Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

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Waschanstalt
Fegründet 1246

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Annahmestelle bei lobann xleher. Saneidtermeister, Bannnofstr. 49. —

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rieger⸗Uertin
Ddudweiler.
Datriotisch⸗theatralische
Abendunterhaltungen
inden statt am 7. November im
okale Bayer für die Bezirke 5—8
ind am 14. ds. Pcets im Lokale Baldes (Büch) für die
Bezirke 1454. Jeder Kamerad ist berechtigt 1 Dame einzu⸗
kühren. Reservisten, die dem Verein beitreten wollen, haben
reien Zutritt.

A. T. V. D.

Am 7. November abends 8 Uhr finder
im Vereinslokale unser diesjähriges
herbllwergnügen
zestehend in
Tanz u. turnerischen Vorführungen
tatt, wozu unsere Mitglieder herzlichst
eingeladen sind, sich zahlreich zu beteiligen.
Der Turnrat.
ein bisher von Herrn Förster
Massie innegehabtes
Wohnhaus
zofweg ist per 1. Dezember o
ganz oder geteilt zu vermieten.
Näheres Philipp Büeh
Proninzialstr. 268.

Wassenbtüller-Vertin
Dudweiler.

2 Freiwillige
5* zeuerwehr
Dudweiler
Löschzug J u. D

Am Sonntag den 7. dieses Monats nachmittags 4 Uh
findet bei Kamerad Haller Gasthaus zur Post) eine
Dersammlung
tatt. Besprechung über Verschiedenes.
Der Vorstand.
— — — 7
Frauenverein „Frauenhülfe
Dudweiler.
Donnerstag, den 11. Aovember, abends 8 Uhr
Versammlung und Arbeitsstunde
m Schwesternheim. Am Sonntag, den 7 November,
aachmittags 3 Uhr, findet eine außerordentliche Mitglieder⸗
Versammlung mit Kaffeetrinken im Schwesternheim statt.
Um zahlreiche Teilnahme bittet Der Vorftand

Am Sonntag den 7. Popember
bends 8.30 Uhr im Kaisersaas
Fritz Reiter) findet der dies jährig
Feuerwehr⸗Ball
att.
Einladungskarten können bei
Zrandmeister Jennewein in Em
fang genommen werden.
erger, Branddirektor.
iqux. Curner⸗-*
 Bund
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7 Dudweiler
rTr582 3 ch ersuche den Vorstand da
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ligkritz. Aufführung eretnn
des A. T. V. D. am Sonntag,
— 7 — November möglichst zu be
Dem allgemeinen Wunsch weiter Kreise Rechnung tragend rücksichtigen.
Sonntag den 7. Nov. im Hotel „Nassauer Hof“ zum 2. mal! Der V psewde
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dit Jungsran von Orleang ie
Zronprinz Wilhelm Unschön ist Kerputenz.
1 zdie 1 ü i i ung ug! fFettleihsgkelt
omantische Tragödie an su suennd ernem Vorspiel Am Sonntag, den 7. ds. Mis. Wenaeeeeee,
von FJriedrich v. Schiller. Wor dneee eo ιιαäιαα
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noͤffnuug 7 Uhr· — Ausaus s uhr tammlokale Julius Krieger αν — —
Preise der Plaͤtze: inen diesjährigen Kräuter, Psianzen, u. Obst
aP 5 „2. Platz 30 Pig. bringen besten Stoffwechsel
nen Fiaß eee een so Herbsftball
Waͤhrend der Paufe —B * b, wozu die Mitglieder nebst geben schlanko graziöse
Verehrl. Theaterfreunde auf die 1. Aufführung kin hren feldständigen Angehörigen kigur. Zu vaben in den'
veisend, ladet zu dieser außerordentlichen Darbietung höfl Lennduchst eingladen sind. Apotheken C. unnius,
in Der Vorstand. aschen u. O. Kallmann,
n Der frühere Tanzlehrer Votz⸗ —XI —
ensky der seinerzeit an seinem Er⸗ F
heinen gehindert war, wird uns 9
»iesmal sicher besuchen und den gp s kß ff l
Zamen einige neue Tänze yor⸗ R et ujr b st l,
ühren. —2
NB. Nur neue Mitglieder sperschiedene gute, shr haltbare
annen aufgenommen werden. Sorten für jeßt und für Winter—⸗
— bedarf liefert waggonweise äußerst!
billig Max Kleeblatt,
9 darmu eum Scigensiadi (Gessenj.
NMage leidsndsn
teile ich aus Dankbarkeit gern und
saarbr. St Iohann Martiplatlhihe denwietenn yo
geoͤffnet langen — ir
Verdauungsbeschwerden ge⸗
Sonntas von 6-M —V hat. A. UIe., Lehrerin
mittwoch, 5—28 Sachsenhausfenb Fraukfurte

»osiehend aus 2 Zimmer u. Küche
zu vermieten.
Provinzialftr. 217.
Heid⸗darienhe
an jed. anf Wechsel, Schuldschein, Weri—
apiere, auch Ratenabzahlung gibt Central⸗
suro, Berlin N. 24. Rückn.

Club Fidelia.
NB. Der Reinertrag ist für den Vaterländischer
Frauen⸗Verein bestimmt. —
Gallhaus zum Kaisersaal.
Heute und folgende Tage
hausmacher Ceber⸗und
Blutwurst somie CLyoner.
Herkaufe auch außer dem Hause.

Das Diadem des Verder bens.

n Erinnerung verloren, nach einer kleĩnen Pause fork,
Ffühlte ich mich schon umnachket, da ich durch die dun—
elsten Gänge des Garkens mich in's Schloß und in
nein Gemach stahl. „Vernichtung, Sterben“ hieß mein
einziger Gedanke. Ich war der Pompadour Tochter
- mußte ich nicht erröten vor meinen unschuldigen
zindern? Vor meinen Kindern, die mir in diesem Au—
jenblick fast als Wesen des Hasses erschienen, denn an
»em Vater, dem ich sie geboten, hakte mich die schänd—
ichste Inkrigue gefesselt Erfuhr Charles jemals, daß
ch seines Bruders Weib — er mußte mich verfluchen!
Nichls nahm ich von meinem Eigentum — nur jenes
mnselige Ekui, das mir die Marquise einst in der Nacht
neiner Verbindung mit Ernst de la Haye geschenkt, und
)as ein schlichtes, kunstvoll gearbeilekes Diadem von ba—
rocker Form umschloß.
Rie hatte mein Haupt den Schmuck gekragen.
Mir war es, als müßte seine Beruhruͤng mir Unglück
ringen; das rötlich schimmernde Metall erschien mir
fels wie ein blutiger Wiederschein.
Ich steckte das Diadem zu mir. Mit mir sollke es
der Vernichtung anheim fallen; es sollte kein anders
haupt als das meine dem Verderben weihen.
Unbemerkt, wie ich gekommen, verließ ich das
chloß. Wie ein gejagtes Wihd stürzte ich vorwärks. Still
ind stiller ward es um mich her, nur der Sterne mal—
er Glanz beleuchtete meinen Pfad, und plötzlich sah ich
ie sich wiederspiegeln auf einer großen, weiten Fläche,
»on hohen Bäumen umrahmt. Der See lag vor mir,
er unergründliche, tiefe See — das Ende meines Laufes,
meines Leidens, meines Lebens! —“
Bäterlch legte der Greis die feine, weiße Hand
auf Annettkens Schulter.
vWozu sich mit der aufregenden Erinnerung quä—
en, liebe Freundin?“ fragte er sanf.
‚Der Allvergeltende möͤge Ihnen. was Sie an mir

Original-Roman von H. Hirschfeld.
14 „Gott weiß, wie viele Nächte ich unter Tränen
chlaflos verbracht habe um seinekwillen. Und doch frage
ch jedes Wesen, das menschlich fühlt, menschlich empfindet
 bin ich zu verdammen? Als ich, bald sind achizehn
Jahre über jene Stunden dahin gerauscht — an jenem
unseligen Festabend — nachdem ich vernommen, daß
inker dem Fluche der zerrütteten Nalion die Matquise
»on Pompadour, die Frau, der ich das Unglück habe,
nein Leben zu verdanken, die höchste Stuse ihrer Macht
rreicht. Daß sie es gewagk hatte, Ludwig XV. zweite
Hatiin zu werden, dem Beispiel der Mainkenonen folgend
— als ich, hintker einem Bosquet verborgen, vernahm,
vie Frau de la Haye mit einem der Gäste, der soeben
uiuf der Durchreise Senlis berührle, dem Herrn von
Juisdome Grüße sandke und gewisse Andeutkungen fallen
eß, welche mich von einem an Charles und mir began—
enen Frevel überzeuglten.
„Davon hatte sich mir eine Ahnung allmälig bereils
rufgedrängkt, je mehr ich mich von der furchkbaren
Zekäubung erholke, die sich seit dem Abend in der Ka—
»elle meines Geistes bemächtigt hattke. —“
„Und erst als dann der Fremden Reden und Scherze
nehr und mehr den Schleier von der Vergangenheit
oçgen und daß es mir immer klarer ward, Charles
Brief, der mir seine Flucht verkündete, gefälscht gewesen,
er selber kok sei oder auf ewig verloren, und ich —
eines Bruders Weib — als das Alles mit entksetzlicher
 Klarheik mir vor die Seele irat, da sah ich nur
einen Ausweg, den Tod, um von mir zu wälzen, das
Bewußktsein all' dieses Elends, dieser Erbärmlichkeit —
oder — den Wahnsinn!“ J
„Und von des Wahnsinus Schäaktlten,“ fuhr sie, wie

*
* ANagenleid en 93*
Zerdauunngsbeschwerden Stuhl⸗
verstopfung.
Ich teile Jedermann gegen Rück⸗
porto gerne umsonst mit, wie ich
mich nach langjähr. qualv. Leiden
dauernd davon befreite.
O. Mehlhorn, Drogist,
— Goßnitz 8.A. Nr. 0. -

Wie
⸗ ß * *
scüüht man sici vor KMagenleiclen?
Solchen Leiden, mit denen die Menschheit der
jetztzeit vielfach behaftet sind. erfolgreich vorzubeu—
jen und energisch entgegenzutreten, empfieht sich der
rechtzeitige Gebrauch des 55
Dr. Engel'schon Necdtar
Denn
ein kräftiger Magen und eine,gute
Verdauung *
bilden die Fundamente eines gesunden Körpers.
Wer also seine Gesundheit bis in sein spätestes
2ebensalter erhalten will, gebrauche den durch seine
rusgezeichneten Erfolge rühmlichst bekannten
* *
Dr. Engel schen Hectar.
Hieser Nectar, aus erprobten und vorzüglich
vefundenen Kräutersäften mit gutem Wein berei—
tet, übt inso ge seiner eigenartigen und sorg⸗
sältigen Zusammensetzung auf das Verdauungsystem
 änßerst wohltätige Wirkungen aus, ähnlich
einem guten Magenlikör, bezw. Magenwein,
ind hat absolut keine schädlichen Folgen. Ge—
unde und seranke können Nectar also unbe—
chadet ihrer Gesundheit genietzen. Necetar wirkt
dei vernünftigem Gebrauche förderlich auf die
zerdauung und anregend auf die SsSäftebildung.
Deshalb empfiehlt sich der Genuß des
Dr. Engel'schen Nectar
für alle, welche sich einen guten Magen öerhalten
vollen.
Nectar ist ein vorzügliches Vorbeuge-Mittel
zegen Magenlatarrh, Magenkrampf, Magen—
chmerzen, schwere Verdauung oder Verkchlei—⸗
nung. Ebenso läßt Nectar gewöhnlich weder
Stuhlverstopfung noch Beklemmung noch Kolik
ichmerzen noch Herzklopsen aufkommen, 'erhält
vielmahr guten Schlaf und regen Appetit und ver—
yütet also Schlaflosigkeit, Gemütsverstöruug, Kopfchmerzen
 und nervöse Abspannung. *
In weiten Kreisen des Voikes durch seine Wir—
zungen geschätzt, erhält Nectar Frohfinn und Le—
zenslust. v
Necktar ist zu haben in Flaschen zu M 1.50 und
. in den Apotheken von Dudweiler, Püttlingen,
Malstatt-Burbach, Völklingen, Heusweiler, St. Ing⸗
»ert, Sulzbach, Elbversberg, Friedrichsthal, Dillingen,
Neunkirchen, Blieskastel, Ensheim, St. Johann,
Forbach, Saarbrücken usw. sowie in allen größeren
ind kleineren Orten der Rheinlande und ganz
dentschlands in den Apotheken.
Auch versendet auf Verlangen die FirmaHubert
Illrich, Leipzig, im Engros-Verkauf Nectär gegen
Nachnahme oder Boreinsendung des entfallenden Be—
rages zu Originalpreisen nach allen Orten Deutsch⸗
ands porto und kistefre.
vor Nachahmungen wird gewarnt!
Man verlange ausdrücklich
px-Dr. Engsl'schen Nectar. “
Mein Nektar ist kein Geheimmittel, seine. Be—
tandteile sind: Samos 260,00 Malagawein 200,0,
Weiusprit 50,0, Glycerin 100,0, Rotwein 100,0,
Ebereschensaft 100,0, Kirschsaft 200,0, Schafgarben⸗
blüte 30,.0. Wachholderbeeren 30,00. Wermutkraut
30,.0, Fenchel, Anis, Helenwurzel, Enzianwurzel,
Kaluuswurzel. Kamillen a42 10,00. Diese Bestond—⸗
teiie mische man!

retan, lohnen,“ sprach Annekke kief bewegt. „Wie ein
Pater nahmen Sie mich bei sich auf. Für mich gab es
kein Zurück mehr. Als tot wollte, mußte ich dgellten.
ssie gaben mir ein Asyl auf Ihrer Besitzung in der
Frovinz. Sie gaben mir Nachricht von den Meinen,
Jahre lang, bis ich stark mich genug glaubke, unker
entstellender Hülle mich ihnen selber nahen zu dürfen
— und zugleich die schönste Pflicht der Dankbarkeit zu
erfüllen, Ihre Pflegerin zu sein!“
„Und dürfte nie der Tag kommen,.“— fragle Präsident,
 wo sich dieses Haar in ienem nakürlicheu Glanze
zeigt, wo von den klaren, treuen Augen die verhüllende
 Brälle sinkt, wo jenes Gebrechens künstliche Zeichen,
velches jeden Verdacht einer Einheit zwischen Dir und
der Vermißten, Totgeglaubten schwinden lassen muß,
entfernt wird und Mukter Annekte sich zu dem verwau—
helt, was sie in Wahrheit ist: Alexandrine de la Haye
ie ktreue Mutter ihres Kindes?“
„Niemals!“ entgegnete Annette mit fester Stimme,
„es sei denn, daß Gott, wie einst zu Ihnen meinen
»chritt, unabweislich meinen Willen lenkt.“
Der Eintritt eines Dieners unterbrach das Gespräch
der beiden Hausgenossen.
b8 der Pflicht gemäß meldete er Mademoiselle de
a Haye. *
Herzlich begrüßte sie den Greis und schloß Mutter
Unnelte in ihre Arme, die ihr mit liebender Besorgais
 ins Antlitz blickte.
„Was ist geschehen!“ fragke sie. „Du bist so bleich!
zat die Großmutter Dich geladelt? Sie sieht nicht gern
)ein Hiersein, ich weiß es, oder,“ ihr Ton klang
chmerzlich, „ist es wieder Norbert, Dein Bruder, der
Dir Kummer bereitet? Ach nicht Dir allein!“
Einige Minuken enstand langes Schweigen, ehe das
Mädchen die rechten Worke fand.
            
Waiting...

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