Cokales und Dermißchtes
Dudweiler, 1J. Februar.
Z Die Hoffnung der Stadt Mestz, daß Zeppelin 1 hier—
ser ftalioniert wird, scheint sich erfüllen zu wollen. Die
Luftschiffhalle bei dem Metzer Truppenübungsplatz Frescaiy,
ie schon im vorigen Jahre angefangen, aber durch einen
Zturm teil weise zerstört wurde, wird nun doppelt so groß
zebaut. Die Arbeiten haben bereits begonnen.
Z Wie allüberall im Vaterland sowohl wie auch im Aus—
ande, wo die deutsche Zunge klingt, wurde auch in Dud⸗
veiler der Geburtstag unseres allverehrten Kaisers geseiert.
ks würde viel zu weit führen, wollten wir alle die Vereine
ufzählen, die aus Anlaß dieses Tages festliche Veranstalt—
ingen getroffen. Alle gaben sich Mühe, den Tag festlich
ind würdevoll zu begehen. Das offizielle Festessen Ser Ge—
neinde war von 71 Herren besucht. Herr Burgermeister
Fost brachte auf demselben in glänzenden wohldurchdechten
Worten das Kaiserhoch aus, Auf der Grube war am Sams⸗
ag abend die offizielle Feier, bei welber Heir Bergrat Neff
Se. Majestät in längerer Rede seierte. BRuch gestern hatien
ioch verschiedene Vereine Feiern — alle Verunsteltungen er«
rachten den Beweis boher Liebe und Verchrung für unsern
daiser.
Am Freitag abend gegen 7 Uhr wurde auf dem Büchel
n die Wohnung des Bergmannes Herin Johann Wilheim
ingebrochen und ein Gelobetrag von 270 Mark gestohlen.
Um die angegebene Zeit befand sich niemand im Hause Ein
Dieb benutzte diese Gelegenheit, stieg durch ein Fenster in
zie Wohnung und machte sich das vorhandene Baargerd zu
igen. Dieser Diebstahl kann kur von einer mit den Ver—
rältnissen vertrauten Person begangen worden sein.
F Die diesjährige statntengemäße Generalversammlung
Jer Knappfchaftsältesten vom Saarbrücker Knappschaftsverein
and Freitag morgen im großen Saale der „Tonhalle' hier—
elbst statt. Als Vertreter des Königlichen Oberbergamtes
var Berghauptmann Baur erschientn. Die Feststellung der
Bräsenzliste ergab die Anwesenheit sämtlicher 107 Aeltesten
reiter der Versammlung war Herr Geheimrat Cleff, welcher
zie Verhandlungen um 10einvlertel Uhr eröffnete. Er be—
nüßte die anwesinden Vertreter der Werlsverwaltung sowohl
vie die der Arbeiter und gedachte der zwei im vorigen
Jahre verunglückten Aeliesten Düpong und Balzer, deren
Andenken durch Eidbeben von den Sitzen geehrt wurde. Da—
auf wies Hetr Berghauptmann Baur auf den Zweck des
Lereins hin, welcher nur die wirtschaftliche Wohlfahrt der
Pitglieder im Auge habe und bat die Vertreter, sich bei den
Verhendlungen nur von diesem Gesichtspunkte leiten zu
assen und demgemäß zu handeln Herr Gehtimrat Cleff
varf hierauf einen Rückblick über das verflossene Geschäfts
ahr. Danach steht die Pensionskasse sehr gut, während die
zrankenkasse ein großes Defizit aufzuweisen hat. Sie sank
m Jahre 1907 von 600 000 M Bestand auf 300 000 M
zerab und wird gegenwärtig auf 100 000 Mark gesunken
ein. Die Aeltesten wurden gebeten, mit allen Mitteln da—
cauf hinzuarbeiten, die Krankentage um einen möglichst hohen
Prozentsatz herabzudrücken. Um die Kasse lebensfähig zu
erhalten, hatte die Aussichtsbehörde beschlossen, den wöchent⸗
ichen Kassenbeitrag um's Pf. zu erhöhen. Bei der Er—⸗
zänzung des Vorstandes wurden seitens der Arbeitgeber die
Bergräte Neff und Losch gewählt, als Ersetzmänner die Herren
Bracht, Müller und Dr Brunzel. In den Ausschuß zur
Festsetzung der Krankenkassenbeckräge wurde anstelle des ver⸗
inglückten Aeltesten Düpong der Aelteste Michael Becktr per
Akklamation gewählt. Verschiedene Anträge der Aeltesten
ruf Statutenänderurg wurden als nicht zulässig erachtet
»der als zu spät eingegangen bezeichnet. Verschiedene Re—
olutionen wurden dem Vorstand als Material übermiesen.
Die Versammlung wurde um 11 Uhr vom Vorsitzenden
Beheimrat Cleff geschlossen. (Et. Joh⸗Sbr Volksztgu)
F Die Fortschu'tte der Verkehrstechnick und das deutsche
deer. In den letzten Jahren ve folgt ussere Heeret virwral—
ung die Entwickelung der Verkehrstechnk mit großer Aufnerksamleit.
Am besten kommt dies durch den Militäretat
sum Ausdruck, der im Vorjahrte zu Bischaffungen, Anlagen
and Versuchen auf verkehrstechnischem Gebiste, Beihilfen zu
militärisch wichtizen Unternehmungen dieser Ait 18607651
Nark, im neuen Etat 2708 751 Mark auswirft. Nach lan⸗
jen Veisuchen ist es im Vorjahre der Heeresverwaltuug ge⸗
ungen, einen kriegebrauchbareu Typ für Lastkrastfahrzeuge
u sinden. Dieser Typ ermöglicht einen wirtschaftlichen Be⸗
rieb, dazu gehört: hohe Betriebssi—erheit, zuverlässige
Zauart, geringer Verschleiß und niedriger Ausbesserungsbe⸗
arf, geringerer Betriebsstoffverbrauch, hohe nutztonnen⸗
ilometrische Leiflung, sichere Mitführung eines Anhängewa⸗
sens und gute Fahrgeschwindigkeit. Durch diesen bewäbrten
Typ dürfte die Heeresverwaltung endlich einen Einfluß auf
die Konstruktion zukünftiger Wagen gewinnen und es ist zu
joffen, daß auch Private Typen benutzen werden, die den
riegsmäßigen Anforderunzen entsprechen. Auf diese Weise
väre es möglich, im Laufe der Jahre einen den Kriegsbe—
jarf deckenden Park kriegsbrauchbarer Lastkraftwagen im
ennde heranzubilden. Um den „kriegsbrauchbaren Typ“ im
Lande zu verbreiten, sollen Subventionen gewährt werden,
un solche Private, die ihre Lastkraftfahrzeuge nach diesem
Typ bauen. Hinsichtlich der Form der Subvention soll nach
dem Prämiensystem verfahren werden, und zwar sollen in
Betracht koemmen Bauprämien an Fabriken für besonders
sute Leistungen im Baue krliegsbeauchbarer Fahrzeuge, Be⸗
chaffungeprämien für Käufer, um die Mehrkosten des von
hnen erworbenen Armee⸗Modells gegenüber denjenigen eines
ur ihre Verhältnisse ausreichenden billigzren Fahrzeugs aus⸗
uglaichen, Betriebsprämie für Betriebsunternehmer als Entchädigung
sür die höheren Betriebskosten des kriegsbcauch⸗
‚aeen Systens, Fahrprämien für besondere anzuerkennende
deiflungen, Beiriebsftoffprämien, Instandhaltungeprämien,
Besellschaftaprämien für Gesellschaften, die sich mit der Ein—
ührung von Armeelastfahrzeugen beschäftigen und einen
olchen Betrieb selbst ausfuhren, falls ihr Unternehmen ⸗nach
er Zahl der eingestellten Wagen und der wirtschaftlechen
dedeutung besonders militärischen Wert erlangt.
ZRach den vorläufigen Ermittelungen der Knappschafts⸗
Zerufsgenossenschaft ist die Zahl der zur Anmeldung gelang⸗
en Unfälle im deutschen Bergbau im Jahr 1908 gegen das
Sorjahr flark gestiegen, nämlich von 82 465 auf 103 582,
mithiu um 11 127 oder 12 Prozent. Die Zahl der Ber—
etten, denen im Jahr 1908 zum erttenmal Entschädigungen
jezahlt worden, in gegen das Vorjahr um 530 oder 4,7
Prozent, die Zahl der Unfälle mit vorübergehender Erwerbs—
Aufähigkeit um 1403 oder um 7 Prozeut gestiegen. Unter
den tödlich verlaufenen Fällen sind die Opfer von Radbod
einbegriffen. Wenn sich diefes entsetzliche Unglück nicht er—
iguet haͤtte, wurde die Zahl der bei der Arbeik verunglucken
Leute geringer seien als im Vorjahr.
8 Etn heiterer Druckfehler findet sich in einem vom Miuisterialxcat
Antoni herausgegebenen Buche über Hochbau—⸗
vesen. An einer Stelle ift in diesem Werke yon dem
Meistertitel die Rede und mit Bezug hierauf gesagt: „Der
Meistertitel gibt keine Gewähr für Tüchttigkeit und Braucharkeit.“
Der Druckfehlerteufel hat uun boshafteiweise aus
dvem „Meistertitel“ einen „Ministertitel“ gemacht, so daß in
dem von einem Großh. Bad. Ministerialrat herausgegebenen
Werke also zu lesen steht. „Der Ministertitel gibt keine
Zewähr für Tüchtigkelt und Brauchdarkeit.“ (Au!) —
8Reden, 30 Jan. Auf der hiesigen Giube sind
gestern bei der Schleßarbeit die Bergleute Born von Ober—⸗
irchen und Scheib von Schiffweiler schwer verunglückt.
8 Trier, 30. Jan. Ein zugereister Bäckerbursche
choß in einer Wirtschaft wegen veirschmähter Liebe auf ein
Maädchen, traf aber nicht. Ec richtete dann die Waffe agegen
ich und verletzte fich tödlich.
8 Freiburg i. Br. 1. Febt. In Eschbach kamen
hei dem Brande eines Hauses die drei Kinder des Arbeiters
Weiler im Alter von 3, 5 und 7 Juhren ums Leben.
8Jeekaterinnoslbaw, 29. Im Scherbinabergwerk
türzte ein grotzer Eisblock auf eiafahrende Bergleute herab.
5 Versonen wurden getötet und 22 vepvletzt.
Machen, 30. Jan. Masfsfenkuündigung.) In
der Eisengießerei von der Hecden haben sämtliche 50 For—
ier und Gießereiarbeiter gekündigt, weil die Firma ei—
nem Arbeiter wegen seiner mangelhaften Leistungen ge—
undigt hat.
(c) M.⸗Gladbach, 30. Jan. Mas alte vVied)
Ais das sechsjährige Töchterchen eines Webers Petroleum
is Herdfeuer goß, um das Feuer anzufachen, explodierte
e Petrolenmkanne und das Kind erlitt so schwere Brand—
„unden, daß es im Krankenhause starb.
) Wi⸗Gladbach, 30. Jan. (Jugendliche 6Ex⸗
»refseri) Vor der hiesigen Straffkammer hatte sich
er Ürjährige Buchdruckergehilse Wilhelm Schröder aus
tzeydt wegen versuchter Erpressung zu verantworten. Er
atte im November v. J. an eine dort wohnende Rent—
lerin einen Brief gerichtet, worin er sie aufforderte, an
er bestimmten Stelle 500 M. niederzulegen, sons'
rürde ihr Haus in die Luft gesprengt. In einem zwei
en Briefe wurde die alte Frau mit Ermordung bedroht
zu ihrer Angst eeea in sie ihr Haus und wollt—
se verlangte Summe opfern. Die Polizei erfuhr jedoch
on der Sache und nahm den Angeklagten sest, als er
as Geldpaket abholte. Das Urteil lautete auf drei
donat Gelängnis, jedoch soll Sch. mit Rücksicht auf seine
zugend zur bedingten Begnadigung vorgeschlagen wer—.
An. Bei einer Haussuchung in der Wohnung des jun—
zen Mannes hatie man ganze Bände von AIndianer—
ind Detektivgeschichten gefunden.
) Krefeld, 30. Jan. (Der Täter?) In Viersen
na kfürzlich der Wirt Prell mit Frau von drei ver—
zummten Personen überfallen und geknebelt worden. Es
vurde dabei 500 Mark geraubt. Jetzt hat man einen
er mutmaßlichen Räuber, den Metzgergesellen J. Schnei⸗
er aus MGadbach, dessen Schwester bei Prellal—⸗
dellnerin tätig war, festgenommen
* Dir meuternden Militärschüler. 40 der unlängsi
u Konstantinopel meuternden Militärschüler, deren Ka—
ern. dauernd von den Truppen bewacht wird, sind al—
lrrestönten nach dem Kriegsministerium gebracht worden
*In den Flammen umgekommen. In der ober
chlesischen Ortschaft Wirschkowitz brannte die Besitzung
es Eigentümers Jagel vollständig nieder. Die Witwe
Zeittasch; und ihr 8jähriges Enlelkind konnten von der
zeuerwehr nicht mehr ins Freie gebracht werden und ver
rannten. Der Eigentümer Jagel wurde als der Brand
tiftung verdächtig verhaftet.
*Woölfe. In ganz Spanien herrscht strenge Kälte. Dit
Lonije kommen in zahlreichen Rudeln aus den Pyrenäen
zu Almacellas wurde eine ganze Schafherde von ihnen
errissen. Alle Berge sind mit tiefem Schnee bedeckt. Es
errscht infolgedessen in mehreren Dörfern große Not.
* Zum Erdbeben in Jialien. Der Bürgermeister
»on Messina strengte eine Schadensersatzklage gegen alle
zlätter an, welche ihn beschuldigt haben, wegen Unter
chlagungen zu Ungunsten der durch das Erdbeben Ge
dädigten verhaftet worden zu sein. — Die Substkriptior
llein in Italien für die durch das Erdbeben Geschädig
»ihat bisher 80 Millionen ergeben. Hiervon stanmmer
Millionen von der Banca d'gItaliana. Der Papst spen
ete 214 Million, der König 2 Millionen, die Königit
200 000 Lire. Der „Corriere della Sera“ hat 2 Mil
ionen gesammelt. Die Sammlungen der übrigen italie
tischen Blätter ergaben insgesamt 7 Millionen.
*Bsutiger Nusammenstohß. Die Einwohner von Afi—
iaug in der Nähe von Rom, welche Anspruch auf der
rundbesitz des Prinzen Borghese erheben, drangen ir
»as Gebiet ein und begannen Holz zu fällen. Die Auf—
eher des Prinzen schritten ein, und eßs kam zu einem
Autigen Zusammenstoß. wohei viw Rauern aetbtet wor.
)en sind.
RNockefellers Einnahme. In der letzten Zeit ist viel
non den fabelhaften Einnahmen der Standart Oil Cop. ge
redet, die alles bisher Dagewesene übertreffen. Wie hoch
ich das Verdienst des Herrschers dieses Oiltrusts, des be
aunten „Petroleumkönigs“ Rockefeller, beläuft, können wir
etzt ziffernmätßig angeben. Laut Aussage von Mer. Til—
ord, des Schatzmeisters der Gesellschast, besaß John D.
dockefeller 256854 von den 972 500 Altien des alten Tru
es. Nach dessen Liquidierung im Jahre 1899 erwarb er
inen entsprechenden Anteil an den Papieren der neuen
zesellschaft, an der er heute mit 26 Prozent beteiligt ist.
zein Gewinn in acht Jahren beläuft sich auf 320 693 780
Nart im ganzen oder 8054 Mark pro Minute, den Ar—
eitstag zu 24 Stunden angenommen! Wie viel Gutes
önnte Rockefeller mit dieser ungeheuren Einnahme tun
ud wie viel Elend lindern!
) Schlittschuh fahren. Einer der beliebtesten
vintersporte, um nicht zu sagen, der beliebteste, ist das
Eslaufen und es ist wohl nicht unangebracht, auch jetzt auf
ine praktische Lernmethode hinzuweisen. Die bisher sehr
ist bei den Kindern angewandte Methode, wie die Geuüb—
en sofort mit den Füßen nach rechts und nach links hin
Züge Zu Machen. M.adicht zu empfehlen. Der Vernende
erhalte sich im Gegenteil ruhig, stelle zuerst die Fůße pa
allel und nahe zusammen, die Kanten“ nd Spen der
zchlittschuhe eher einwärts als auswärts, den Koͤrper et
das vorgebeugt. Nun versuche man sich vorwärts zu be
dnen mehr schleifend (rutschend) als schreitend.“ Di
xyüße hebe iman wenig wie möglich und ziehe den Fuß
nit dem man abgestoßen (ausgetreten), rasch wieder 76
en andern, damit sie beide wieder bei einander sind um
7 e Wewnnt erhalten werden kann. Auf diese Wen
gelungen, in wenigen S v
chuhfabren zu erlernen s tunden das Eoli
Jeueste Nachrichten und Telegramme.
Depeschen Bureau Herold.
* Berlin, 1. Febe. Wie aus parlamentarischen Kreisen
erlautet. stehen die Auesichten in der Weinsteuer tn der
Steuer · Kommission des Reichetages nicht gut. Man rechnet
in Abgeordnetenkreisen schon jetzt mit der Ablehnung der
5teuer in dieser Kommission und zwar düurste sich das
Stimmverhältnis vermutlich auf 18 zu 10 gestalten. DARent⸗
um und Sazialdemokraten dürften geschlossen gegen die
Steuer sein, dagegen dürften die 4 Nationalliberalen, die
Mehrheit der Freisinnigen, ein Konservativer und ein Volt
dafür stimmen. Auch für das Plenum des Reichstages sind
die Aussichten nicht besser,
*Berlin, 1. Febr. Zu dem parlamentarischen Diner
heim Reichslanzler am Donnerstag waren nur konservative
und nationalliberale Abgeordnete geladen. Fücst Bülow hat
die Absicht, noch mehrere solche Diners zu geben und es
solleu dann auch die Freisinnigen eingeladen werden. Die
porgestrige Besprechung galt der Reichsfinanzreform. Fürst
Bülow kam es darauf an, sich in dieser Angelegenheit zu—
nächst mit den Mitalirdern der Rechten in Verbindung zu
setzen.
* Berlin, 1, Febr. In einem hiesigen Hotel in dre
Friedrichsstraße hat sich gestern ein Major erschossen, der am
Freltag aus der Provinz hier eingetroffen ift und vorgab
vichtige Geldgeschäste erledigen zu müssen.
* Berlin, 1. Febr. Der große Schneesall hat zahlreiche
Opfer gefo dert. 5 Verfonen wurden schwer verletzti, andere
leichter.
* Frankfurt, 1. Febr. Im Stadtwald beim Schließ⸗
dand des Sten Infanteriereg menis hat gestern Morgen ein
Pistolenduell zwischen dem Hauptmann und Adiutanten
Rudolf von Otrtzen und dem Landwehrleutnant Stuckard
aus Kreuznach stattgesunden. Bei dem ersten Kugelwechsel
erhielt Stuckard einen Schuß in den Urterleib. Er starb
nach wenigen Minuten.
* Kreuznach, 1. Fedr. Ju dem Konkucs der Fabril
Philippi und Cetto beträge die verfügbare Masse nur 2634
Mark, der 394,886 Mark Forderungen gegenüberstehen.
* Raris, 1. Febr. Dem Meatin“ zusfolge beabsichtigt
Marineminister Picard dem Parlament eine Vortage
zu unterbreiten, wonach der Bau von 6 neuen Panzer—
chiffen in Angriff genommen werden soll. Die Gesamt
osten werden auf 330 Millionen veranschlagt, doch soll
ine entsprechende Verteilung der Kredite das Marine—
»udget jährlich nur um 38 his 46 Millionen vermehrft
verdei;
*London, 1. Febr. Die Nachrichten, daß die Regier—
ing die Befestigung Antwerpens mit aller Hast zu ve—
chleunigen wünsche, haben großes Aufsehen erregt. Die
Dffiziere der Forts von Antwerpen sollen den Befehl
erhalten haben, sich für alles bereit zu halten. Weiter
vir! aus Brüssel gemeldet, daß bereits mehrere deutsche
Uellitärballons über den Schelde-Forts bemerkt worden
eien, die ossenbar zu Spionagezwecken ausgeschickt wor⸗
den seien. Einer der Ballons soll soagar in einem der
Forts gelandet sein.
* New⸗York, 1. Febr. Zwischen dem Präsidenten und
dem Vizepräsidenten von Kuba sind Differenzen ent—⸗
stonden: letzterer droht mit seinem Rücktritt. 58
* London. l. Febr. Aus Lissabon wird gemeldet, daß
dort ein Säbelduell zwischen dem Minister Lima uno den
Grafen Castel Branco, einem Journalisten stattfand. Letzterer
wurde am Arm verwundet. Die Gegner schieden unversöhnt
Ursache des Zweikampfes waren publizistische Angriffe, die
der Graf auf den Minister richtete:
* Petersburg, l. Febr. Der ehem. Polizeichef Loxuchni
wurde gestern hier verhaftet und zwar auf Enthüllungen,
—RDX
großes Aufsehen.
3* Moskau, 1. Febr. In der Moskauer Banksillale
wunde der Betrag von Leinhalb Millionen Mark uuterschla—
gen. Der Verdacht lenkt sich zauf den Kassierer. Man ist
auch mit der Revision der Staatssparkasss beschäftigt.
* Par!s, 1. Febr. Mehrere Blätter halten die gestern
früh gebrachten Meldungen aufrecht, nach denen die Küste
bei Barcelona durch See- und Erdbeben heimgesucht worden
sei. Drei Dörfer seien vernichtet, gegen 300 Leute umge—
kommen. Die Hafenanlaarn Barrelonas sollen sehr gelitten
haben,
Civilstand
der Bürgermeisterei Dudweiler vom 1. bis 10. Jan. 1909
Geburten.
Anna Kaharina, T. v. Mathias Schäfer, Bergm. Gustar
Thristtan, S. v. Gustav Pfeifer, Maurer, Herrensohr. Gerta Ilse
Alara, T. v. Karl Uhrmacher, Pfarrer, Herrensohr. Karl Otto, S.v.
Wilhelm Jung, Maschinist, Fischbach. Elise Lina, T. v. Jakob
Brunnet, Bergm., Herrensohr. Albert Peter, S v. Nikolaus Koch,
bergm., Herrensohr. Franz Johann Karl, s. v. Karl Braun,
zeug⸗Leutnant. Alfred, S. v. Heinrrch Neu, Bergm. Luise, T. v,
Vilhelm Lux, Bergm. Frieda Katharina, T. v. Heinrich Mengel
bergm., Herrensohr. August Felix, S. v. Peter Paulus 1. Bergm.
zerrensohr. Lina Katharina, T. v. Jakob Neuschwander, Rangierer
Jägersfreude. Adolf, sS. v. Christian Brückner 2., Bergu. Eduard
5. v. Johann Junk, Hilfs-Schirrmann. Helene, T. v. Josef Quirin.
Bergm, Fischbach. Maria, T. v. Heinrich Wenden, Bergm. Wil—
Jelm, s. v. Friedrich Fuhrmeister 2. Beram. Alfred, S. v. Pete
5chöpp, Köniql. Steiger.
Heiraten.
Jakob Jung, Bergm., zu Dudweiler, mit Maria Loelch, 30
Herrensohr. Heinrich Helfgen, Militäranwarter zu Dudweiler, mi
atharina Scheuer, zu Herrensohr.
SEterbefalle.
Nikolaus Weiland, ps. Packmeister, 52 Jahre alt Herrensohr.
Gustav Adolf Roos, 8 Monate alt. Maria Hary geb. Dörr, 68
Jahre, Jägersfreude. Elisabeth Damm, 1 Jahr, alt, Herrensohr.
Ernst Keller, 16 Stunden alt. Herrensohr. Jakob Jung, Tagner
9 Jahre ait, Jägersfreude. Johanna Dörr, elf Monate alt. Ernd
c7mma Jochem, 10 Monate alt. Sophie Stegentritt, 10 Tage alt.
Naria Klauck geb. Hoffmann, 71 Jahre alt, Herrensohr. Peter
Hoos, 11 Tage alt, Johann Staudt, 1 Monat alt. Johann Pre—
diger, penf. Bergm., 69 Jahre alt, Herrensohr.
anntmachung.
Die Kgl. Eisenbahn-Direktion Saarbrücken beabsichtigt die Her—
stelung getrennter Fahrstraßen für Ein- und Ausfahrt auf dem
ystflügel des Bahnhofs Dudweiler. Der Plan und das Bauwerks
verzeichnis hierzu liegen zur Vorbereitung der landespolizeilichen
Prüfung vom 2. Februar d. J. im Rathaus zu Dudweiler Zimmer
str. 8 zu Jedermanns Einsicht offen. Einsprücke können während
der Offenlagezeit bei dem Unterzeichneten schriftlich oder mündlid
zu Protokoll erhoben werden.
Dudweiler, den 29. Janvar 1909.
Der Bürgermeister Jo st.
Unsere Großelkern würclen aber staunen,
wenn sie sehen könnten, welche Entwicklung der Winler—
9 spott genommen hat. Rodel, Bobsfey und Ski hereschen
Evor und Wintersportfeste sind Veranstaltungen der vor—
* nehmen Welt geworden. Pun ist der Wantersport ja
* gewiß gesund, aber doch nur wena man sich vorsidttg
vor Erkällkungen hütet. Und das tut man sicher und
9 brquem wenn man während der Fahrt immer eine
ASodener Mineral-Pastille (Fays ächte) im Munde zer—
—9 gehen läßt. Daß Fays ächte Sodener auch jede vor—
A handene Eilältung schiennigst beseltigen, ist iängst be—
— kannt. Man kauft sie in allen Apoth.ken, Drogen und
WMineralwasserhandlungen für 85 Pfg die Schachtel.