Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

D röstes Möhel -Lager 5 3
2 Sudwest· Deutsohlands —M 9 8
l i s in einzelnen Möhbeln u. — J —M
Vo— kompl. tinriontungen 34
———— — franko-lLieferuang. Saarbrücken. —
wissenschaftliche Vorträge
zum Besten des Schw estern⸗ u. Waisenheims

* *eres
—8 8 . * Curner⸗ *
Wassenbtüner⸗Uertin —
i
Dudweiler.
2 t.
Dudweiler. inde gurntaa. den 24. Oktobe. Sehücht wem sagt die Erpedition.
mẽi. 5
Am Sonntag den 24. ds. Mts., abends 8 Uhr findell Derbsgauurnia —S0
ei Kamerad Haller (Gasthaus zur Post) eine Mitglieder die sich daran beieiligen Zim me r
werden gebeten punkt 12 Uhr im
Abendunlerhallung mit Tan
a r.
g — —* gebeten puünktlich zu⸗ Erped. sagt wo.
ccheinen.
att. Jedes Mitglied ist berechtigt 2 Damen einzuführen Der Vorstand 7 isek ff
Der Vorstand. Unterhaltungs⸗ V risckartoffeln,
F V erein ehne gute, hr ete
t ür jetzt ü inter⸗
Die iumgen Deutschen dn h
Achtung! Achtung billig —A
Am un den 24. a Seligenstadt, (Hessen)
abends 8 Uhr findet im Vereins —
lokale ein geschlossener
Ball
tatt. wozu die Mitglieder nebsi
ihren selbständigen Angehöriger
reundlichst eingeladen sind.
Der Vorstand.
NB. Nur neue Mitgliede
oerden aufgenommen.

Erster Vortrag und zwar mit Lichtbildern:
Der Steinkohlenbergban u. seine Gefahr
von Herrn Bergassessor Jümg st
im Saale der Wwe. Riedschy. —
Sonniag, den 24. Oltober, abends 8 Uhr.
Am zahlreichen Besuch wird gebeten.
Das Abonnement für alle 6 Vorträge kostet 5 Mk. für eine
Familie; 3 MKk. für eine Einzelperson; für einen Vortrag gültiges
Zillet kostet 1 Mk.
Billete sind in den Pfarrhäusern und im Küsterhause zu haben
Pfarrer Trommershausen.

A. T. V. D.
Am 7. Roevember abends 8 Uhr finde
im Vereinslokale unser diesjähriges
herbsloergnügen
estehend in
Tanz u. turnerischen Vorführungen
tatt, wozu unsere Mitglieder herzlichs
ringeladen sind, sich zahlreich zu beteiliger
Der Turnrat.
Einladungen müssen schriftlich bis zum 30. Oktober an Herrn
teiger Escher u. Kaufmann Emil Kronenberger gemacht 5
zPpätere Anträge werden nicht berücksichtigt. Liste zum Einzeichnen
egt im Vereinslokale offen.

R

Wohllälighrils-AIuffü
ohlläligkeils-Aufführung.
—X — —E
Sonntag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr im Hotel
Nassauer Hof“
dit Jungsran von Orleans
romantische Tragödie in 6 Aufzügen und einem Vorspiel
von Friedrich v. Schiller.
ttassenöffnuug 7 Uhr. Anfang 8 Uhr.
Preise der Plätze:
Res. Platz 75 Pfg., 1. Platz 500 Pfg., 2. Platz 30 Pig.
In Anbetracht dieser außergewöhnlichen Aufführung bei groß—
artig er Ausstattung ladet hös. ein
Club Fidelia.
NB. Der Reinertrag ist für den Vaterländischen
Frauen⸗Verein bestimmt.

*1
Unubertroffon
oei DPrüsen, Seropheln,
Blutarmut, Engl. Krankheit, Hals⸗
Lungenkrankheiten, Husten, zur
Krästigung schwchälicher in der
Entwicklung zurückbleibender Kin⸗
— der empfehle eine Kur mit —
Lahusen's Lebertran
Marke „Jode IIa“.
Der beste, wirkaamstée,
beliebteste Lebertran
Leicht zu nehmen und zu vertragen
Preĩs Hic. 230 and 460.
Verlangen Sie ausdrücklich Marke
JodelIa“ u weisen Sie Nach⸗
ahmungen zurũck.
Alleiniger Fabrikant: Apotheker
WILHELM LAHUSEM in BREMEMN.
Immer frisch zu haben in Dud⸗
weiler Glückauf-Apotheke.

Ath! eten⸗Club
„Siegstied“
Heute abend
Uebung.

Provinziatstr. 306 gelegen zu ver
kaufen.
Johann Heyer,
Schützenstr. 56.
Saarbr. St. Johann Marktplat
geoffnet wird nie der Erfolg beim Gebrauch
S5onntag von 6— M Ahhr ivo Siecenpfet Toersa wefel⸗
eife
Rittwoch 528 v. Bergmanunn. Cu, Kadebenl
Schutzmarke: Steckenpferd.
9 Es ist die beste Sei alle
7 Alles Zerhrochen
bit 9 ermt b ut sohne Ausnahme kittet dauernd hautausschläge, wie Mitesser.
aufs bewährteste ges. gesch. 72 ue Frdichen
ins Auniversalkitt eere
kaufen Sie am besten u. billigsten A —e———
Gebr. Krochten.

— ——

fuͤr
Herren⸗ und Damenschuhe
in allen Größen und Mustern, sowie
Gummt-Fösung
um Reparieren von Gummi⸗Schuhen und Gummi⸗Absätzen
CLederhandlung Kerger
— Wilhelmstr. 4 —

vermisst

4
J

2

—

Nur noch einige
Münchener Kunst-Ausstellungs⸗Lose
Preis 2,10 Mark.
Siehung 15. November 1909.
18. Lotterie des Pferde⸗Vereins für
Elsaß⸗Lothriugen.
Tiehbung 13. November 1909.
Preis 1 Mark.
Zu haben in der
Buchdruckerei Dudweiler
J. Unterkeller.

XE
ssaatkor
mypfiehlt
Franz Rollmannsperger
Sudstraße.
— endet der furchtbare Kampf meiner Seele! Mein
gebrochenes Herz, mein verlor enes Glück fordern dieses
Ipfer. Vereint mit Alexandrinen, der Reinen und die
zöchste Seligkeit häklle ich gewonnen. Aber mit der
Tochtler der Pompadour verbunden — verloren wäre
neine Ehre, vernichtet mein Dasein.
Soll ich, daß einst meine Kinder erröken vor ihrer
Mutkter und unbewußt ihr eigenes Blut verfluchen ? Nein
ich kann diesen Zwiespalt nicht lösen. ... Ich fliehe
— elend, ein erbärmlicher Feigling! Jean Renaud
vird mich begleiten. Vergib, vergib mir Ich nehme
Ddein Bild mit mir über das Weltmeer. Möge mir dori
ꝛin Grab werden! Charles.
„Er verläßt mich! — Allein! — —
Schrill, wie ein Ruf des Wahnsinns, klang ihre
ztimme — wie in dem Ausdruck dr Verzweiflung leuch⸗
eten ihre Augen. Hastig und doch in vorsichtiger Beweg
ing glitt eine schlanke Mannesgestalt heran. Die furcht⸗
are Aufregung hatte Alexandrine ihr Herannahen über
zören lassen — bei dem Klang einer fremden Stimme
uckte sie zusammen, der Wirklichkeit zurückgegeben dem
tarren Paroxismus entrissen, der sich ihrer zu bemei
tern drohle.
„Erschrecken Sie nicht, Fräulein. Ich bin es — Puisdome!
 In angstvoller Spannung sendet mich Frau de
a Haye. Seit geraumer Zeit harrkt sie, getreu ihres Wor⸗
es, in der Kapelle — mit ihr der Priester, den Char⸗
es beredet hat, der he imliche Trauung. — — Großer
Hott.“ unterbrach er sich, den Blick umherschweisen
assend — „Sie sind allein? Wo ist Mezieres — was
st geschehen?“
„Eine Ehrlosigkeit unker der Maske der Ehre! Char—
es von Mezieres ist geflohen — hat mich verlassen
— im letzten Augenblick!“
Dumpf, wie in innerer Vernichtung klang die Stim—
ne des iungen Mädchens.

Ammons Uährzwirbach
ist der beste

Karl Ammon.
NB. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabath
WJ eg—
oder Elende!“ F
ISchmähen Sie ihn nicht — würden Sie der Toch
ler der Pompadour Ihren Namn geben?“
Fräulein Alexandrin —“
.Lassen Sie mich zurückkehren.“ fuhr Alexandrine
sort „und das Kommende erwarken.“
„Niemals! Sie kennen jene Frau nicht. Mit ihr zu
rämpfen, gibk es kein Mittel, ihren Willen brichte keir
Widerstand, kein Trotz —*
Zu kämpfen weiß ich nicht, aber zu sterben,“ sagke
das junge Mädchen sanft. „Danken Sie der von mit
erkannten Frau, wie ich Ihnen selber danke, und —
Ein lautes Geräusch, das des Windes Kichtung
janz deutlich zu den Ohren der beiden jungen Lenke trug.
terbrach ihr Gespräch. Mit donnerndem Geräusch fuhr
in Wagen, von der Landstraße herklommend, auf das
zaus der Madame Dupont zu. Jetzt hielt er vor der
Tür desselben.
Stimmen wurden laukt. Wie im Wiederschein rasch
entzündeler Fackeln leuchtete es vom Gebaäͤude herübei
zu der Waldeinsamkeit.
Mit beiden Händen verbarg Al exandrine ihr Anklitz
„Verloren — verloren!“ murmelie sie. „Es ist zu
pãät zum Zurückkehren! Ehe ich die Spuren zu lilgen
ermag, ist meine Flucht entdeckt. Längst harrte Ma—
)ame Dupont auf das Kommen der Marquise.
Sie da — sie sucht mich — die Pompadour —
meine Mutter.“
Mit sanfter Gewalt erfaßle Puisdome die Hand
der Verzweifelnden.
„Der Himmel selber, Alexandrine,“ sagke er hastig.
‚„zeigt Ihnen den Weg, den Sie nun gehen sollen. Nich
neiner Aberredungskunst bedarf es; kein „Zurück“ darj
es für Sie geben. Nicht dürfen Sie hinterwärts blicken
zach eines Elenden Verrat, der Sie dem furchkbarsten
Fluch preisgibt, dem Fluch der Läherlichkeit!

Das Diadem des Verderbens.
2, Charles ich komme!“
Geisterhaft verhallle ihr halblauker Ruf im Toben
es Windes — sie war allein an der verabredeken Stätte.
Eine namenlose Bangigkeit erfüllle se — was war
eschehen? Warum blieb der Erwarkeke aus — was
ollle werden, wenn er nicht kam?
Ein düsteres Bild stieg vor ihrer Seele empor — die
?rinnerung an die Multer des Geliebten, Frau de la
aye.
Wenn sie krotz ihres Schwures zu einem falschen
piel die Hand geboten hatlte? Wenn Gewalt oder
ist Charles von ihr fern hielt? Was dann?
„Charles, Charles!“
Verzweiflungsvoll schallte ihr Ruf durch die Nacht.
ir blieb nicht ohne Wirkung — lauter pochte ihr Herz;
enn in einiger Enkfernung blitzle zwischen den Büschen
in maltter Lichtschimmer auf; das junge Nädchen
ille ihm entgegen. —
Ein Knabe war es, der eine Lakerne am Gürtel
rug. Er war als schwachsinnig in der ganzen Gegend
ekannt und auch Alexandrine ganz fremd. Sie haite ihm
ift Wohltalen gespendet.
Er hielt in der krampfhaft geschlossenen Hand ein
zeißes Blatt. — Sjmchnell hatken die zikkernden Finger
es jungen Nädchens es ihm enkrissen, ehe er es ihr zu
eichen vermochte.
Eine Ohnmacht drohte ihre Sinne zu umfangen.
Bei der schwachen Helle der qualmenden Laterne er⸗
annte sie ihr eigenes, an Charles von Mezieres ge—
ichtetes Schreiben; mit fast unleserlicher Hand waren
inige Zeilen darunter gekritzelt.
„Im letzien Augenblick,“ las sie und vor ihren Au—
ren kreuzlen sich die Buchsstaben in wirbelndem Spiel
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.