen Tarifkommission
at die Ausführungebestimmung 1 zum 8 20 der Eisenbahn⸗
erkehrvordnung, betr. die Zurücknahme von Fahrkarten, aus
zilligkeitsgründen folgende Fassung erhalten: „Fahskarten,
ie noch nicht durchlocht sind oder vachweislich nur um Be⸗
reten des ahnsteiges benutzt werden, können nach dem
kimessen der Eisenbahn auch in Fällen elnts Jirrtums oder
iner Erkrankung oder aus sonstigen Villigkeitsgrüunden vor
der nach unmittelbarem Abgang des betreffenden Zuges an
der Fahrkartenausgabestelle zurückgenommen werden.*
Militärische Wärmegrade. Der Oberst und Regi⸗
dentskommandent hatte, in der lobenswerten Absicht, seine
Leute nicht unnötigetmeise zu verweichlichen, befohler, daß
das Ererzierhaus im Winter nur bei wirklicher Kalte benngt
vecrde. In den ersten Tagen nach Bekanntgabe dieses Befhls
taf er den Hauptmann der 2. Kompagnie, wie dieser bei
auhem, naßkaltem Novemberwetter das Exerziechaus zum
kinzelexerzieren ben tzen ließ. Darsb eine Meinungsausein⸗
indersetzung zwischen Obeist und Hauptiiann. — Am anderen
Lage erscheint folgender neue Regimentsbefehl: „Da Kälte
ind Waͤrme relaive Begriffe sind, besimme ich hiermit an
en früheren VBefehl, daß diei Grad Kälte noch als Wärme
qjusehen sind.“
Gut beobachtet. Ein kleines Maͤdchen aus sebr armem
Jerdaltnissen wurde zum ersten Male zu einer Wohllätig⸗
eitsfpessung bei einer reichen Dame eingeladen. Die
cistokratische Dame war nicht schlecht erstaunt, ais dies im Var—
auf des Essens felerlich fragte: „Trinkt Ihr Gatle ?“ Nein,
ein Kinde!“ erwiderte die Dame. Das Kind schwieg etunen
luger blick und fragte dann meiter: „Wieviel Kohlen brau—
hen Sie? Was verdient Ihr Mann? Arbeitet Ihr Sohn
uuch fläßig“7? Nun fragte man das Maäddchen, wie es zu
iesen sonderbaren Skundigungen käme. „Ja“, war die un—
huldige Aniwort, „Mutter hat mir doch zesaal, ich son mich
vie eine Dame benehmen, und wenn Damen zu meiner
stutter kommen, stellen sie immer diese Fragen.“
Widerlegt. Murter: „Schämst Duͤ Dich nicht? Mil
enem neunzehnjährigen Bürschchen wiust Du eine Lieb—
haft anfaugen a Tochter: „Bürschchen? — Wo doch
hon eine Glatze krteate!“

Aus Nah und Zern.
Aachen, 4. Nov. Wie der Polizelbericht meldet, hat
e wahrsagende Zigeuntrin der Frau eines hiesigen Metzgers
O Me. in bar und Schmucksachen im Werte von 200 Mk
geschwindelt untel der Angabe, sie werde Geld und Schmuck⸗
hen in Rom weiben loßen

Roin, 56 ov zun oe”eim p—anden.) Dei
er vVandung des „P. 1* ereignete sich ein Unglücds.
all, indem ein Sodat die Leine noch sesthielt, als der
zjallon sich unversehens wieder hob. Der Soldat stürzte
erab und trug anscheinend schwere innere Verletzungen
avon. — Bei herrlichem wolkenlosen Himmel stieg am
zamstag Mittag um 12 Uhr ‚P. 3“, der in der Kölner
alle während der Nacht Unterkunft gefunden dhatte, au'.
die drei Mil tärluftschiffe folgten ihm und alie vier Luft
reuzer furen über die Stadt und kreuzten hier, mit dem
»lauen Himmel als Hintergrund einen prachwollen An—
lick bietend, in einer Hoͤhe von etwa fünszig Merer. „P.
landete um 1 Uhr 40, „M. 2 um 1 Uhr 58 bei der
dalle, in der sie dann beide untergebracht wurden. „P
;* ist nach Laichlingen in seine Halle zurückgesahren
Z. 2* landete gegen 4 Uhr.
* göln, 6. NRov. (Antauf militärischer Ge—
„ände.) Die Stadwerordneten-Versammlung genehmigt.
en Ankauf der Kaserne am Neumarkt und anderer Mi—
ittärgebaude zum Preise von 2 550 000 Mart. Auch iß
in Grundstück an die Militärverwaltung zum Bau einer
Luftschiffhalle verlauft worden.
* Borth (Kreis Mörs), 6. Nov. (Schwerer Un—
zhüchs fall) Bei Abteufungsarbeiten auf Schacht 1
»er Deutschen Solary-Werte verunglückten drei Mann, von
enen einer sofort tot war; die beiden anderen wurden
hwer verletzt.
*Hafpe, 6. Nov. Opfer des Berufs.) Zwei
chwere Unglücksfälle mit tödlichem Ausgang sind von
ier zu berichten. Im Betriebe der Firma C. Lange u.
o. in Kücktelhausen zog sich ein V so schwere
zerletzungen zu, daß er bald starb. Auf einem anderen
verle war ein Arbeiter damit veschäftigt, einen glühen—
en Block aus dem Djien zu ziehen. Bei dieser Gelegen—
ett alitt er aus und stieß sich mit der Zange derart
or den VLeib, daß er kurz darauf starb.
Bochum, 6. Nov. (Schrecklicher Tod.) In
»er Nähe des Stadtgartens geriet ein 18jähriger Arbei—
er unter die Lokomonve einer Feldbahn. Er wurde zu
Dodegequektscht.
Hanau, 6. Nop. Gerhaftete Einbrecher.)
ie hiesige Kriminalpolizei verhaftete heute Nacht den 20
zahre alten Koch und stonditor Joses Weißenfeld aus
jantsurt a. M. und den 30 Jahre alten Schweizer Jos.
zinnemann aus Lindenberg wegen Einbruchsdiebstahls.
seide haben in letzter Zeit wiederholt nächt!iche Exkur.
nnon nan SFrankiurt nach Hanau unfternoammen unn hie⸗r
inbruchdieustahle verupvt WMehrere der m der leztzten
Voche hier vorgekommenen Einbrüche haben sie bereits
ingestanden.

Erdfstotz. Aus Bozen wird gemeldet: In dem alten
zebenzentrum östlich von Bellund erfolgte ein heftiger
Erdstotz, der in Belluno fast gar nicht, hingegen in den
dolomiten bis zum Pustertal deutlich verspürt wurde Am
tärkften und mit Geiöse verbunden war die Erschütterung
n Cadore und Auronen.
Entdeckte Vombenfabrik. Zwei rxussische Stu⸗
enten wurden in ihrer Wohnung in Paris im Quartier
Latin bei der Fabrikaion von Höllenmaschinen betrofsen
ind sind verhaftet worden.
Karambolage. Aus Brüssel wird berichtet: Auf der
ztrecke Wanage-Charerot bei der Station Pieton fuhr
in Personenzug auf einen Güterzug aus. Ein Wagen des
personenzuges wurde zertrummert und etwa 20 Passagiere
erletzt.
Schisfsuufall. Aus Portsmouth wird berichtet: Bei
iner vierstundigen Probefsahrt des neuen Linien-—
chuffes „North Daco a“ platzte ein Kesselrohr, wobei
»ier Heizer verbrüht wurden; das Schiff konnte
rotßzdem die vierstündige Probefahrt zu Ende führen und
rreichte hierbei die ausbeduungene Geschwindigkeit von 21
dnoren in der Stunde während der ganzen Dauer der
rahrt
Roosevelt verunglückt? Die Pariser Filliale der
Daily Mail— erhält aus Vondon die Meldung, daß Ex—
rassdent Reosevelt einen ernste Jagdunfall
rlitien hat, nur weiß man noch nicht, ob er von einem
eingevorenen erschossen wurde oder wie man glaubi, vei
tnet yhrnozeros-Jagd auf andere Weise verunglückt ist.
dest sseit jedoch, daß ihm ein Unfall zugestoßen ift. —
der „Central-Rews“ wird aus New⸗yYork telegraphiert,
ort erharie sich das Gerücht, daß Roosevelt entweder
o oder gefährlich verletzt fei. Doch sei ein
kelegramm aus Nairobi eingelaufen, wonach diese Wield
ing grundlos sei. — Aus Rom wird gemelder: Roose—
selts Gemahlin, die dort weilt, ertlärte, sie habe von
em Gerücht über den angeblichen Tod ihres Garten ge—
sört, messe ihm aber keinen Glauben bei. — Aus Paris
neldet ein Privat-Telegramm: Die Nachricht von einem
em Expräsidenten Roosevelt in Afrika bei einem Jagd—
usflug zugestoßenen Unfalles hat bisher keine Beslaätiging
 erfahren. Auch Roosevelts Schwager, ferner der Her—
usgeber des „Ontloot“, bei dem bekanntlich die Roose—
eltschen Artikel erscheinen, sowie die Korrespondenten der
breß⸗Association in Afrika sind ohne Nachricht über einen
Infall

Eeleurumme.
Recklinghausen, 5. Roo. Dem Rericht über deu
Ddiebhahl von 297,500 Mark aus der Kasse der Berg—⸗
nspektion 2 in Gladbeck ist noch folgendes nachzutragen:
Das Geld, das fllr die heate und morgen statefindende Löh—
rung der Arbeiter der Möllerschächte bist mmt war, war erst
zestern Nichm'ttag von der Reichsbank abgeholt worden und
vurde während der Nacht im Tiesor des Kessengebäudes in
inem Sofe verwahrt. Das Gebäude stand unter der Ob⸗
zut des Nachtwächters. Als die Kassenbeamten heute früh
zie Raume betraten, fanden sie alle Thuren weit geöffnet.
die Diebe hatten sich mit Nachschlüssela Eingang verschafft.
deren sie nicht weniger als neun bedur'ten. Das Gebäude,
er Kossenraum und das Z mmer des Rendanten ersorderten
einen Schlüfsel, der Tresot 2 und der Safe sogar 4.
zweifellos ist der Diebst ihl von mehreren Personen verübt
vorden, da das Geld nur zumteil aus Pupiergeld bstand
ind das Mettallgeld ein Gewicht von 140 Pfund boste.
?s waren 191 000 Mark in 10-Markscheinen, 80 000 Maik
n Gold und 8 500 Miark in Fünfmar?filcken. Dec Wächter
purde verhaftet, da er in dringendem Verdacht steht, bei der
Tat geholfen zu haber. Er aibt an er habe in der Nacht
Beräusch im Kassenreum gehört, habe Hilfe holen wollen
aber nicht gefunden und sei auf diesem Wege Letnhalb ba2
Stunden fortg wesen. Der Sioatsanwalt, der sofor: vou
dem Diebstihl in Kenntnig gesetzt wurde, nabm selbst die
Untersuchung auf. Beti den Nachforschungen wurden Polizei⸗
unde verwandt, karnten jedoch keine Spur finden. Die
önigliche Berginspektion hat auf die Ecareifung oder Nam—
aftmachung der Täter eine vor äufige Brlohnung von 500
MNark ausgesetzt
Essen, 6 Nov. Gertüchtweise verlsulet, daß heute mor⸗
en ein Schachtmeister der Röller-Schächte, welcher das Gelt
ur Löhnung vom Bursau halen wollte weßer, Verdachtes de
diebstahle beider Berdinspektten Gladbeck yeetet morhn

ein soll. Die Untersuchung wird sehr geheimnisvoll betrie⸗
en, sodaß weder von der Polizei noch von der Bergin⸗
peftior irgend welche Auekunft zu erhalten wat. Von dew
velde selbst fehlt bis jetzt jdde Spur.
Glaͤdbedt, 8. Nor. Die Untersuchung in dem Dieb⸗
tahl der 278 000 M. hat bis jetzt den Tatet nicht feststellen
önnen. Im ganzen sind secht Personen durch den Unter⸗
uchungsrichter festzgenommen worden, darunter zwei Montenre
)er Geldschrankfabrik Pohl und Schröder, die den Geld⸗
chrank, aus dem die Summe entwenoet worden ist, vor 14
Tagen aufgestellt haben. Das gestoqlene Geld sollte am
Samstag alt Löhnung zur Auszadlung gelangen.
Straßburg, 6 Nov. Ja Niederjeutz erfolgte in der
zortigen Nikolausebrauesel eint Kesselexplosion, bei der drei
Arbeiter verbraunten.
Ofterburg, 6. Nor. Aus Baltischport unweit Peval
vird ein enormer unterirdischer Tor brand am Neeresufer
zeneldet. Verschiedene Perersburgrer Geolozgen sind dorthin
abger ist.
Berlin, 8. Wov. Es vesieht die Absicht, auf der
aiserhiuchen Werir von Wilhelmshaven
;om 1. Aprii 1910 ab die Buchführung nach kaufmänni—⸗
chem Musier einzuiühren. Mit dieser Maßnahme hat sich
er Rechnungshof des Deutichen Reiches einverstanden er—
lärt. Im Z fimmenhanag damit ist ein kaufmännischer
Zeirat angestellt, der die Beamten mit der kaufmänni—
chen Buch ünrung vertraut machen soll. Bewährt sich die
sinrschung, so soll sie später auch in anderen Marine,
taotsbetrieben eingetührt werden. Dte für die Neuerung
tötigen Mit el können erst im nächsten Etat angefordert
verden, weshalb die geplante Aenderung erst am 1. April
1910 voll in Krait treten kann
Berlin, 8. Nov. Wie verlautet, ist Geheimrat De.
on Leyden im Disziplinarverfahren von seinem Posten
ls Leiter der inneren Klinik der Charitee enthoben wor—
en. Geheimrat von Leyden, der schwer leidend ist, wird
on dem Disziplinarbeschluß nicht verständigt werder, um
einen Zustand zu schonen.
Athen, 8. Nov. Der Schiffsleutnant Spiromilios
in perfönlicher Freund von Typaldos, wurde hurch ei—⸗
ien Gendarmerie Hauptmann verhaftet, weil er mit den
MNeuterern sympathisierte.
München, 3. Nov. Ir Annathal rotte‘e sich die mann⸗
iche Jaoend aus Eifersucht geaen fremde Taänzer zusammen,
im die Rivalen zum Dorfe hinauszuprügeln. Mit den Ver⸗
riebenen gingen auch einige Mädchen, die von der Dorf⸗
ugend mit Steinen beworfen wurden. Hierbei wurde ein
Mädchen so unglücklich am Kopfe geiroffen, daß es sofort
tod war.
Muünchen 6. Nov. Auf dem Kealkwerk Fink bei Regens
hurg wurde durch Einbruch eine große Quantiiät Dynamit
Jestohlen. Die Ecmittelungen der Polizel durch Huede hat⸗
en bis jetzt noch keinen Efolg. —*
Wien, 6. Nov. In Pilsen tötete ein Angestellter der
Skoda Werke namens Johann Marik seine 26jährige Gattin
vurch Revolverschüsse und Messenstiche, verletzte alsdann sein
zjähriges Töchterchen schwer und stedte die Wohnung in
Brand. Der Mörder wurde verhaftet. Das Motiv der
Tdat ist E fsersucht.
Mohilew, b. Nov. In einem Dorfe des Kreises Gomel
zeraubten diet bewaffneten Räuber einen Branntweinladen,
öteten zwei Geistliche, die Frau und die Tochter eines
Beistlich n urd einen Lehrter uud verwundeten drei Personen
»urch Schufse. Die Täter entkamen. 34
Loudon, 6. Nev. Nach einer bei Lloyds eingelangten
Meldung aus Lourenco Marques ist der deutsche Dampfer
Gouverneur“ vollftärdiag verloren. J
rctrriachung.
detr. die Gaspreife.
Nach eingehender Beratung und Begutachtung durch
zie Bau⸗, Gas- und Beleuchtungskommission hat der Ge—
neinderat am 21. ds. Mts. folgenbes beschlossen:
Mit Rückwirkung vom 1. Oktober 1909 ab wird an
ztelle der bisherigen verschiedenen Gaspreise für Koch-,
deiz⸗ und Beleuchtungsgas ein Einheitspreis von.
tzeinh. Pfennig für ein Kübitmeter Gas festgesetzt
Die in Privatbesitz befindlichen Gasmesser sollen, nach⸗
»em sie abgeschätzt sind, durch die Gemeinde käuflich er⸗
vorben werden. Jeder Gasabnehmer hat einen Ga⸗⸗
messer mietfrei für jeden weiteren Gasmesser wird eine
Miete von 30 Pfennig erhoben.
Preis für Kraftgas (für Motoren pp.) bleibt wie bis—
her auf 10 Pfennig pro Kubikmeter bestehen; auch ist die
Hasmessermiete für diese Fälle zu zahlen.
Dudweiler, den 28. Otu. 1909.
Der Bürgermeister J'o st.

—7 k* nt
rTUnKSo
Cins Probe von dom PODTDRE ZENENTO wird gratis gesandi.
Die Neigang zu berauschenden Getränken Kann dauernd
ernichtet verden. Scdlaven der Trunksucht können jetet befreit
werden, sogar gegen
ihren eigenen Millen.
Ein har mloses Pulver,
 POUDRE ZE-NENTO
 genannt ist
erfunden worden, ist
leicht z2u nehmen, für
edes Geschlecht und
Alter geeignet und
kannd fn Speisen oder
Getrãnken gegeben
werden, selbst ohne
Wissen des Betreffenden. POUDRE 7ENENTO wird als uns
 hädlichn garantiert.
Diejenigen, die einen Trunkstchtigen in ihrer Familie oder
3ekanntenkreise haben, sollen nicht versaumen eine Gratis—
ꝰrode von dem PCOORE ZENENTO Vv verlangen. Dieselbe
rird per Brlef geschickt; Korrespondenz in denisch.
POVDRE Z7ENENTO CO.
76, Warpon Street LOXDOXN 2016, (England)
ꝰorto für Briefe 20 Psg.: ftür Postkarten 10 8

Ca. 20 Etr. prima haltbare
FV * —X
Tafelaͤpfe
ESiebenschläfer)
ber Ctr. 12 Mk. ab Station hat abzu—
Jeben

karl Wild. Malermrisser
ian NMünchweiler (Dfraopp
            
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