Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

. 25 23. 3434 — 5*—8 17 — *
. 253 J 23. 409·· — 9 — — 8 8* G
A— JY,— 5
Ersqhoitat 7 3 J —36 * 3 ß —94 9 F *
Vich it Auonahme J1J 46464 — 340 J — J
der Soun⸗ — —2— —— 4 —2 — 4F 46— 8
— und Feiertage. 634 — 333 * * * * — —
Abonnementspreis
noccatlich 70 frei ins
Hans gebracht,
zel der Post hestellt 2,25
vierteljaͤhrl. Fernsprech⸗ Anschlutßz Saardrücken Nr. 69, 289 269 u. 1261.

—
Anzeige n
kosten 19pro 6spaltig
Petitzeile.
auswãrtige 15 4

Mit zwei Beilagen:
ßonntagsblatt wud Humoristische Vlätter.

Reklamen
25 4 pro 3spaltige
Petitzeile.

Bei Jahres-Abonnement
höchster Rabatt.

—B

*
Sweites Blatt.
Warnin banen wir Kriegssfchiffe.
In der „Contemporary Review“ hatte sich üürzlich
Or. Hans Deldrück mit der Frage beschästigt, warum
Deutchland Kriegsschifse baut, und der Arukel hatte un
gefähr in der Sentenz gegipfelt, daß die deutsche Flout
nemals stark genug sein werde, um England direit 31
»edrohen, aber sie sei stark genug, um Englands Polin
»orsichtg zu machen und England zu zwungen, fortge
ett seine Beziesyungen zu Teutschland im Auge zu be—
jalten.
Mit diesem Artilkel beschaftit sich der Parlamentsab—
zeordnete Lavouchere in der neuesten Rummer seiner Wo—
henschrift „Rruth“. Er erilärt, daß so viel Unsinn ir
England über Deuischlands Pläne geredet werde, daß es
ganz gut sei, wenn man einmal versuche, die eigene Lagte
„u betrachten, nicht die gegenwärtige, sondern die vor
»der 20 Jahren zurück, und zwar vom deuischen Stand
»unkt aus. Nach seiner eigenen Meinung sei der Ent
chluß verschiedener fremder Mächte, Englaͤnd nicht die un
eingeschränkte Herrschaft über alle Welwerkehrsstraäßen au
den WMeceren zu lassen, ein Resultat des Burenkrieges. VBe
dieser Gelegenheit habe England hauptsächlich Deuischland
iber, im verminderten Grade auch andere Nationen, di
Wirkungen der absoluten Vorderrschaft zur See sühlen
assen. Wie groß die Sympathien anderer Völter qucd
ür die Buren gewesen seien — und in Deutschland wä—
ten sie besonders groß gewesen — sie mußten platonisch
oleiben durch die Tatsache, daß keiner in der Lage ge
vesen sei, in den Kampf einzugreisen. Nach einer sol
hen Lektion hätten die fremden Mächte nichts andere?
un können, als sich die Frage vorlegen, in welcher Lag
ie sich befinden würden, wenn Englands Leidenfschaft fü
zie Ausbreitung seines Reiches es zu einer großzügiger
Aktion in anderen Teilen der Welt verleite, in denen di
remden Mächte wichtigere Interessen hätten als in Süd
ifrika. Die Antwort auf diese Frage könne man in der
inmittelbar darauf erfolgten Vergroͤßerung der deutscher
und amerikanischen Flotten erblicken.
In England habe man sich daran gewöhnt, anzuneh
nen, daß die Deutschen die Absicht hätten, es in Europe
anzugreifen. Dabei übersehe man aber vollständig die
Tatsache, daß die Vereinigten Staaten ganz dasselbe zu
zanz der gleichen Zeit getan hätten. Wenn man in Enz—
and der Meinung sei, wie es auch geschehe, daß die
Amerilaner kein anderes Motiv zum plötzlichen Ausbar
einer großen Flotte hätten, als die Verteidigung de—
merikanischen Interessen, so sollte der gesunde Menschen
jerstand den Engländern sagen, daß man den Deutscher
»ie gleichen Gründe zubilligen müsse. Aber in denletz
en wenigen Jahren habe sich der gesunde Menschenver
stand in England in allem, was Zeutschland anbelräfe
auf ein Minimum reduziert.
VBolitische ANundschau.
— Deutsches Reich. ser
s Zu den Stichwahlen in Leipzig wird gemeldet:
In Leipzig 1 erhielt Loebner (natie) 10 263, Schuch
irdt (Soz)) 5772 Stimmen, in Leipzig 2? Wapplen
natlhi) 13 355, Seeger (Soz.) 7839, in Leipzig 3 Mül—
er Gnatl.) 12 265, JIIge ESoz.) 12477, in Leipzig 5
studolph (natüi.) 14 474, Banimer (Soz.) 9759 und
n Leipzig 6 Steche (natl.) 15 265, Lehmann (Soz.)
1371 Stimmen. Es ist also im ersten, zweiten, fünften
ind sechsten Leipziger Wahlklreis der Nationalliberale. im
)ritten der Sozialdemokrat gewählt.
* Die Dresdener Ortsgruppe des Alldeutschen
Verbandes hat eine Eingabe an das sächsische
Kultusministerium gerichtet, in der gebeten wird, daß die
maßgebenden Behörden „den vorläufig schüchtern au tre⸗
tenden, aber in ihren Folgen bedenklichen Bestrebungen,
tschechischen Unterricht in Sachsen einzuführen, in den
Anfängen energischentgegentreten“.
* Von verschiedenen Berliner Zeitungen waren in den
letzten Tagen durchaus widerspeechende Min“e
eilungen über den Vorentwurf zur Reform des
Strafrechtes verbreitet worden. So kounte man an ei—
ner Stelle lesen, daß der Vorentwurf etwa andecthalb
2

Jahre der öffentlichen Kritik cusgesetzt werden solle, cye
ch der Regierungs-Ausschuß utit der Fertigstellung des
Planes befasse, während von ancerer Seite berichtc“ wor—
zen ist, daß noch in diesem Jahre cin anus Séafrechts—
ehrern und praktisch tätgen Juristen z.uaumengesehter
Ausschuß das Werk in Angriff nehmen werde. Wie von
amtlicher Stelle mitgeteilt wird, sind alle diese
Meldungen unzutreffend. Ganz ausgeschlos—
en erscheint es, daß schon in diesem Jahre der Aus—
schuß zusammentritt, um die endgiltige Festlegung des
nenen Strasge setzbuches vorzunehmen. Dazu ist die Ma—
terꝛe noch lange nicht geklärt genug, auch haben sich in
der Presse sowohl, als auch in den Fachtreisen die Stim—
men noch nicht genügend geäußert. Was nun die er—
waͤhnte Frist von 14 Jahren anbetrifst, so ist diese Zeit—
bestinmung ebenfalls nicht zutreffend. Der Termin wird
ediglich davon abhängen, in welchem Zeitraum die Re—
zierung genügend Material über die össentliche Meinung
esammelt hat, um weitere Schritte zur Vollendung er—
zressen zu können. Das kann z. B. unter günstigen Um—
rzäunden schon nach Ablauf dieses Jahres der Fall sein.
Auch über die Zusammensehung des Ausschusses ist bis—
jer noch keinerlei Verfügung irgendwelcher Art getrossen
vorden.
* Ter neue Polizeipräsident von Berlin, Dr. Trau—
rott von ZJagsw, ist am 18. Mai 1865 in Perleberq
eboren, war dort lan- 2eit Landrat und wurde wor

glterung Novarowitsch ermöglicht und die Bildung eines«
fur das Land unheilvollen radikalen Kabinetts Raschitsch
dereitelt werde. Wie der „Zwomo“ meldet, habe sich auch
der letzte Ministerrat mit dieser Angelegenheit beschäfrig
und er habe beschlossen, an König Peter das Ersuchen zi
eichten, über den Prinzen Georg wegen seiner unkorrek
ten und antikonstitutionellen Gebarung eine Diszip
inarstrafe zu verhängen.
Englaud.
*Im Unterhaus fragte Renwick (konservativ) de
ersten Lord der Admiralität, Me Kenna, ob gewisse ver
trauliche Zeichnungen, die den Unternehmern für de

u eines der neuesten großen Kriegsschifse gettesert fetei,
zud die jetzt wieder im Besitz der Admiralität sein müf
en, ver schwunden seien, und ob die Admiralitär
ie Zeichnungen wiederzuerlangen hofse. Me Kenna be—
Atworiete die erste Frage bejahend, und die zweite
erneinend, und fügte hinzu, daß das Schiff bereits seit
einiger Zeit in Dienst gestellt sei, sodaß die Zeichnungen
biel von ihrem Werte verloren hätten. Das in Frage
ommende Schiff ist vermutlich ein Indomitabir
also ein neuer Schlacht'chiff-Vanzerkreuzer).

Finnlaud.
* Recht ansehnliche Truppenkontingente, fast aus—
schließlich aus Kosaten bestehend, sind im Laufe der le tz⸗
ten 48 Stunden in Helsingfors eingetroffen. Die Zeit⸗
ungen fordern die Bevölkerung auf, den ruisischen Trup—
pen möglichst auszuweichen, indem sie zugleich andeuten,
daß es sonst vielleicht in ähnmlicher Weise gehen könnte
wie bei den vielen Pogromen im Kaiserreich, wo ein
von einem Polizeispitzel abgeseuerter Schuß den militäri—
chen Besehlshabern den erwünschten Vorwand gab, die
edliche Bevölkerung niedermeßeln zu lassen. Die Zeit⸗
g. „Wasabladet“ empfiehlt allen Finnländern, in dies—
Zeit der neuen und schweren Prüsungen die Ruhe zu &
wahren und sich darauf zu vertrösten, daß der Tag kom⸗
men wird, der vielleicht schon nahe ist, wo die Lage
im Kaiserreich total geändert werden dürfte. „Freilich i
die Reaktion gegenwärtig allmächtig in Rußland“, sagt
die Zeitung, „aber es ist unmöglich anzunehmen, daß ein
Regierungssystem wie das russische, welches das große
Reich militärisch zu Niederlagen geführt, ökonomisch zu
drohendem Ruin, politisch zur Revolution, werde lange
aufrechterhalten werden koͤnnen, wenngleich die Macht der
kraditionen eine große ist; noch unmoöglicher ist es anzu
ehmen, daß russische Versuche, uns das autokratische Will—
ür yssem aufzuzwingen von irgend welchem Erfolg ge⸗—
rönt werden können“

VOGMAAGOWV.
der neue folizeipras idenf von Bersin
14 Jahren Oberregierungsrat. Als solcher war er bis
u seiner Berufung nach Berlin beim Regierungspräsi—
um in Potsdam tätig.
Oesterreich-Ungarn.
* Bei Bürgermeister Lueger fand die Konferenz
er deutschfreiheitlichen und der christlich-sozalen Führer
tatt, welcher auch Ministerpräsident Bienerth und die
Ninister Härdtl, Stürgkh, Schreiner und Weiskirchner bei—
vohnten. Es handelte sich um die Sanktionierung der
eutschen Schutzgesetze für die reindeutschen
dronländer. Wie verlautet, gab Bienerth keine bestimm—
en Erklärungen über den Zeipunkt der Sanktionierung
b. Jedenfalis ging aus der Rede des Ministerpräsiden
en hervor, daß der Ministerrat am Samstag, von dem
m Parlament die Entscheidung erwartet wurde, sich mit
en Schutzgesetzen noch nicht befassen wird, weil die Si—
uationeine Verschlimmerung ersahren hat,
nd weil Verhandlungen über den Zusammentritt des
»öhmischen Landrtages, auf die jetzt das
zchwergewicht gelegt werden soll, in vornhinein aussichts-»8
 wären. In der Konferenz wurde der Plan venti—
ert, das Parlament, falls die Arbeitsfähigkeit auch
»eiterhin zweifelhaft bleibt, zu ve rtagen und der
öhmischen Landtag einzuberufen. Krisengerüchte über
zarlament und Regierung werden als verfrüht bezeichnet.
Serbien.
* Während der letzten Ministerkrise richtete der frühert
dronprinz Georg an den Justizminister Rivaratsch einer
ßrief, worin er ihn aufsorderte, sein Entlassungsgesuch
urückzuziehen, damit die Erhaltung der Koalitions-Re

Marokko. J
* Der „Matin“ berichtet aus Tanger: Der Geschäfts—
rciger der de utschen Gesandtschasft hat El Guebeé
has, den Vertreter Muley Hafids in Tanger amilich
zenachrichtigt, daß die deutsche Regierung ihn beauftrage,
»en Sultan aufzufordern, unverzüglich die deutschen Gut
haben auszuzahlen. Er entsandte sofort einen
Zpezial-Kurier nach Fez, um den Sultan von der deus
chen Forderung in Kenntnis zu setzen.
* Der Leiter der von Muley Hafid zu den Riffianern
ntsandten Mission erklärte dem Korrespondenten des
„Malin“, er habe die Aufgabe, zwischen den Spa—
wiern und den Riffkabylen eine Verständigung
jerbeizuführen. Er setze volles Vertrauen in das Gelim
gen dieser Aufgabe. Er baue besonders auf die Er—
nüdung der Stämme, die ihren Führern nur so lange
zehorchten, als sie siegreich seien.

— —2*
— ——7*

Hof und Gesellschaft.
»*»s Die Nierenentzündung bei Herzog Karl
Dheodor von Bayern ist beseitigt, dagegen macht
iin langandauerndes Blasenleiden dem Kranken viel Be—
chwerden.

Das Diadem des Verderbens.
Original-Roman von H. Hirschefld.
33 „Mag Tony sie empfangen.“ sagte er vor sich hin.
„Noch bin ich zu erregl. Wo bleibl der Gleichmut, die
uhige Aberlegung, die ich mir dauernd erworben zu
aben glaubie, da ich meine canadischen Freunde verließ?
saum auf dem Boden Europas wieder angelangk regt
ch das alte Blut in mir mit seinen Schwächen...
Warum nur bin ich so erregt? Weil das Geschick selber
nmir den Weg zeigt, den Eid zu lösen und zu sühnen
an sener Treulosen und dem ganzen elenden Geschlecht,
ses ich wit Scham das meine nenne? Um zu ahnden,
vas sie an mir getan? Arm sind sie — das genügt
ir vickt — das Verbrechen, die Schmach muß ihren
Aenen brandmarken; Alexandrinens Tochker, die Freun—
din des ßönigs — nicht für die Dauer, ein Spielwerk
der flüchtigcn Laune! Ein Verichwender soll Dein
kohn sein? — Dests besser! Ein um so kürzerer Schritt
rennt ihn von dem Verderben! Und dann zu Euch,
Mutter und Bruder, die große Schuldabrechnung zwischen
uns bis zum Eude zu fuͤhren.“
Noch einige Augenblicke verweillke er in dem Salon,
dann begab er sich in den Flügel des weitlãufigen
Bebäudes, wo die Empfangssäle des Holels belegen
waren, mit erlesenem Geschmack ausgestatket und mit
ürstlichem Reichlum zugleich.
Die Gräfin halte sie noch nicht bekrelen, sie halte sich
der ihr im Treppenhause entgegeneilenden Tony be⸗
mächtigt und sich sogleich von dem jungen Mädchen in
»eren eigenes Zimmer führen lassen.
hom̃astisch wie das ganze Wejen der Mestize, war
DNe Ausstatiung der Röume, die ihren Aufenhausimn Ho⸗
el ihres Beschühers büdelen.
Das Gemach, in dem sich Tony eben mit der

töniglichen Favoritin befand, leake davon ein Zeugnis
ab. Es war ein ovaler Raum von mittlerer Größe,
der durch ein einziges, hohes Bogenfenster sein Lichi
erhielt, mit lichtgelber Seide waren die Wände bezo⸗
gen und darüber schlängelken sich die Zweige kropischer
schlingyflanzen, mit roten Blumendosden unkermischt.
Mit gleichem Stoff waren die niedrigen Taboureks
ind Divans von Ebenholz bezogen während ein feiner,
unkler, golddurchwirkter Plüschteppich den Boden des
hemaches bedeckte. Hohe Spiegel in barock geschnitzten
dahmen gaben das Innere des phankastischen Raumes
vieder, mit den Pflanzengruppen hin und wieder, den
ergoldeten Käfigen, in denen bunkfarbige Papageien
ch schaukeltlen und endlich mit der Heremn derselben,
ie völlig in den Rahmen ihrer Umgebung hineinpañte.
Mit unverhohlener Neugierde musterke die junge,
zuf einem der Divans sitzende Dame das Gemach mit
einer grellen Ausstatkung.
Wer nicht wußte, daß die einstige Mademoiselle
Unge, die nominelle Gattin des Grafen Dubarry fast
chon am Ende der zwanziger Jahre stand, mußte die
illmächtige Fevoritin des alkernden Ludwig XV. für
rin eben zur Reife erblühtes, junges Mädchen halten.
Seltsamerweise trug das Antlitz der Frau deren
janzes Geheimnis der Zaubermacht, die sie auf Frank⸗
eichs Monarchen ausübke, in dem Kulkus der Sinnlicheit
 lag. Einen Ausdruck dem Unschuld umd Zartheit
ur Schau, der jeden Unwissenden käuschen mußle, dem
es nicht bekannt war, daß Ange Vaubernier mit demsel⸗
ven Anklitz auf den liefsten Stufen der Verderbiheit de—
vandelt hatte.
Das blonde, leicht gepuderke, hochgewellke Haar der
Zubarry war uoa einem lichtblauen Sammetbareit be—
eckt, das eine weiße, von einer funkeluden Brillantraffe
 gehaltene Reiherfeder schmückte. Ein enganschlie⸗
zendes Oberkleid von gleichem Skoͤff und gleichet Farbe

ãel über eine Robe von mit bunken Blumen bestickler
gelblichem Moire. Allein krotz aller Pracht der außerer
ẽkrscheinung war dieselbe doch weit entfernt von jenen
selbstbewußken Würde, die ihrer Vorgängerin eigen ge—
wesen war, und die jeden Unberufenen in seine Schran.
den zu weisen wußte. Die Pompadour war die Favo.
ritin des Königs, die Dubarrn die Favoritin des Man
nes.
Abermütig lachend, wie eine dem Zwang des Insti
ufs entlaufene Pensio närin, hatke die Gräfin eben ih
rem Schützling eines jener Abenkeuer des Hofes erzählt
Aie ja leider nicht nur geduldet, sondern beinahe ge
wünscht, vorfielen, und die von eigens dazu besoldeer
Agenten für die Dubarry gesammelt wurden, damit fi
durch ihren Mund dem greisen Sznig zu seinem höchster
Ergötzen wiedergegeben werden tonnten.
Plötzlich, der Eingebung ihrer wetterwendischer
Laune folgend, sprang sie auf.
„Genug geplauderk!“ rief sie. Kommen wir zun
zweck meines Besuches. Du versprachst mir gewisse Ge⸗
eimmittel Deines Vaterlandes zu zeigen, kosmetische
Zalsame, Jugend und Schönheit dewahrend, von dener
vir Franzssinnen keine Ahnung besitzen. Du erinners
Dich doch 7*
Tony, die auf einem niederen Tabouretf zu Füßer
her Mächkigen, gekauert hatte, erhob sich jetzt auch.
„Tony vergißt nimmer, was sie zugesagt hak, sick
elber und anderen, im Gulen, wie im Bösen,.“ ewiderke
ie. „Kichte hierher Deinen Blick und überzeuge Dich
chöne Herrin!“
Sie war an einen hohen und schmalen, kunstooll an
en Seiten verzierten Schrank heran getreken, dessen
ordere Fläche ein Spiegel, aus venetianischem Gilase
geschniktken, bildete und die Tür verkraf. Ein Drug
ind seitwärts schlagend, enthüllle er das Innere des
aumes
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.