—* regeimaßige Vermehrung erkennen und auch im
aufenden Jahre scheint diese fortzuschreiten. Bemerkens⸗
vert iit die Zunahme der Deutschen und Elsaß—
gothringer in den letzten Jahren; während näm
shy905 nur 272 Deutsche und 131 Elfaß-Lothringer sich
ür die Legion werben ließen, stellten sich diese beiden
Ziffern n Jahre 1908 auf 307 und 939. In dem VBe—
xvᷣichte. wird aber auf eine sehr bedeutende Unannehmlich
eit hingewiesen, die darin besteht, daß die Franzo⸗
en, biensich für die Fremdenlegion stellen, in phyßscher
vie morgalischer Hinsicht immer mehr zu wünschen übrig
assen. Bedauerlich sei ferner die Feststellung, daß die
Zahl. der Naturalisierten, die die Elite der Legion bilden,
manfhaltsam zurückgehe. Während sie nämlich 1900 noch
16548 betrug, ist sie für das vorige Jahr auf 853 gesum—
en. Das müsse auf die Entscheidung des Staatsrates im
Jahre 18042 zurückgeführt werden, derzufolge die Natura—
isierung nicht mehr Vorbedingung für die proportionel!e
bensionsberechtiguna nach 15 Dienitahren ist,
Heer und Flotte.
— * Die neuen Felduniformen und der neue Ka
abiner. Für die Infanterie besteht die Felduni—
orm aus graugrünem Tuch und man vernimmi, daß diese
errallen Infanterie-Regimentern vollzählig hergestellt ist
ind auf ven Kammern liegt. Auch die Entscheidung über
ie Feldunssorm der Kavallerie ist gefallen. Sie be—
eht ebenfalls aus graugrünem Tuch, das Lederzeug aus
uunkelbraunem Leder. Der Schntt der Uniformen ist aber
richt gleichmäßig, ebenso die Kopibedechingen. Beide wer—⸗
ven den Friedensuniformen der verschiedenen Waffengattmgen,
Husaren, Ulanen usw. ähneln. Die Bandeliere
verden durch Leibriemen mit fünf Patronentaschen ersetzt
werden; von diesen werden zwei rechts, zwei links und
ine auf dem Mücken getragen. Diese Patronentaschen neh—
nen 65 scharse Patronen auf. — Nun wird auch der
ieue Karabiner, der eine Visierung bis zu 200 Meier be—
tzt und das S-Gexhoß verschließt, endgültig eingeführt.
Reser Karabiner ist mit einem Balonett versehen, und
siermit ist dem Gesecht zu Fuß der Kavallerie das Ge—
xäge der vo lkommensten Offensive gegeben. Die Lanze
Neibt die blante Waffe der Kavallerie erster Bedeutung.
der Karabiner wird in einem Lederfutteral über die Schul—
ern getragen. Es ist erfreulich, daß die Aussicht wächn,
insere Reiterei mit einer Schießwaffe versehen zu wissen,
zie sie für ihre Aufsgabe des modernen Krieges befähigt.
TDTas Siechtum in Frankreich.
In Frankrench beschästigen sich die Blätter wie—
ber einmal angclegentlich mit dem Rückgang der Be—
pöltkerungsziffer. Im vorigen Jahre war eine
Jeine Besserung festgestellt worden, in der ersten Hälfte
ves laufenden Jahres ist sedoch die Besserung nicht bloß
sesschwunden, sondern es ist ein abermaliger Rückgang
ingetreten. Natürlich beschäftigen sich die Blätter auch
wieder mit den Ursachen des Uebels und mit den Vor—
schlägen zu seiner Heilung. Bemerkenswert ist, was der
bekaunte Senator deEstournekles de Constant über die An⸗
gelegenheit im „Matin? üußert; er chreibt: „Ich glaube
nicht an die, Wirlsamleit der Prämien, aber ich sehe, daß
aunfere siskalische Gesetzzebung eine umgekehrte Prämie
uusstellt; sie begünstigt nämlich die Ehelosigkeit, die un—
ruchtbaren Ehen, die Vernachlässigung und die Ausbeut—
uing, der Frau In der Tat aist es unsere ganze soziale
Arganifation die den Vater und, dig Mutter dafür strast,
35 sie Kinder haben. Das, Kind ist nijcht geachtet und
aicht gepflegt wie es im Altertum war und in anderen
Ländern noch ist. Sobald unsere Kinder geboten sind,
geben wir sie einer Wärterin, dann kommen sie in die
indetaätten, in die Internate, bis sie Soldaten werden
oder sich verheiraten. Ein Familienyater würd leicht lät
herlich, unsere Kinder werden nicht Kinder sondern Rau—
gen vder Knirpfe geuannt, und wir finden das geistreich,
In der Sladi ist dine Familie Lurus; mit der Eöhelose
vird entlastet, ais wenn er der nüblichsie Diener des Pap
erklandes wure; die indirekten Steuern Ilein belasten hg
ur für eine Person, während sie ejne Famitie mit dren
indern für fenf Personen belasten. Die Fowilienmutter
indet keine Anstellimg und der Fen ehe Bohn
unt teurer bezahlen, da Familien mit Findetn uind Hun
den anständigen Hausern nur mit Vorbehalt gufgrnom⸗
men werden. Auf der Eisenbahn in die Familie ein Ab⸗
scheu fur die Retfenden und ste mutz fur die zahitfichen
helofen Beamten zalen, die unt ritaren fahren Sig,
si es, die immet ahlen miuß; sig It es die nmet über
afig it, Vtan wird das dicht so hald nderti. denn
ste daße Ergepnts alder sraug otscher Siutten die Frucht —
Ziwvitifat on deß Wohlstandetz deg gartitartsmus Im
merhin, meint det Hert Senotor zum Schluffe tönute man
mancherlei tun. Man könnte die Sterblichkeitsziffer ver⸗
mindern, den Kinderz üund. Muitterschutz guisdehnen, die
Jugend vor dem Alkoholismus und der —RR
schußend wenn vier Franzosen gesünder würden so würden
sit vald uch zahlreicher werden. Das ft richtigz aber
ati guteir Lehren und Muatschlagen hat es niemals ge
sehll wohl aber an deren —— Und ss wird et
wveohinnoch tange bletben. ee e n
57 7 . —
— —v—
bq Hadem des dergerheng
, Ii. 27
Originab Roman von⸗ He H icr schef gilid. I m
Une hene Ssutze woar ihm noch Immern, i73 aͤn
diener gewöhnk wan seit Jeinern Jugendzeit, und gderen
Macht fich zueintziehen, er nicht im Standen war, denin
Ernfi de b Haye, der Stiefbruder Charles pon tezien
res der Eohn des Herzens seiner; Mullenen augr er
mfig Rechnenderns ι, nn m”ιt
WGaltken; hatbe die DNmg n *
mitternder sechzger Jahre stahende Dame:. tubarlebt
Stermat in ihremi Auseren wenig nerändert. cngie⸗truge
emeRobe von grütrer Seide, ihren: Lieblings sarhe n
aee e geeee
dos schlecht zu dem scharfgezeichneten Brofil andisdem
zelblichen Teint paßte.
Ob sie daran dachte, daß fie, wie einst des Gatten,
ede de alefes Simn nen ver funtenẽn Sohnes-Schuller
e dideibe Frage aw dieien richtend, wie einst anench
veroleschen Ursache halber? eSäει—H uνö
gehtobs chlimene Ernftie fragten sie 130 ipd Snpfn
usatzern es uhrt gehebter Sohn werz 3u dem ee
ta hone Ve Stimme der Madamederlaczane moch
enen Fchetfen, spitzen Tonse der ihr bercüuse von
nn Pab. σ αα emnn 72
ner Ancekebelkeschreikte: empor.nnavis dcui nod —
Beht. linnn Mutter.Nerwiderte ernte Ich woltte
he ee Toteneien Vorwurketzu niachen wter un
er derstorbener Keer vt was wenitzer gls »grunde sennenet
gelebt bud fetucn Nachk omusen Schlogede la Hawsi auf
inem sichtken Fundam ent, hiter ahen hatte. vnsa aun
Als mik dem zw tlelsnen Ruh ne emste das u gusso
reéieste Haus in der Ruude géweseurzu sein. Verschul⸗
ung, Armin, Ruin' gähnen mit? eirsgegemze wöohitAch
Alicke. Unsere Verhältnisse iind schlemter als zu iones
Gerichtszeitung.
J Saccharinschmuggel. Vor der Strafkammer Frei—⸗
urg i. Br. wurde ein umfangreicher Saccharin—
chmuggel-Prozeß verhandelt. Ange lagt war In⸗
senleur und Maschinenkonstrukteur Wilh. Heyden aus
kdostock, seit 1901 in Zürich, zuletzt in Basel. Von dort
us soll er nach der Anklage Saccharin eingeschmuggelt
aben. Eine Hqussuchung ergab Material, das die Be—
örde für belastend hielt. Als man an der Grenze Sac—
harin beschlagnahmte, führte die Spur zu einer Dame,
nit der H. in der Schweiz in Verbindung gestanden hatte
leugnete jede Schuld sowohl während der zehnmonaß
ichen Untersuchungshaft, als auch in der Hauptverhand
ung Tie erwähnte Dame hatte ihn durch ihre Aus a—
sen belastet, kam aber der Ladung, Zeugnis vor Gericht
Szulegen, nicht nach. Das Gericht hiort H. für schildig
nsechs Fällen und verurteilte ihn zu 11 Monaten Ge—
ugn's, 2800 Mart Geldstrase und weitTen 1075 Nar
ze!dstrafe für eingesöhrten Süßstoff.
Kunst nud Wifsfenschaft.
5 Ein Mittel gegen Syphilis. Der veiaunte Frant
trier Geheimrat Ehsrhiscch machte bei einem Voricast
m Kaiserin Friedrich-Hauie in Berzin eine Mineituna.
ne berechtistis Aufsehen erregen dürste. Ehriich berichtee
soer Erperimente, die er gemesnnsam mir seinem Assisten
en aus Japan an Kaninchen gemacht hat. Es wurden
nittens des syphilitischen Giftes Geschwüre an dem Ver—
uchstiere erzeugt, die mit Hilse eines neuen von Ehrich
efundenen Mittels in wenigen Tagen wi:trder zum vol
andigen Verschwinden und zur Ausheilung gebracht wur
en Der Gelehrte drückte sich hinsichtlich der Uebertrag
ing dieses höchst bedeutungsvollen Ergebnisses auf di
zehandlung der Syphilis beim Menschen mit sehr große
zurückhalung aus und erklärte, daß an eine Verwend
ing des neuen Mittels zur Verhinderung der menschli
hen Syphilis selbstverständlich nicht eher gedacht werde
znn als bis weitere sehr sorgfältige Versuche in Kran
⸗nhätssern zu näherem Ausfichluß geführt haoen
Vermisechtes.
Das älteste Ehepaar Deutschlands. Das seltene
dest der eisernen Hochzeit beging kürzlich das Ehepaai
Ajuh hlee
Ab⸗ Das A Ehe pa ar Vo p. ο.
drücke in Unna in Westfalen. Der glückliche Bräutigam
st 92 Jahre alt, die Braut zählt 87 Jahre. Beide er—
reuen sich der besten Gesfundheit.
Nervosität. In unserem Zeitalter gewiß ein höchs'
ituelles Thema, uͤber das der Chefarzt des Dr. Wigner—
chen Kurheims in Garmisch Dr. Marcuse vortrug. Nach
mer wissenschvftlichen Erklärung des Begrifses der Nervo—
tät und ihrer physiologischen Entstehung deckte er die man—
igfachen und langen Beziehunzen zwischen unferen wirt—
haftlichen Daseinsformen und der riesig überhand neh—
nenden Nervosität der Kulturvölker auf. Der Redner zog
inen Vergleich zwischen dem ästhetisch frohen Arbeits—
eben früherer Jahrhunderte und den modernen Betrie—
»en, wo ein unerbittliches „Du mußt“ und die Monotonie
»er Arbeit das Gefühl der Unst viel stärler aufkommen
äßt, und führte all die Reiz- und Erregungsmomente
uuf, die das neuzeitliche ut und Wirtschaftsleben
nit sich bringt. Die Nervositzkzeigt sich auch in der Füll
mg der Sanatorien. Interéssant ist die dort gemachte
zeobachtung, daß z. B. Maschinenarbeiter, die sich an
as Rasseln der Arbeitsmaschinen gewöhnt haben. durch
nel geringere Gerausche, wie das Läuten von Kuhglocken
n Erregung kommen, oder Einlegerinnen, die das Ge
pͤse der Rotationspressen kalt läßt, durch das Klapperr
jon Stricknadeln nervös werden. Der Redner besprach
»ann die wohlbegründeten Bestrebungen der Antilärm
rigg, wies auf die Nervosität in unserer Literatur, Musi—.
ind Kunst hin und hob hervor, daß auch unser modernes
seiweden eine Quelle nervöser Erkrankungen sei.
Us Mittel zur Bekämpfung dieser Zeitkrantheit empfad!
reine vernünftige Selbsttrainierung. Wunder wirkte nack
einern Erfahrungen in Sanatorien * Angewßhnuna
zeit, da der Vater noch nicht das Erbe meines Bru—
ers einem Befitze zugesellen durfte. Ich glaubtke, daß
venigstens ein Teil meinen Kindern zum Notheller ver⸗
leibenß würde. Es zerrann wie Schnee unter seinen
änden. Es brachte keinen Segen ein ungerechtes Gut.“
Ich biste Dich, Ernst,“ bat die Mutter, „reiße Dich
us dieser melancholischen Stimmung heraus, die ich mit
chreckem sich von Jahr zu Jahr vergrößern sehe. Was
eschehen istn — ist geschehen — hat sich einer von uns
zorwurfogu machen — Du bist es nicht — und,“ fuhr
onmit leiseren Stimme fort, „ist es wahr, daß es dro⸗
en eir Gerkht gibt für die Tolen — nicht Dich wer—
en siey anlbagen.“
SollsmirxoIhr Trost eine Beruhigung sein, Mutter?“
ragte Ernft des la Haye. „Weiß ich nicht, das Alles,
vos Hianouf sith luden, um meinetwillen geschah, daß
ze mnoemich zu Mitteln griffen, die ich, in der unse—
igen Perbtendung der Leidenschaft befangen, nur zu spät
us angerect xrtuunnte. Wenn es ein Mittel gäbe, Sie
unen tsuhnen, odie ich liebe — vielleicht die Einzige,
vie ich der Ein zige bin und war, der sich Ihres Her—
zens ganz und voll erfreut, ich gäbe mein Leben dafür
in x tönntentcy) Verbannte, Berschollene zurückrufen
us nermessener Ferne, könnte ich Tote lebendid
tachewod·190 In
AFernennut Tote!“ unkerbrach ihn Frau de la Haye.
„Wer furb Diriowb die Fernen fern die Toten wirklich
ot sindꝰ ut ι
Hatoannan geitetiFahren wiederhole ich es — haf
tin udagi Geicho Deiner Galtin Alexandrine je aufgefun—
den, seit sie an jenem Festabend vor achtzehn Jahren
Ashtycnt vbtschwund, mud nur Kleinigkeiten ihrer Toi—
erte ucauf CDderne Teiche schwimmend, auf des Selbstnordés
oder Unfalles:Spur leiteten? Wer sagte Dir—
dy rsre nichte gefld Jenp zu rihm geflohen ist ?“
Und ich'aäantworte Dir wie ieit Jahren,“ versekk«
ter gewissen Auhe, so daß z. B. yajtig jprechende Pa—
ienten langsam sprechen, schnell gehende langsam gehen
ernen, daß man sich auch die Hast beim Essen abge—
vöhnt usw. Eines der wirksamsten Heilmittel sindet er in
inem vernünftigen Sportbetrieb, namentlich in der Pflege
»es Wintersports, zu dessen Förderung allerdings das
Verkehrsministerium befßere Zugsverbindungen schafsen
ollte, damit die Benützung der Sportplätze nicht zu ei—
ner Hetzzagd werde. Sehr schädigend sei, daß das mo—
derne Erwerbslegen viel zu gering bemessene Erholungs—
»ausen gestalte, und daß diese auch vielsach unvernünftig
zusgenützt werden, indem man der Vergnügungssucht auf
dosten der singemein notwendigen Nachtcuhe fröhnt. Als
vettere Mittel zur Bekämpfung der Nervosit't beze chnete
Dr. Marcuse noch die Enthaltung von alloholi'chen Ge—
rußnietteln, die Wahl einer weniger eiweißreichen Nahr—
ing und die Zurückdrängung der Fleicchkost. Schlie blich
prach er den Wunsch aus, daß es der Zukunft gelingen
nöge duech die Schaffung geeigneter Daseins ormen auch
er Nervosität Herr zu werden; das beste Wittel hierzu
ei der Witle zur Besserung
— — ——— αα
Marokkauische Kriegslist.
Sein Monaten wahrt schon der spauissche Fesdzug am
ri: aus der alänzenden spaniscken „Wafsentat“ ist ein
rm derdes, zetmürbendes Einerlei täg icher Läaner Vor—
o tengefechte und Scharmitzel geworden, wobei meist die
zpan er, wenn Sie nicht in der Uebermacht ichtech; ab—
chneiden Trotz der großen Truppenentsendungen haben
zie Spanier den aut bewaffneten besser verpflegten grau—
*3
—
5
amen Gegnern, die alle nur erdenklichen Kriegslisten er—
inden, eine entscheidende Schlappe noch nicht beibringen
zunen. Auf welche Kriegslisten die Kabylen dabei ver—⸗
allen, zeigt unser heutiges Bild. Die zottigen maurischen
—„chäferhunde werden mit marokkanischen Gewändern und
kurbanen bekleidet, gegen die Spanier getrieben. Sie bie⸗
en dabei aus der Ferne den Anbück heranbriechender
abylen, verleiten die Spanier zu vorzeitigem Feuer und
Ferraͤlen deren Stellungen zu frühb.
2542
Humoristische Ecke.
Auf der Duut. Glückshafen.) Tochtet: Du
Nama, jetzt hab ich am Glückshafen ein Paar Hosenträ—
ler gewonnen. Muttter: So, jetzt such' Dir nur einen
assenden Mann dazu!
Parseval in München. Erster Münchner:
Donnerwetter, wenn das eine Weißwurst wär'l Zweiter
Münchner: Da brauchte man ja einen Zentner Senf dazu!
Einst und jetzzt. Früher hieß es beim Fleisch—
rauer: „Was? Das Stückchen Filet kost't zwei Mark? Na,
jör'n Sie, Sie sind ja der reinste Apotheker!“ —
detzt kann man bald beim Apotheker hören: „Was?
die Medizin kost't zwei Mark? Na, hörn Sie, Sie sind
a der reinste Bankmestzaer!“
Ernst. „Das häkte Alexandrine nie getan — die AMut⸗
er ihrer Kinder konnte sterben, da sie allmählich zur
zesinnung kommen mußte, daß man mit ihr ein furch
Jares Spiel der elendesten Intrigue gelrieben hatte. Sie
Innte fterben, verzweifelnd vor Scham, die Tochter
ener Narquise von Pompadour zu sein, von der sie
ein Spottlied des eigenen Sohnes belauschte, daß Nor·
hert der Dienerschaft abgehorcht halte. Aber ihre Kinder
erlassen — um eines Anderen willen — und wäre die⸗
er Andere selbst Charles — niemals konnke sie das kun—
uemals!*
Er sagte dies mit solcher Bestimmtheit, daß seine
Mutter keine Erwiderung wagle.
Alexandrine,“ sagle sie einlenkend, „war stels zur
zchwarmerei und zur Schwermut geneigt. In der kurzen
zeit ihrer Ehe mit Hir emp fand sie niemals etwas Freude.
zlanche, meine Enkelin scheint ihrer Mutter Raturell
geerbt zu haben, und es ist ein gefährliches Naturell!“*
ügle sie hinzu.
O, tiadein Sie nichts an Blanche,“ rief Ernst in un⸗
ewohnter Lebhafligkeit. „Sie ist der Sonnenb lick meines
daseins. Was wäͤre ich ohne sie, die lebende Erinnering
an die Geschiedene? Sie ist der sanfte unschuldsvolle
Engel, der mir die Wunden heilt, die meinem
Herzen das Bekragen meines Sohnes schlägk. In Norbert
rächt sich was wir an Charles verbrochen haben!“
Du bist ju strenge, zu pedantisch, Erust,“ warf Frau
de ia Haye ein. „Ich nehme meinen Enkel in Schutz. Er
st ein junger Feuerkopf, der sich auskoben muß. Senlis
nit seinen *kleinstädtischen An sichien ist gar zu eng für ihn.
r muß nach Paris!“
„Um dort, erfaßt vom Strudel des vergnügungs—
eichen Lebens, vollends zu verderben? entgegnete
crn. —
Hn—