A. 7T. V. D
Unterhaltungsklub
„Deutsche Einigkeit“.
Am Sonntag, den 31. ds. Mt
idet äm Vereinslokal Kaisersac
Ball
tatt.
Der Vorstand.
Danksagung.
Da mein Sohn lange an
hrecklichen Krämpfe gelitten
ind vollständig geheilt ist, so
zebe ich aus Dankbarkeit un⸗
ntgeltlich Auskunft wie der⸗
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tatt, wozu unsere Mitglieder herzlich,
ingeladen sind, sich zahlreich zu beteiliger
Der Turnrat.
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haltungsklub Dud⸗
weiler.
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im — — — — in —5 die in der ordentlichen okale Fritz Maul eine
beneralversammlung beantragte ausnerordentliehe Ve rsammlun g
Generalversaumlnug ũ
3 Tagesordnung:
der Mitglieder der Sterbekasse der ev. Arbeiter-Vereine Dudweiler-4 Besprechung uber Unierhaltung
zerrensohr. Jägersfreude statt. Iwentaraufnahme,
Tages⸗Ordnung: Veerdh Jest dreJ
* Wegen der Wichtigkeit der Ver⸗
Auflösung der Sterbekasse. mmlung werden die Mitglieder
Wegen der großen Wichtigkeit der Tagesordnung bittet um zah Weten hünnich zu ersheinen
eiche und pünktliche Beteiligung. Dder Vorstand. der Vorfland.
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Das Diadem des Verderbens.
Original-Roman von H. Hirschef Id.
34 Auf zwei Fächern standen eine Anzahl Phiolen und
Hosen, von verschiedener Größe, mit Puder und Flüssigleiten
gefüllt.
Die Mestize erklärle der begierig aufhorchenden Gräsin,
die Bedeutung der in den Flaschen enthallenen Mitel,
die, zur Erhaltung der Schönheit, von den Kreolinnen
Südämerikas mit Vorliebe benutzt würden. Willähig
erfüllte Tony das Verlangen der Favorilin, ihren
Anteil davon zu empfangen. Ruhig, fast verächklich
lächelnd nahm sie die Ergüsse der Dankbarkeit ihrer
mächtigen Beschützerin enkgegen.
Doch was birgt jenes Fach?“ fragke die Gräfin,
ich unterbrechend, mit ausgestreckktem Finger auf das
untere dritle Fach des Schrankes deutend, vor dem eine
chwarze Seidengardine, seinen Inhalt verbergend, zusam⸗
nengezogen war. Mit einer raschen Bewegung wehrte
ie Mestize die Hand der Favoritin ab. Unheilverkün—
zend blitzlte es in ihren Augen auf, als wollten dieselzꝛen
den Tod schleudern auf Alle, die in ihr Geheim—
us einzudringen sich erkühnen sollken.
*Die höchste Ungnade wäre von Seiten der Mar—
suise von Pompador die Folge des kühnen Aufkreken
kouys gewesen. Die Gräfin aber sah die Mestize, als
ieseibe so drohend vor ihr siand, einen Moment er—
chreckt an.
Im nächsten Augenblick aber lachke sie hell auf.
Tony jedoch war sehr ernst geworden. Schweigend
wandte sie sich ab und zog jetzk die Gardine selber zu—
rück.
Nichts als zwei Fläschen, von dunklem fast schwar—
jem Glase, das eine mit einem Todtenkopf von weißer,
das andere mit einem solchen von roler Farbe verse—
hen, barg das Innere des sonst völlig leeren Raumes.
Das Lachen der Dubarre verstummte. Wie ein
zchauer flog es durch ihre Gestalt.
„Ist es Gift?“ fragte sie unwillkürlich in gedämpfem
Tone.
Die Mestize neigke das Haupf.
.Ja, beide Flaͤschen bergen Gift,“ erwiderke sie,
‚aber nur eines davon köket, und doch, müßte ich
vählen zwischen beiden, mit Wohllust schlürfte ich den
rraunen Saft, der rasch, nach wenig Zuckungen, dem
dasein, dem leidenschaft durchwühlten, der nie befriediglen
Sehnsucht ein Ende macht.“
„Und welche ist die Wirkung des anderen Saftes ?“
ragte die Dubarry begierig.
Dasselbe ist nur ein wenig Auserlesenen bekannkes
Mitkel, die Macht einer iriumphierenten Nebenbuhlerin
u brechen, sich zu rächen für ihren Sieg, wie nur die
dämonen der Hölle sich rächen können.
Nur wenige Tropfen dieses Sastes und“— sie wies
uf das rokgezeichneie Glas — „mit der Haut, oder
»esser mit dem Blute in Verbindung gebracht, reichen
hin, ein blühendes Wesen, ehe wenige Tage verstrichen,
ur Mumie umzugestallen, ein schönes, reizendes Anklitz
nit unzähligen Falken zu durchfurchen, der Wange zare
Röte zu vergilben.“
Hell aufblitzie es in den Augen der Dubarry. Auf's
Neue, doch dieses Mal gebieterisch streckte sie ihre Hand
us.
s⸗-Meine Herrschaft, meine Macht sichert jenes Fläschhen.
Das ist der Talismann, den ich gesucht, die furcht-»are
Waffe, mit denen ich den Feinden krotzen kann.
daßt uns teilen Tony — laß uns teilen, und eine Milion
nenne Dein Eigentum!“
Mit einer bezeichnenden Handbewegung deutkete die
Mestize um sich, auf das von Glanz üppigsten Reichtums
zeugende Gemach.
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Marcus 8 hammestahr, eiggen Wald⸗volingen
„Braucht Tony Geld?“ fragke sie.
Deine Neugier, Deine Eitelkeit, habe ich befriedigk.
schöne Herrin. Willst Du von jenen Mitkeln mehr.
nimm — nimm sie Alle. Von diesem ist mir, und
sei es um alle Schätze der Welt, kein Tropfen feil!“
„Tony!“ Grollend klang die Stimme der Dubar
ry. „Du läßt mich vergebens bitten ?“
„Es gibt kein zweites Fläschchen, wie dieses, für mich,
erwiderle die Mestize. Nur karg ist sein Juhalt bemessen,“
juhr Tony fork, „und leicht könnte ich zum zweiten greifer
nuͤssen, als der Verzweiflung letzter Ausweg, weil id
hen Trost der Rache an Dir verschwendete. Du kennf
Tony nicht — ihr Nein ist unerweichlich wie Erz. Ver
eihe ihr!“
Von den Wolken des Unmufes die Stirn gefurcht
vandte sich die Dubarry ab. während die Mestize ir
derselben Weise die Tür schloß, in der sie den Schram
zeöffnet hakte. Aufs Neue schob sich der Spiegel vor.
Eine Pause entstand; die Gräfin war sichtlich ver
timmt und einsilbig.
„Zu lange habe ich hier verweilt,“ sagke sie endlich
Der Gouverneur wird meiner unken harren — geher
wir !*
Sie machte einige Schritte der Tür zu. Plötzlich stand
sie still, und in die Tasche ihrer Robe greifend, rief sie
„Ich habe in Deinem Schlafgemach, das Du mü
vorhin zeigkest, ein kleines Porkefeuille verloren.
Soeben vermisse ich es. Es ist ein Souvenir des
Zönigs. Ich möchte nicht, daß eine Diener hand es be—
rührk. Willst Du es mir nicht holen, Tony?“
Die Mestize zauderte einen Augenblick. Mißtkrauisch
dlickte sie auf die Dubarry, aber das Antlitz der königlichen
Favorikin war so kindlich und harmlos, daß sie
icitauschen ließ und ohne eine Widerrede das Gemach
derliefßz.