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— Anitliches Publikationsorgan —
Aaetlich 70 4 frei in's fuͤr die Bürgermeisterei Dudweiler.
Haus gebracht,
der Post bestellt 228
—XX Fernsprech⸗ Anschluß Saarbrücken Nr. 60, 280 B9 u. 1261.
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VPolitische Nundschau.
Deutsches Reich.
* Der Staatssfekretär des Reichsschatzamts Wermuth
atte mit Vertretern des Deutschen Tabatarbeilerverban
es, des Christlich-sozialen Verbandes der Tabak⸗ und Zi⸗
arrenarbeiter Deutschlands, des Gewerwereins der deuf
hen Zigarren- vaid Tabakarbeiter und des Verbandes der
zigarrensortierer und Kistenbekleber Deutschlands eine Be—
rrechung über die im Tabalsteuergesetze vorgesehene Umn
»rstützung veschäftigungstoser Arbei.
err. Die Vertreter der Verbände gaben dabei ihre Be—
eitwilligkeit kund, die sachgemäße Verteilung des vom
ßesetze geschafsenen Unterstüͤtzungsfonds fortiaufend sör
ern zu helfen. Die in der gleichen Angelegenheit in der
stegierungsbezirk Minden entsandten Wertreier des
teichsscha kamts, des Finanzministeriums und des Han⸗
elsministeriums sind nach Berlin zurückgekehrt.
*Bei der Reichstagsstichwahl in Koburg erhiel—
—V (Soz.) 6843
timmen. DTer Sozialdemokratistgewähls.
Bbei der Ersatzwah! am 11. dss. entfielen auf Quarck
aatliv) 3445, Arno!d (freis.) 3043 und Zietsch (Soz.)
183 St mmen. Die Freisinnigen sind also bei der
Ztichwahl bis auf zirkia 200 für Quarck eingetreten.
*VLaut Verfügung des Reichspostamts sind von jetzt
ib sogenannte Zeitungsbahnhofsbriefe zulässig, durch
ie es den Bahnhofsbuchhändlern ermöglicht wird, die
zeitung direkt vom Zuge in Empfang zu nehmen. Die
om Empfänger zu entrichtende Gebühr veträgt mongtlich
O Pfg. ur ein Exemplar, mindestens jedoch 1 Wiart.
*Im bayrischen Landtag wurde über liberale
inträge debattiert, welche eine Vergünstigung heim Ein—
ommenstenuergesetz für Aitengesellschaten und Gejsell—
chaften mit beschränster Haftung anstrebten. Die Regier—
mng und die Mehrheit des Hauses lehnte diese Anträge
ib, da einerseits die Aktiengeselischaften durch die neue
ayerische Steuerge etzgebung ohnehin ausreichend bevor—
zugt seien, andererseits eine weitere steuerliche Vergün—
igung für die Geseltlschasten mit beschränkter Hastung
vegen deren enormer Ausdehnung und wegen der großen
zunahme der Schwindelbetriebe nicht angezeigt fei.
*Der konsseervativeLandesverein für das
dön greich Sachsen hat beschlossen, überall dort, wo in
zachen Sozialdemokraten in der Stichwahl
ehen, sür den bürgerlichen Kandidaten, auch fuür
e lbintsliberalen zu stimmen.
Wie in Dresdener politischen Kreisen verlautet, hat
ch der Ministepräsident Graf Vitzthum von Eckstedt in
iner Privatunkerhaltung dahin geaͤußert, daß die Regie—
ung über das Eindringen der Sozialdemokraten in
en sächsischen Landtag keineswegs besorgt sei. Es sei
er Wunsch der Regierung, daß sich die fozialdemokrati—
hen Abgeordneten auch tatsächlich an den Arbeiten für
as Wohl des Landes beteiligen und ihre Mitwirkung
icht bloß auf die Opposition beschränken wollten.
Desterreich? Ungarn.
*Wie verlautet, wird Baron Bienecrth schon in
en nächsten Tagen mit den Partetsführern der Linken
ind Rechten darüber beraten, wie die Arbeitsfähigkeit
des Abgeordnetenhauses gesichert und geför—
bert werden könnie. Hierbei soll es sich um die Frage
handeln, Ob einer Sanierung der Verhältnisse im Reichs⸗
at die Flottmachung des böhmischen Landtages voran—
—EVD fest umschriebe⸗
iem Arbeitsprogramm angestrebt werden soll. — Die
zozialdemolraten richteten an den Handelsminister eine
zInterpe. lation, die sich mit der Behandlung österreichischer
Ztaatsbürger in Preußen beschäftigt. VDie österreichische
segierung würde ähre Ppflicht grob verletzen, wenn sie
niicht wenigsiens ebenso energisch, wie es die itaiienische
ind schweizerische Regierung getan, die Interessen der
sterreichischen Staatsbürger, die in Deut chland Arbeit
ichen, verteibdigen wollte. Der Handelsminister wird ge—
agt, was er zu tun gedenkt, um die preußische Regie⸗
ing zur Einhaltung des Handelsvertrages zu veranlassen.
Marokko.
*Durch die einsetzende Sturmperiode wird die Lage
—AWrkrkk2e — B——„————æ2⸗ —2———
des spanischen Heeres immer bedenklicher.
Nelailla ist bereits seit Tagen von jeder Verbindung
nit Spanien abgeschnicten, da Schiffslandungen ausge—
hlossen sind. Verschiedene Stadtteile von Melilla sind
berjchwemmt, die Feldlager im Stadtumkreis stehen auch
intes Wasser, die Feldbahn ist streckenweise zerstört. Die
wege sind unpassierbar, weil die Bäche in Ströme ver—
vendelt werden. Die entfernteren Posten können nicht
abgelöst und nicht verproviantiert werden. Die Truppen
eden sehr auf den überschwemmten Lagerplätzen ohne
enügenden Zeltschutz. Die knappen Lebensmitter verder—
wen vielfach. Dabei sind die Truppen beständigen Ueber—
ällen und Nachtangriffen der immer kühner werdenden
stiffleute ausgesetzt, die mit Vorliebe die Momente
chlimmsten Unweiters sich zu Nutze machen. Bisher schlu—
zen die spanischen Truppen, wenn auch unter sieten Ver—
usten, noch jeden Ansturm zurück.
kurzem beim Besuche des deutschen Reichskanzlers in
Wien offiziell erklärt wurde, daß das Bündnis mit Ita—
ien die unveränderte Grundlage der europäischen Politil
eider Kaijerreiche bleibet Dieses Kommunique sei gänz—
ich auf den Einfluß des Herrn von Bethmann-Hollweg
urückzuführen, der es tatsächlich fertig geschrieben von
Deutschland mitgebracht habe. Das Blatt hofft, daß di—e
zegegnung in Racconigi in Oesterreich zu einer nüchterien
Auffassung der Realitäten führen wird
Zur Lage in Spanien.
Dem Sturz des Kabineits Maura ist mit großer
Beschwindigkeit die Ernennung jeines größten poluischen
Hegners, des Führers der svanischen Liberalen, Moret.
Deutschland und Frankreich.
Bu Ehren der Vertreter des deutschfranzösfsi—
chen Wirtschaftsvereins veranstaltete das
domitee Commercial Franco-Allemand im Hotel Con
inental in Paris ein stimmungsvoll verlaufenes Bantett,
n dem zahlreiche Verrreter der politischen Welt, des
»andels und der Industrie teilnahmen. Der Vorsitzende
zenator Pierre Baudin begrüßte die deutschen Gäste und
onstatierte die von beiden Vereinen bereits bewirke Ver—
esserung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland
ind Frankreich. Durch ihre Verhandlungen haben sickt
ie Vertreter beider Länder schätzen gelernt. Sie haber
zie Loyalität selbst in der Konkurrenz feststellen können
ind ein dauerndes Terrain gemeinsamer Interessen ge
haffen. So seien die größten Schwierigkeiten und die
zorurteile des Anfangs überwunden und eine noch er
zrießlichere Zukunft zu erhoffen. Im Namen der Deut
hen antwortete Guggenheimer-Augsburg und Ab
ee Wetterle. Letzterer betonte das dringende Ver
angen des Ehaß nach neuen Eisenbahnen durch die Vo
sesen und sprach das bemerkenswerte Worte aus: „Bwe
Lölker können im Zustand des Krieges oder im Zustant
es Friedens ein, sie können aber nicht immer im Bu
tand des Schmoliens leben.“ Der ehemalige VWiinisten
Ddelombre ermahnte zur Einigkeit aller Handelsinteressen
en gegenüber dem Proteltionismus. An das Bankett ha
ch eine Beratung über die Prosektte der weuen Vor
esenbahnen angeschtossen, wozu zahlreiche Elsässer
rschienen waren, aus Colmar, Mühlhausen, Markirch ꝛc.
Rer vom BVereinssekretär Coquiet ausgearbeitete Be—
icht, der neun Projekte enthält, wurde genehmigt. Die
eiden Vereine werden aufgefordert, ihn der deutschen und
ranzösischen Regierung zu unterbreiten und die Aufmerk
amkeit der Parlamente, sowie des Publikums durch Ver—
reitung einer kürzeren Propagandaschrift auf diese Frage
u lenken. An der interessanten Debatte nahmen u. a.
LKrofessor Levasseur, der ehemalige Kriegsminister Kranh
ind von deuticher Seite Blumenthal und Boraius teil.
———
Arreue S8pa nisch Mrsti Brãe
gefolgt. Wir vringen heute das Bild des neuen Mini—
terpräsidenten. Jedenfalls wird die Ernennung auch aujf
ie Ereiauisse in Marokko von wesentlichem Einfluß sein
t 4.
Im Ministerrat berichtet Moret über die Lage
en Innern und betonte die Notwendigleit einer Po—
bitiitk des Friedens und der Freiheit. Unter
dinweis auf seine unlängst in Saragossa und Valadolid
gehaltenen Reden führte der Ministerpräsident aus, die
iberale Partei sei durch diese beiden Reden verpflichtet,
die religiösen Genossenschasten, die sich mit Handel und
Industrie beschäftigen, den allgemeinen Gesetzen zu un—
erstellen und den Gemeinden eine gewisse Autonomie zu
seben. Der Minifterrat beschäftigte sich ferner mit der
Narokko-Expedition und drückte dem General Marina
ind seinen Truppen telearaphisch seine Glückwünsche aus.
Sparsamkeit bei der Post.
Das Jahr 1908 zeigt die Reichspostverwaltung mü
inen Fehlbetrag; ob er groß oder Lein ist, spielt dabei
eine Rolle. Die bittere Tatsache des Fehilbetrages sagi
nehr als genug, und sie ist um so unnangenehmer, als
die Reichspost am die Eisenbahnverwaltungen nur ein
jeringes Entgelt für die Beförderung der Postsachen be
ahlt, und als die Tilgung der Anleihen für die unge
nein schnell veraltenden Telegraphen⸗ und Telephonleit
mgen eine ungenügende ist. Würde man hier nach streng
aufmännischen Grundsätzen rechnen, dann wäre der Fehl
detrag ein ganz gewaͤltiger; die für die Reichspost gün
tige Verwaltung darf aber nicht darüber hinwegtaäuschen,
»aß die Allgemeinheit Zuschüsse leisten muß, um den
teichspostbetrieb aufrecht erhalten zu können. Ein sol⸗
her Zustand läßt sich auch mit den Momnopolcharalter der
eichspost nicht rechtsertigen; denn Staatsmonopole wer
den doch in der Regel gerade zur Verbesserung der Lan
dessinanzen eingeführt. Unsere Staatsbetriebe sollen aus
zuten Gründen Wusterbetriebe sein; aber die „Musterdi⸗
»idenden“ gehören am letzten Ende doch auch zu einem
Nusterbetrieb. Jevenfalls ist die Reichspost durch den
»fsenkundigen Fehlbetrag, wie ihn Reichsschatzsekretär Sh⸗
»ow schon bei der Beratung der Besoldungsordnung an⸗
uündigte, an einem Wendepunkt angelangt; das Gefühl,
daß es in den alten Bahnen nicht mehr weiter gehen
ann, ist ganz allgemein
Seltsamerweise mehren sich in den Reihen der Groß⸗
inanz und der Großzindustrie die Stimmen, welche einer
—— J ι V
Die Bedeutung der Zarenreise.
Paris, 23. Ott. Ein Mitarbeiter des „Echo da
zaris“ hatte in Belfort eine Unterredung mit einer hoch
estellten Persönlichkeit aus dem Gefolge des Zaren. Die
er Gewährsmann erklärte die Reise des Zaren nach Ita
ien für einen Alt von sehr wichtiger politisschen
zZedeutung. Während der Monarchen-Entrevue wür—
en alle diplomatischen Fragen erörtert werden, die di
IUgemeine Politik Frankreichs, Rußlands urd Italienẽ
ingehen. Zwischen Iswolski, Giolitti und Tittoni wür
den sehr wichtige Konferenzen in dieser Beziehung statt
inden. Der genannte Korrespondent interviewtẽ auck
Iswolsli persönlich an der Tür seines Wagen Abteiles
der russische Minister des Aeußern erklärte, es sei jetz
tiicht der geeignete Augenblick, politische Erklärungen ab
ugeben, aber unsere Anwesenheit hier bedeutet, daß un—
ere Gefühle Frankreich gegenüber unverändert sind.
London, 23. Oklt. Zum Zarenbesuche w
Jtalisen bemerkt die „Times“, daß dem Ereignisse
zrößere Bedeutung beizumessen sei, als Fürstenreisen ge—
vöhnlich. Das Verhältnis zwischen Oesterreich und dem
talienischen Bundesgenossen sei schwieria. oAbwohl bpoi
—
apelle gefüte eiste sie über die Schwelle des Gofkes—
hauses. Wie ein nebelhaft verworrenes BVild sah sie den
Altar erleuchtet, einen Priester in Feierkleidung, auf
hessen Stufen und seitwärts eine Gruppe von etwa vier
der fünf Edelleuken, dicht in ihre Mäntel gehüllt.
Eine Dame, in einem Gewande von schwarzer Seide
auschle der Eintrelenden entgegen.
»Gott sei gelobt, endlich!“ sagle sie. „Aber, was ist
das — allein? — Wo ist —“
Atemlos betrak hinter Alexandrinen Louis von Puis⸗
ome die kleine Kirche.
„Charles ist ein Ehrloser,“ beankwortkeke er anstalt
es jungen Mädchens die Frage der Frau de la Haye.
Er ist geflohen! Zu Euch, edle FIrau bringe ich die—
es verzweifelnde Mädchen, damit ihr guk machel, was
einer Eures Blutes wider Ihre Ehre verbrach. Es gibt
ein Zurück mehr für sie. — In diesem Augenblick be—
indet sich die Marquise von Pompadour vielleicht schon
muf dem Wege zu dieser Slätle, um eine Ceremonie
u verhindern, deren Vollziehung sie, ahnungslos von
er Tat des feigherzigen Mezieres, befürchtet und alles
u vereikteln suchen wird. Immer edler denkend, als
Lharles, ließ Fräulein Alexandrine ein Bekenntuis in
hrem Zimmer zurück, und soeben langke Frau von Pomadour
im Hause der Madame Dupont an.
„Alexandrine!“ Frau de la Haye schien in höchsler
vrriguid „Ist das die Wahrheit?“
2
ch
„Die Besinnung drohte dem unglücklichen jungen
Nädchen zu schwinden. Wie im Traume sah sie die Ge—
halten um sich her vor ihrem Auge; wild irrtken die
bedanken durch ihre Seele.
»Dich schützen kann ich, Dich verbergen,“ fuhr Frau
)e la Haye fort, „Dich einer Mutter streitig machen,
jegenüber ihrem geheiligten Rechtz das eigene, gehei⸗
igte gellend zu machen, vermag nur Einer, Dein
Jas Psadem des Verderbens.
Orginal-Roman von H. Hirsch feld.
3 Kommen Sie mit mir zur heiligen Siätte, wo eine
Freundin ihrer harrfk, die Sie beschühhen. Ihnen raten
dird — wie dieses Haupt bereit zu Ihrem Rat, dieser
egen bereit zu Ihrem Schutz ist, und sei es gegen
önig Ludwig selber.“
Zaudernd, unschlüssig, den wirren Blick in's Leere
8 stand das junge Mädchen einen Augenblick
ing da.
Im nächsten Augenblick entwand sich ein erstickter
ufschrei in Ihrer Brust. Mit ausgeslreckkter Hand wies
Nauf einen erhöhken lichten Punkt in weiter Ent—
rnung jenseits der Mauer, die Madame Dupon“'s
igenkum umgrenzke. Deutlich erkannie der Kabalier,
ie hinter einem Fenster des kleinen Gebäudes ein Lich—
ein aufdämmerte.
Sehen Sie dort hin,“ sagke sie konlos, „man ist in
nem Zimmer, man findei, liest meinen Brief —“
Wie ein plötzlicher Entschiuß schien es über die Ge—
Istigte zu kommen.
„Sie haben recht,“ rief sie aus. „Golt will es — ich
ge Ihnen zur Kapelle!“
So hastig, daß Puisdome ihr kaum zu folgen ver⸗
ochte, eille sie, dem jungen Kavalier voran, der Slätte
NIuun welche sich die seligsten Erinnerungen des jun⸗
n Mãdchens knuͤpften.
Ihr schwärmerischer Sirm halle es sich als ein
Hhes Glůck geträumt, im Schutze der Racht eben an
aem Ort unauflöslich mit dem Gelieblen verbunden zu
tden. — und nun? —
Mii demselben balligen, Schrilt, der sie bis zur
Gatke! — Alexandrine, ich bin Dir Genuglung sschul
dig,“ fuhr sie mit erhobenem Tone fort. „Ich ver
sprach Dir eine Mutter sein zu woleen. Ich werd
mein Wort hallen! Was einer meines Stammes ver
ↄrach, ein anderer soll es sühnen. — Ernst!“
Hastig krat einer der Kavaliere an des Altars Seit
aus der kleinen Gruppe hervor und näherte sich den bei
den jungen Damen.
Einen flüchtigen Blik warf Alexandrine auf sei
Ankliß — sie erkannkte in ihm 'di— Zũge des jungen
Nannes, der ihr zuweilen im Walde begegnet war. Di
Ark, mit der er dem jungen Mädchen unverkennbar
Bewunderung gezollt, hakkte nie etwas Verlehzendes
zielmehr etwas Schülerhafkes Linkisches gehabt. Auc
etzt wagte er es kaum, sein Auge zu ihr zu erheben.
„Ernst, die Zeit drängt und ein Gebot der Ehr
u erfüllen, bedarf es nur weniger Minuken. — Ernst
Dein Bruder, dessen Liebe, dessen Vertrauen wir durc
ansere Anwesenheit an dieser Stätte zu beseitigen ge
yofft, ward diesem holden Kinde gegenüber zum Ehr
osen, zum Verrätker. Die Rache einer Pompadour ma
dem Feigherzigen mehr als eine Alles opfernde Liebe
Ernst, in Deine Hand lege ich dieses Mädchens Zukunt
—willst Du sie schützen, für sie kämpfen ?*
„Fräulein Alexandrine,“ fast unterwürfig beugt
Ernst de la Haye vor der fassungslosen Jungfrau sein
zmie, „legen Sie diese Hand in die meine, und ick
rotze einer ganzen Welt!“ J
Meine Hand in die Ihre! — Ich Ihre Gattin ?*
Entsetzt wich das junge Mädchen zurück
Ich sollkle einem Anderen, als Charles Treue schwõ
en, einem Anderen, als ihm, angehören? Nein, “nein
und sei er der Besten Edeistein Einer, dessen Großmu
nich vergehen läßt in Schamund Dankbarkeit —nie
nals kann ich einem Anderen, als Charles meine Hand
eichen!“