Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

okales
BSemoinderais-⸗Sitzung zu Dudweiler vom 21. Ol⸗
t 1909. Anwesend als Vorsitzender Herr Burgermeister
Gemeindevorsteher Jost und 19 Mitgueder.
ẽs wurden folgende Beschlüfse gefaßt:
Als Schiedsmaun au Stelle von Rekior Knorz wurde
der Lehrer Phil. Krämer und fur den als fielvertr.
Schiedsmann s. Zt. gewählten Lehrer Johnun Quint
der Reltor Kuorz gewählt.
Als Enrschädigung für Einquartierungen wurde pro
Nann und Tag (gleichviel ob Offizier oder Mann)
l.50 Mark und für ein Pferd 10 Pfg. festgeseßt.
Den Lehrern und Lehrerinnen wurden folgende Octs⸗
zulagen bewilligt:
. Lehrer vom 5. bis 10. Dienstjahr 100 Mark
11. ,„ 18. 160 ,
16. — 2001
250
300
600
5
73
1c0
12688,
Ire ab 150,
Hen Rektoren wurde eine Amtszulage von 750 Mark
lligt.
Die Ortszulagen sind mit Rückwvirkung vom 1. April d.
ib zu zahlen.
j. Die Beschlüsse der Bau. pp. Kommission vom 20.
uts. wurden genehmigt.
Bartenbauverein. Die Generalversammlung des
nbauvereins Dudweiler hat als Tag für den Vereins—
den 16. November d. J. festgesetzt. Beginn abends
Uhr.
die Großstadt Saarbrücken ist die einzige Stadt
Regierungsbezirks Trier, die mehr als 1006 0600 Einp-⸗
zer zählt. Der Regierungsbezirk Trier besteht seit dem
scheiden der Stadt Saarbricken aus dem Kreise Saac⸗
ken aus 14 Kreisen. Es ist im Vergleich zu den übrigen
len der Roeinprovinz sehr aum au Siädten, deren er
12 zaͤhlt. Drei Kreise, nämlich Daun, und die Land—⸗
Trier und Saarbrücken haben keine Stadtgemeinde,
end die beiden Stadikcetse Trier und Saarbrücken keine
gemeinden aufzuweisen haben. Die Landgemeinden ver—
a sich wie folat: Kreis Daun 98, Prüm 140 Bilburg
Wittlich 77, Bernkast»l 71, Merzig 63, Saarlouis 78,
tbrücken Land 138, Ottweiler 44 Landgemeinden. Mit
Zahl ihrer Großftädte überirifft unsere Provinz sämtliche
Ainzen Preußens und sämtliche Bundesstaaten des deutschen
hes, fie hat nämlich neun Staädte mit über 100 000
vohner, es find dies foigende: Saarbrucken, Aachen,
Crefeld, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld, Barmen und

Dial

Bewaltige Prei⸗diffserenzen bestehen vielfach für Le⸗
miteel in den deutschen Städten. So wird laut „Köln.
in Koͤln ein Höchstpreis von 78 P'f. fur Kilogramm
hen bezahlt, waͤhrend in dem gar nicht zu weit entfern⸗
ctreseld fürr das gleiche Quantum nur 46 Pl. gesordert
en. Stettin und Emden bezahlen je 70 Pf. Berlin,
denburg, Kotthus, Erfurt, Kassel, Trier, Aachen, Köslin
da nover bezahlen den Durchschnitispreis von 56 pPf.
e Brötchen gibt es in Breslau, Königeberg, Memel
Lotsdam, hier bezahlt man 46 Pf.
zinrichtungen. Verzangenen Sametag fanden in
schland nicht weniger ale 6 Hinrichtungen st atz, in Kö⸗
herg, Kiel, Chemuitz, Brelau, Amberg oc.
der Kartoffeltrebs, eine Kartoffelkrankheit, die erft
iniger Zeit sich in Deutschland bemerkdat macht, ist neuer⸗
s um Elberfeld aufgetreten. Vom Kartoffelkrebs befallene
offeln sind giftig und ihr Seuuß zieht jichwere gesund⸗
iche Schaͤdigungen nach sich. Kennzeichen des Kartoffel⸗
ts sind warzen⸗ und blamenkohlartige Wucherungen, die
en Knollen und zwar besonders an den Augen und
nzstellen entstehen.
Bierflaschen dürfen nur zum Aulbewahren von Bier
zt weroen. Strafbar ist, was nicht gerügend bekaunt
n icheint, wenn Bierflaschen andere Fluͤfsigkeilen euthalten.
z heben die Leute in den Flaschen der Brauereien und
nenbierhändler Petroleum oc auf. Auch ist ein Kauf—⸗
ftrafbar. wenn er solche Flüssigkeiten in Bierflaschen
reicht. Dies zur Warnung!
Ztrafbar ist bikannilich die falsche Angabe des Allers
dindes beim Lösen des Gisenbahnbillets. Kinder unter
hren werden, wie man weiß, frei, und unter 10 Jahren
um halben Preise anf der Bahn besördert. Eme be—
e Dame in einem Nachbarotte Geras hatte ihr 10
b Jahre altes Töchterchen ais Leinhalb Jahre alt an—
aund so nur eine halbe Fahrkarte ur eine Fahrt ge⸗
Wegen Bitcuges ift die Frau nun in der leßten In—
u drei Tagen Gefängnis verurteilt worden.
vollo⸗Theater. Jubelnde Heiterkeit und flürmkscher
us find die Zeichen, unter wilchen jeden Abend die
dung im Rpollotheater begleitet wird. Mit gefpannte⸗
nteresse versolgt das Publikum die Aeußerungen auf
ühne und man sicht es den Gesichtern an, mit welcher
denheit das großartige Oktoberprogramm aufgenommen
Am Sonntag den 24. 9. M. läßt d'e entzückende
Jardische Operette „Die sütßzen Grisetten“ die mit so
m Erfolge gegebene Vera Violetta ab. Der Componist
perette „Das süße Mädel“ hat auch in die füßen
ten sein ganzes Können hineingelegt und eine Fülle
cbater Melodien geschaffen, die dem Auditorium vald
g sein werden, Die süßen Grisetten werden von den
Openttenbühnen immer gemeinsam mit Vera Violetla
aund hat an den vornehmsten Toheatern seine Wir—
ticht verfehlt. Das Buch ist sehr dramatisch und sinn—
usammern gestellt, und wohl selten hat ein anderer es
iden, die Necven der Zuschauer so in Ecrequng zu
wie in diesem Stuück

NKus RNahb und Zern.
gersfreude, 20. Dkt. Vor der neuen Schachthalle
ie Bergehalde mittels einer maschinellen Schaufeloor—
wund Lolomotivtransport abgetragen. Es wird hier—
ine große Fläähe von tieferem Niveau zur Erbauung
paration und Verladeeinrichtung, sowie sitr diese Ge—
nes Grubenvoses kreigelegt. Sbr. Volkszt.
iarbrücken, 21. Okt. Enem Arbeiter aus dem Stadt⸗
ihach, der gestern morgen im Begriffe war, den Neu—
n Zurbach zu passieten, bemerkte in bem dort fließen⸗

en Bach ein zusammengelegtes Kissen. Der Fund erregte
die Aufmerksamkeir des Arbeiters, er sah näher zu und be⸗
nerkte zu seinem Schreden, daß ein etwa 6 NMonate altes
dind in das Kissen eingewickell wat. Der Tod war bereits
iugetreten. Der Arbeiter brachte die kleine Leiche nur Polizei⸗
Vache, wo sofort Untersuchung eingeleitet wurde. Es heißt
aß die Mutter des Kindes bereits ermittelt wurde.
«Saarbr. Volksiz.)
Æreuznach, 20. Okt. Im Wald wurde die Leiche des
eit einem halben Jahre vermißten Bankdirektors zur Muehlen
nus Dresden⸗Blasewiz aufgefunden. Es liegt anscheinend
Selbstmord vor.
* Föln, 21. Ott. Ote Versuchsfahrten.
zür die Luftschiffmanssver, die hier am näch
sen Montag beginnen, sind zwei Kompanien der Berli—
ier Luftschiffer⸗Abteilung, sowie auch die dem ‚3. 1* in
hetz zugeteilte Abteilung nebst Offizieren und Ingenieu—
ten hier eingetroffen. Die Mandver, an denen sich
8. 2*, „P. 19 und der mit „M. * bezeichnete Groß.
Ballon beteiligen, werden in Vergleichs⸗ Ausbildungs
ind Uebungsfahrten bestehen. „P. 1* ist schon eingetrof⸗
en und montiert. „M. 2* wird morgen mit der Bahn
rwartet; 3. 2* wird augenblicklich in seiner Halle ge—
üllt. Das Zeppelin⸗Schiff wird von Hauptmann George
rus Vetz geführt, „P. 1* von Hauptmann von Kehler.
M. 2* von Maior Sperling.
* Köln, 21. Oklt. (Keiche Stiftung.) Kommer
ienrat Timmans aus Neu-Kronberg ftiftete einer Meld—
ing der „Köln. Ztg.“ aus Opladen zufolge anläßlich fei⸗
ler 40jährigen Tätigkett im Landkreise Solingen bei fei—
ier Ueversiedelung nach Wiesbaden zu wohltaͤtigen Zwer
en 100 000 Martk, die in erster Linie zur Erziehung Ju
sendlicher verwandt werden sollen.
* Düfseldorf, 21. Okt. Der,ßerr Doktor⸗ ver
rteilt.) Ein Kurpfuscher hatte sich vor dem hiesigen
chöffengerichte in der Person des „Homöopathen“ Paul
riebel zu verantworten, der das Gewerbe eines Heil⸗
indigen im Umherziehen betreibt. Hier behandelte er dit
hefrau eines Chorsängers, die seit Jahren an Kniege⸗
enlentzündung leidet; die Kranke mußlte wochenlang ab⸗
vechselnd Fträutertee und Olivenöl trinken, was ihe zwar
eftige Schmerzen verursachte, aber nicht die geringst⸗
Ainderung brachte. Nach ärztlichem Gutachten waren die
Redilamente, für welche der „Herr Doltor“ 11.50 Man
erlangte, absolut wertlos. Friebel ist schon zweimal we
en Betrugs vorbestraft; er ließ sich dahin aus, daß er
n ähnlichen Fällen schon wiederholt Heilungen erziel
‚abe. Von der Anklage der fahrlässigen Koͤrperverletzung
vurde er freigesprochen, wegen Beirugs dagegen zu 6
Vochen Gefängnis verurtellt.
M⸗Gladbach, 21. Okt. Ausgebrochene Zö g⸗
inge.) Aus der kürzlich eröffneten Fürsorgeerziehungs—
nstalt in Rheindahlen sind heute Nacht vier Zöglinge
usgebrochen.
* Essen, 21. Ott. Gelöschter Gruben—
ramnd.) Der vor einigen Tagen auf der Zeche „Von—
ern“ der Gutehoffnungshütte ausgebrochene Grubenbrand
it geloscht und die Förderung wieder aufgenommen.
* Lüdenscheid, 21. Oltt. (Jagdunfall.) Durch
men unglücklichen Zufall wurde der Rentner Karl Schulte
non hier auf der Jagd erschossen.
*Bielefeld, 21. Okt. Gine Lebensmüde.) In
iner Konditotei erschien eine junge Dame und forberte
ine Tasse Kaffee. Als diese gebracht wurde, bat sie den
Vitt um einen Pfropfenzieher. Der Wirt erbot sich, das
zläschchen, das sie ängstlich in ihrer Hand hiert, selbst
u öffnen, was die Dame mit sichtlichca Verlegenheit ab—
»hnte. Darüber stutzig geworden, bemächtigte sich der
LSirt kurz entschlossen des Fläschchens und fand, daß der
znhalt Lysol war. Die junge Dame gestand dann, in
ie Enge getrieben, ein, daß sie sich dainit vergisten
»ole, da ihr das Leben unerträglich geworden sei Sie
»urde auf Veranlassung des Wiris von der Polizei in
zchutzhaft genommen.
* Leichlingen, 21. Oktbvr. (Der Lenkballon
Leichlingen“ verunglücdt.) Die Rheinisch-Wesi
aälische Motorluftschiffahrts-Studien-Gesellschaft schreibt:
)er Lenkballon der Rheinisch-Westfälischen Motorluftschiff⸗
ahrtsgesellichaft unternahm Mittwoch morgen seinen er—
en Aufstieg. Er vol führte zuerst einige Fahrten in sehr
ringer Höhe, wobei die Haltemannschaften den Ballon
nn den Tauen fsesthielten. Die Höhensteuerung, sowie die
zeitensseuerung wirkten vorzüglich, auch war die Stabi—
stät des Ballons sehr gut. Da sich das Uebungsgelande
ils zu eng erwies, ging man auf die benachbatten aus—
sedehnten Felder und nach kurzer Zeit flog der Ballon
rei. Es scheinen jedoch Motorstörungen eingetreten zu
ein, denn der Vallon wurde nach turzer Zeit von dem
charsen Südost-Winde abgetrieben. Die Haltemannschaf—⸗
en versuchten die Haltetaue wieder zu ergreisen, was
hnen auch gelang. Jedoch rissen die Taue nacheinanden
ib und der Ballon war sich selbst überlassen. Er trieb
nit ziemlicher Geschwindigkeit gegen den benachbarten
stamelsberg und stieß mit der Gondel zuerst auf. Der
Führer, Herr Erbslöh, hatte schon vorher die Reißbahn
sezogen und war hiermit, sowie mit dem Ventilziehen bei
»er Vandung noch beschäftigt, während der den Moto,
edienende Ingentieur absprang. Personen wurden nich
erletzt. Die Hülle hat keinen wesentlichen Schaden ge
iommen, jedoch wurden die Seitensteuerung und die Goͤn
el ziemlich mitgenommen, sodaß erneute Aufstiege voꝛ
UInfang nächsten Jahres nicht zu erwarten sind.
* Bonn, 21. Ott. (Kahrlassige Tötuna.)
Vegen fahrlässiger Tötung hatte sich ein 18 Jahre altern
kraftwagenführer aus Köln vor der Strafkaͤmmer zu ver
ntworten. Am 5. Juni hatte er auf der Chaussee zwi
hen Mehlein und Rolandseck den neun Jahre alter
ichüser Johann Esch derart unglücklich überfahren, daj
er Junge kurze Zeit darauf an den Verletzungen starb
der Verunglückte hatte sich an einen Brotwagen ange
ängt und geriet, als der Kraftwagen herankam, an die
zeilse des Brotwagens und unter den Kraftwagen. Das
zericht erblickte, eine Schuld darin, daß der Kraftwagen
uhrer nicht die Geschwindigkeit seines Wagens einschränkte,
Us er die Kinder erblickte und verurteilte den Führen
zu einem Monat Gesänznis. Der Staatsanwalt hatte
in Jahr Gefängnis beantragt.
*Koblenz, 21. Oktt. (Sechs Kinder angecho
 ssen.) Bei einer Feldjagd in der Nähe von Kob—
enz sptelten Kinder in einer Sandgrube und eilten, als
e einen Schuß hörten, aus dieser heraus, um zu sehen,
vas der Jäger getrossen habe. Beide Schützen, zwei
»erren aus Neuwied, feuerten gleichzeitig, ohne die Kin
er zu sehen. Alne sechs Kinder wurden von Schrotkör—
iern getroffen. Drei von den Kindern sind schwer, die
indern drei weniger schwer verleßt. Die Jäger trifit
»eine Schuld.
*Trier 21. Olt. (BZugzusammenstoß) In—⸗
olge dichten Nebels überfuhr ein Güterzug auf Station
Nennig der Strecke Trier-Metz das Einfahrsiagnal und
ieß einem aussahrenden Güterzua in de Flanke. Mieb—
ere Wagen wurden vol standig zertrummert. Der Zug—
ihrer Karl Darbach aus Trier ist lebensgefägrlich ver—
etzt, ein Bremfser tot. Der Per onenvertehr wird durck
Imsteigen aufrecht erhalten, da beide Gleise gesperrt sind
*Wies baden, 21. Ott. (Drei Knaben'erstice
»eute Mittag 1 Uhr sind drei Knaben des Tase
»hners Himmelmann bei einemBrand e erstickt
die 5. 4 und 1 Jahr alten Kinder hatten wohl in Ab—

deenherr per Etern mir Fenerreng gesptett, so daß Bie
HBetten in Brand geraten waren. Hausbewohner drangen
nit Gewalt ein und sanden den äliesten Knaben bereits
tot vor, während die beiden andern auf dem Transporit
nach dem Krankenhause verstorben sind. Das Feuer in
don den Hausbewohnern gelöscht worden.
* Mannheim, 21. Ott (Feuer Sbrunst.) In der
Fettsäaure- und Glyzerinfabrik im Industtie—
hafen brach ein gefährlicher Brand aus. Vier große
nit Fett gefüllte Kessel waren, vermutlich durch Ueber—⸗
ochen des Inhalts, in Brand geraten. Bas Feuer hatte
sich bereits auf das Gebäude ausgebreitet. Der Berufsseuerwehr
 gelang es nach dreiftündiger Arbeit, das Feuer
zu lokalisieren und die übrigen Gebüͤude zu retten. Ueber
die Höhe des Schadens ist Genaues noch nicht bekannt.
*Bruchsfal. 21. Olt. Opfer der Wilderer.)
Ber bejahrte Waldhüter Firnkes aus dem Orte Forst ift
im Walde erstochen aufgesunden worden. Man vermutei.
daß Wilddiebe die Täter sind.
* Stuttgart, 21. Ott. (Die Wettfahrt in
st öl1n.) Zu der Rachricht, daß Oberingenieur Dürr von
der Luftschiffbaugesellschaft Zeppelin an den bevorflehen
»en Luftschiffmanöpern in Köln teilnehme, wird vem
„Schwäbischen Merkur“ von der Lustschiffbaugesellschafe
Jeppelin mitgeteilt, daß Furran George, der seine
Fühigkett, ein Zeppelinsches Luftschiff zu führen, mit —
genügend bewiefen habe, der Unterftützung nicht be⸗
durfe, daß jedoch, weil an „3. 20 mancherlet Reuerun—
zen in der Steuerung vorhanden seien und das Luftschiff
ange Zeit gelagert habe, die Teiinahme von Dürr bei
der ersten Fahrt zweckmäßig sei, um zu beobachten, ob
das Fahrzeug in allen Teilen in Ordnung fei.
*Friedrichshafen, 21. Ott. („3. 3» mit 3 Mo—
tore.) Wie verlautet, ist die gestern Nachmittag veran—
taltee erste Versuchsfahrt des „Z3. 30 mit dem drit⸗
ten Motor, die im wesentlichen der Ausprobierung
des Einflusses der neuen, tiefer liegenden mitileren Pro⸗
peller auf die Höhensteuerun g diente, zur Zu—
friedenheit ausgefallen. Die Probefahrten wurden heute
nach Verschwinden der starken Morgennebel fortgesetzt;
uinter anderem sind Geschwindigkeitsmefsun—
gen ageblant

Cesenrumme.
Berlin, 21 Okt. Zwischen den Kabinetten von Deutsch⸗
and, Fraukreich Eagland und Spanien sind zur Zeit Vor—
»esprechungen über die Ausarbeitung eints maroft anischen
Bergwerkagesetzts im Gauge, das nf Grund der Algeciras⸗
Akie zu erlassen wäre. Die Vertreter der vler Regierungen
verden voraussichtlich demnachst in Paris zusammentieten,
im die Verhaudlungen zum Abichluß zu bringen.
Reclinghausen, 22. Olt. Auf der Zeche „Scheänel und
kisen, sürzte durch Seilbruch ein Förderkorb in die Tiefe,
nuf dem sich elf Personen befanden. Die meisten sind le—
ensgesährlich verletzt, doch ist von den Verunglückten bis—
jer keiner gefstorben.
Mäünchen, 21. Okt. In der deutizen Landtagasitzung
vurde fast einftimmig der soziteldemoktatische antrag ange⸗
iommen, wonach die Pramen filr Lebens versicherungen bis
um jährlichen Prämienbetrage von 400 Maꝛk Emkommen,
leuerfrei bleiben. Das Z utrum dhatte seine gestrige ablehnende
daltung geändert.
Pofen, 21. Ott. Die gestrigen polnischen Blätter ver⸗
zffentlichen sensationelle Enthullungen des polnischen Jouraalisten
 Rakowski, der gegenwärlig in Paris lebt. Raloweti
» hauptet, jahrelang in Diensten der Posener politischen Po⸗
izei gestanden zu haben und für diese die Polen in Posen,
Desterreich und Rußland ausspionlert zu haben. Nach seinen
Angaben anterhält die Posener politische Polizei unter den
Bolen in allen Landern zahlreiche Geheim Agenten.
Chemnitz, 21. Olt. Der seit 8 Tagen eingezogene
Rekrut Sonntag aus Hohenstein vom Infanterie-Regiment
derübte heute früh 5 Uhr Selbumord. Ec stürzte sich aus
dem 4. Stock der Kaserne herab und war sosort tot. Die
Antersuchung verlief bis jatzt resultatlos. Offijiell wird als
MNotiv Schwermut angegeben.
Budapest, 22. Ort. Alle Blatter geven Übereinstim—
nend der Ansicht Ausdruck, daß der Kroner at die Ent
virrung der Lage nicht gefordert, sondern die Entscheid⸗
ing mur neuerlich hinausgeschoben hat. Die Konerenzen
er Aeinister mit den Parteisührern und die Parteikon⸗
erenzen selbst werden die Unmöglichkeit eines Zuͤsammen—
virklens der stoalition ehestens ergeben. Einem dann ev.
olgenden Bersuch Andrassys zur Entwirrung wird mi
jrotzier Stepsis begegnet.
Belgrad, 22. Ott. Das Kabinet Novatkorbi tssch
iberreichte dem König seine Demi sseton. Der Kö—
uig, der die Demission des Kabinetts sofort annahm, be—
raute die radikalen Parteiführer Passit ssch und Sto—
anowirtsch mit der Bildung des neuen Kabinetts.
Paris, 22. Ott. Die hiesigen Blätter kündigen eine
ranzosische Flottenkundgebung gegen Marotko an.
Atheun, 22. Ott. Prinz Georg von Griechenand
 hat seinen Absschied als Vizeadmiral genommen
Bozen, 21. Okt. Hauptmann Karl Kupferschmied bon
den österreichischen Kaiserjägetn wurde bei einer Bergtour
m venezianischen Grenzgehirge von italienischen Grenzsolda⸗
en unter dem Verdacht der Spionage verhaftet. Eine
Trienter Presse hetzt die itallenisaen Behöcden auf, sich die
ortgesetzten österreichischen Spionagen nicht gefallen zu iassen.
London 20. Olt. In der Kohlengrube in der Naähe
»on Cumneck (Aytshire) fand eine Explosion statt. Vier
Leichen wurden ochoraen Niele Nersonen murden verletzt.
Ause Ver heutigen Nammer unseres Blattes liegt ein
Prospett der Prämtenlos-Vereinigung Carl Wehe, Hamburg
283, bei, auf den wir hierm empfehlend hinweilen. Da
alle Prämienlose im Laufe der Zeit mit einem unbedingt
icheren Treffer gezogen werden müssen, so duürste die Betei—
lignng vieder en⸗ rehbt rea werdes
die Steicknadeln klirren, die Tassen
klappern,
und die Damen unterhalien fich eifrig, was sie bei
Erkältungen det Hausargehörigen stun. Und als
Uebereinimmung ergibt sich, daß si⸗ alle vorbeugend
Faye ächte Sodener Mixeral⸗Pastillen gebrauchen,
daß fie wieder nur Fays achte Sodener verwenden,
wenn es gilt, eine plötzlich auftretende katarrdalesche
Ecscheinung gus der Welt zu schaffen. Man kauft
Fays ächte Sodener in jder Apotheke, Drogerie oder
Dtieralwasserhandlung ffüit 88 Wißg. die Schachtel
Nachahwunaen weise man ertichlehen zu 34

ifder- Eervertagend bewersfe
nend shrung.
Die inder gedelhen
— vorzuglien dabei
manken- b. eluetiet
2051. Vßrauunqsstöroung.
            
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