Full text : Dudweiler Zeitung

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Montag 18 Okt. 09.

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Militärische Strafgewalt.
In welchem Uebermaß die militärifche
Ztrafgewalt Anwendung findet, beweist folgender
Fall, der der „F. 3.“ aus Glogau berichtet wird.
ẽr zeigt, wie auch die Angehörigen des Beurlaubtenstan—
»es unausgesetzt von der militärischen Strafgewalt be—
roht sind. Ein im preußischen Staatsdienste stehender
ikademisch gebildeter junger Beamter, der zur Zeit in
810ogau lebt, genießt in seinem Militärverhälinisse die
WLürde eines Unteroffiziers der Reserve. In
Bayern pflegte er nun, sofern er dienstliche Mitteilungen
in das Bezirkskommando zu richten hatte, solche unter
»er Adresse „An das Bezirkskommando in ....“ zu
»ewirken. Als er nach Glogau versetzt wurde und dort
iatürlich auch in dienstliche Beziehungen mit dem dorti—
zjen Bezirkskommando zu treten hatte, bediente er sich
der nämlichen Adresse. In Preußen bestehen
iun aber innerhals desselben Geschäftsbereichs und
ogar unter demselben Vorgesetzten zwei verschiedene
zehörden mit verschiedenen Kompetenzen: das Haupit—
meldeamt und das Bezirkskommando, die beide dem
Zezirtssommandeur unterstehen. In Glogau wacht man
min anfcheinend besonders peinlich und scharf darüber,
»aß die Adresse genau gewahrt werde. Und so erließ
zenn der dortige Hauptmeldeamtskommandeur, Oberst v.
Bonin, eine Verfügung, in der er dem Reserveunter—
ffizier kund und zu wissen tat, daß er seine Schreiben
ürderhin nicht mehr an das Bezirkskommando Glogau,
ondern an das Hauptmeldeamt Glogau zu ad—
essieren habe.
Soweit ist ja die Sache harmlos; die weitere Ent—
vickelung des Falles fordert aber die öffentliche Frritik
eraus. Man höre: Mehrere Monate nach jener schönen
Zerfaügung erhielt nämlich der junge Mann eine dienst—
iche Anfrage von dem Hauptmeldeamtskommandeur und
zatte nun das Wech, der Macht der bayerischen Gewohn—
seit foigend, seine Antwort ver ehentlich wiederum an das
— „Bezirkskommando Glogau“ statt an das „Hauptmelde—
imt⸗ Glogau zu richten. Schaudervoll! höchst schauder—
»oll! Das Auge des Herrn Obersten aber wacht auch
iber Kuverts und Adressen! Unverzüglich überschickte er
zaher dem vergeßlichen Reservemanne eine Vorladung auj
»as Bezirktskommando — pardon! aufs Hauptmeldeamt!
— und zwar in der Form eines richtigen Gestell—
ungsbefehles. Der gestrenge Herr von Bonimn er—
zjffnete dem Mtissetäter, daß er wegen jenes Versito ßes
Jzegen die Adressenordnung über ihn eine pofort zu
8611streckende Strafe von zwei Tagen
Nittelarrest verhängt habe (1) Für einen Schreib—
ehler also zwei Tage Freiheitsentziehung! Wir würden
das vielleicht nicht fuüur möglich halten, wenn nicht schon
ihnliche Akte militaärischer „ Ordnung“ von früheren Faäl—⸗
en her — es sei nur an den Fall des bei der Kontroll⸗
»ersammlung nresenden Magdeburger Rechtsanwalts
—„chmidt oder an den des Landwehrmanns Buchte aus
Dresden, der ebenjalls wegen jsalscher Adressierung oder
Nicht inhaltang des Instanzenzuges mit zirka 3 Wochen
trengem Arreft bestrast wurde — lennen würden, und
venn der Hergang nicht absolut zuverläfsia aeschildert
väre.
Da selche Strafen nun sofort verbüßt werden müj—
en, so warde unser Unterofsizier alsbald abgesübrt und
at.e nun das Vergnügen, zwei Tage lang bei Was-—
er und Brot — mehr gibts ja nicht — über den
iefsinnigen Unterschied zwischen „Bezirkskommando“ und
Hauptnieldeamt“ und vielleicht auch über bayerische und
eußische Behandlung von Menichen nachzudenken. F o r⸗
neülist ja der Herr Oberst von Bonin im Recht ge—
vesen, wenngleich einem bürgerlichen Juriiten immerhin
zweifel darüber aufsteigen können, ob jener Reserveunter⸗
ffizier damals überhaupt den Militärgesehen und somit
er gestrengen Jurisdiktion des Herrn von Bonin unter⸗
tand. Aber jedenfalls liegt hier ein Gebrauch der mi-—
rtärischen Strafgewalt vor, der die enesr.
nischste Zurückweisung verdient! Es ist zu be—
uern, daß der betressende Herr es verabsaumt vat, ib.
‚egenuber den Instanzenzug zu beschreiten, aber man kaun

»as versteyen, wenn man soigendes verücksichtigt. Sind
insere Rechtsbehelse beim Militär doch recht fraglicher
datur und sie sind es erst recht, wenn man sich ihrer
rit bedienen darf, nachden man die Strafe verbüßt
jat. Eine solche Anwendungsmöglichkeit des Besschwer—
derechuts ist praktisch vollig bedeutunzslos. Denn
elbst wenn der Beschwerdeführer nachher Recht erhält, so
sat er damit höchstens einen moralischen Ersolg zu ver—
eichnen, dessen Früchte noch sehr zweifelhaster Natur
ein können. Denn noch immer gilt ja vielfach die Nia—
ime: „Wer sich beschwert, hat Unrecht“, und nur alhzu
eicht gerat ein solcher Beschwerdeführer in den Verdacht,
ein „unbequemer Untergebener“ zu sein und die Furcht
bor Schitanierungen ist begreiflich. Wo in aller Welit
st es aber üblich, daß Strafen rechtskräftig, vollstreckbar
ind, so lange die Möglichkeit noch offen ist, sie mitteist
Rechtsmittels anzufsechten und eventuell zur Aufhebung
u bringen? Von Ruücisichten auf die militärische Diszip—
iin kann hier keine Rede sein. Das allgemeine Recht s—
ewußtsein vertangt, daß Strafen jeder Art nmicht
orstreckbat werden, solange sie nicht im ordentlichen In—
anzenzuge nachgeprüft sind, oder auf Rechtsmittel gegen
e verzichtet ist. Das Miilitärstrafrecht ist in diesem Punki
urchaus reformbedürftig. Wie kann man es aber über—
saupt verantworten, wegen eines Adressenversehens eine
Freiheitsentziehung zu detretieren“ Der Glogauer Fall
entt die Aufmerlisamkeit erneut auf einen Mißstand im
nilitärischen Rechtslehen, dessen baldigste Abstellung mit
iller Entschiedenheit zu fordern ist. Der neue Kriegsmi—
uster kann hier zeigen, ob er für modernes Empfinden
zerständnis hat.

Arbhung Jantschas starken Eindruck gemacht hat auch auf
sene hohen und einflußreichen Kreise, die bisher an die
Bedenklichkeit der Wiener tichechischen Propaganda nicht
zlauben wollten

Spanien.
* In der Frottag-Sitzung der Deputiertenkammer wurde
zunächst das Dekret über die Eröffnung der Cortes
erlesen und von der Mehrzahl der Deputierten mit Bei—
sall aufgenommen. Sodann brachte der Unterstaatssekre—
tär des Innern ein Hoch auf den König von Spanien
und auf die Armee aus, in das fast alle Anwesenden bee—
Jeist ert einstimmten. Die Carlisten ließen nur Spa—
nen hochleben. Cervera GRepublikaner) rief: „Es lebe
Zpanien, aber Spanien in Ehren!“ Darauf wurde Dato
zum Präsidenten gewählt, der sich in seiner Ansprache in
merkennender Weise über die Truppen in Melilla und
den General Marina aussprach. Die Republikaner rie—
en: „Loben Sie die Armee, aber nicht Marina!“ (Wi—
»erspruch bei den Konservativen.) Der Präsident ge—
achte sodann der im Riff gefallenen Offiziere und Mann—
chaften.

Marokko.
⸗«Der „Matin“ berichtet aus Tanger: Die Kaids
des Garb haben von Muley Hafid Briefe erhalten, wo—
un sie ersucht werden, gegenüber den Schutzbefsohlenen
5nglands und Deutschlands vorläufig große Nachsicht zu
ben, dagegen ohne Mitleid gegenüber französischen
zchutzbefohlenen zu handeln. Muley Hafid fügte hinzu,
m Falle von Schwierigkeiten werde er Beistand leisten.
5s heißt, daß die französische Legation im Besitze eines
olchen Briefes ist

Politische Rundschau.
Deutsches Reich. J
* Wie verlautet, wird im Lause des nächsten Monats
m Bundesrat mit der 2. Lesung der Reichsversicher—⸗
ingsordnung begonnen werden. Wann diese Verhand—
ingen so weit gefördert sind, daß der Entwurf der
deichsversicherungsordnung dem Reichstag zugehen kann.
aßt nich noch nicht uberseyen. Bie Beratungen im Bumn
esrat werden schon deswegen längere Zeit beanspruchen,
oeil sie sich mit den zahlreichen Abänderungsvorschlägen
u beschäftigen haben, die seit der Veröffentlichung des
zntwurfs und noch bis in die neueste Zeit vieljfach her—
orgetreten sind. Einen wesentlichen Teil bei diesen Ver—
andlungen wird die Frage der Gestaltung des Versiche—
ungsamts einnehmen.
* Graf Mathias Mielzynski auf Köbnitz beabsichtigt,
us Gesundheitsrücksichten im Laufe des Winters das
steich ßtagsmandat für den Wahlkreis Sam—
erObornißSchwerinMeseritz niederzulegen.
Lie der „Kurier“ zu dieser Meldung hinzufügt, gehört
ieser Wahlkreis zu den unsicheren und muß von den Po—
en stets heiß erstritten werden. Es empfehle sich daher,
nit der Agitation für die Neuwahl unverzüglich zu be—
sinnen. (Nach anderer Meldung will auch der polnische
teichstagsabgeordnete v. Chrzanowski sein Mandat nie—
derlegen.)

Hof und Gesellschaft.
*s Heute, Montag, findet in der Friedenskirche
uu Potsdam die Konfirmatlion der Pr'nzessin
Bittoria Luifse von Preußen. der 4

Oesterreich⸗ Ungarn.
»Die Gerechtigkeit gebietet, zu konstatieren, daß die
ämtlichen tschechischen Politiker aufrichtig und nicht
loß vor der Oeffentlichkeit von dem unglücklichen Redak—
eur Jantscha abrücken, der den Ministerpräsidenten
Bienerth mit dem Schick'al des galizischen Stadthalters
Zotocki bedroht hat, falls die de utschen Sprachgesetze
anktioniert würden. Die Tschechen sind zu kluge Politi—
er, um nicht zu wissen, daß die von Jantscha versuchte
Tdonart nur ihnen seloͤst gefährlich werden kann. Jantscha
gjilt als achtbarer Journatuist und ehrlich radikaler
Fanatiker. In der von ihm veröffentlichten Erklär—
ing ist nur das eine unrichtig, daß er und seinesgleichen
ie Tichechen vor Unbesonnenheiten zurückhielten. Das
zegent il ist wahr. Das Wiener Organ Jantschas, der
Videnski Dzienik“ ist ein Hetzblatt ärgster Art und trägt
nit Schuld an der plötzlich akut gewordenen Frage in
Ven. Jedt aber laußt sich schon konstatieren. daß die

—
R
PrinzesssnViktoris Luise v. Preussen
dochter des Kaiserpaares statt. „VPrinzessin Vikltoria
zuise, die am 13. September ihr 17. Lebensjadr vollen—
cte, wird, wie verlautet, noch im Laufe dieses Winters
n die Hofgesellschaft eingeführt werden.
— —

4 — *
Zur Strafrechtsreform.
Ueber den Vorsrenwurf zu einem neuen Straigesetz
buch, der Ende dieses Monats veröfsentlicht werden soll
macht die „Deutsche Jurisien-Zgeitung“ folgende Mitieilun
Jen: Der Entwurf wird sich unge ähr im Umfsang des
geltenden Strafgesetzbuches halten, nach der Zahl der
PRParagraphen sogar etwas kleiner sein. Es ergibt sich
daraus ohne weiteres, was uorigens auch von vornher—
zin anzunehmen war, daß nach der Absicht der vVersfas
ser die zahlreichen und 4zum Tett umfänglichen strafrecht
—— — ——— —

Das Diadem des Verderbens.
Original-Roman von H. Hirschfeld.
.2 Es kommt ein neues Leben, eine Frische mit ihm
ns Haus, die unendlich wohl tut. Wie beredk er zu er⸗
ablen, weiß vom herrlichen Paris und den Festlichkeiten
im königlichen Hofe, nicht wahr, Liebste?“
Ach, so ein schöner Abend in Versailles, inmilken
iller Pracht, die dem Zauberglanz in einem Feenmärchen
gleichkommen soll, schlägt nicht auch Dir das Herz höher
———
das junge Mädchen schüttelte das Haupt.
„Nein, liebe Freundin,“ erwiderke sie, „die Bilder
es Herrn von Puisdome erwecken keine Wünsche in
neiner Seele. Im Gegenkeil, mir würde bangen, führke
nich mein Schicksal in jene Säle voll schimmernden Glan-—
es, wo alles Fühlen, alles Empfinden unter starrer
MNäske eingedämmt werden muß, und wenn auch diese
Maske golden ist. Allein und verlassen, eine Fremde in
ill dem Gekriebe, würde ich mich zurücksehnen nach
zem stillen Frieden unseres Waldes, und wenn mein
Beschick mir die Erfüllung dieses Wunsches versagfe,
e würde ich stierben vor Sehnsucht nach der alten
deben Freiheit!“
Madame Dupont krak an das junge Nädchen heran
ind drückte einen Kuß auf ihre Stirn.
„Rind,“ sagte sie dann, „gab ich Dir nicht früh ge—
nug die Lehre, daß unser Dasein dem Wechsel unter⸗
worfen sei? Wehe uns, wenn uns die Gewohnheit in
hr Joch zwängk! Glaube mir, es kann leicht ein Tag
ommen, an dem Du Dich sträubtest, Versailles und
Zaris mit Deiner heutigen Einsamkeit zu vertauschen,
vie es jetzt umgekehrt geschiehl.“
Alexandrine sprang auf.
Großer Goli.“ rief sie, „man hal elwas mit mir

m Werke! Deine geheimnisvollen Andeufungen, die
Du seit einiger Zeit mir gegenüber machst, die rätsel—
shaften Zeilen meiner mütkerlichen Freundin Antoinette,
zie mir ihre bevorstehende Ankunft in eines Freundes
Begleitung melden — vor Allem die Anwesenheit des
jerrn von Puisdome, der sich den Zutritk zu unserer
Wgeschlossenheit so leicht zu erzwingen wußle, zu wel⸗
her bis jetzt Keiner zugelassen wurde — Duponft,“ fuhr
ie fort, liebe Dupont. stehe mir Rede. was hat man
nit mir vor ?*
„Ungslige Dich nicht, mein Kind,“* begüligke die wür—
ige Dame, „ich selber habe nur unbestimmte Ahnun⸗
en. Wenn ich Herrn von Puisdome den Einlaß ge—
atteke, glaubte ich mich durch gewisse Andeukungen der
)ame dazu berechtigkt, die über Deine Zukunft zu ver—⸗
igen haf. Es waren Andeuktungen, in welche eben der
nige Edelmann eingeweiht zu sein schien. Würdest Du
yn den reichen eleganken Kavalier, an dessen Arm Du
egesgewiß, als keine Fremde, das Parquett der Säle
on Versailles überschreiten könntest, würdest Du ihn als
zahten verschmähen?“
„Er ? Mein Gatte ?“ Alexandrine wurde lodenbleich.
Niemals!“ rief sie aus.
Mein Gott, wie tragisch Du die Sache nimmst,“
eschwichtigte Madame Dupont. „Man sollte fast befürch—
en, daß der wilde Jäger um Dich freie oder gar Char—
es von Mezieres, der verrufenste Mensch in der Runde,
egehre Deine Hand.“
Lieber sein Weib, als die Gaktin von Puisdomes
— nie, nie kann ich ihn lieben!“
„Weshalb hegst Du eine solche Abneigung gegen ihn?“
ragte Madame Dupont. „Er ist ein sausgezeichneter,
legantier Kavalier. Und wer sagt Dir denn, daß gerade
er der Dir bestimmte Gemahl ist? Ob nicht ein Anderer
ꝛs sein wird, von dem Deine mütterliche Freundin re—
det, der Dich in die Welt führen wird, an den Hof —“

Nicht an den Hof, niemals!“ unkerbrach das
unge Mädchen ihre Pflegerin mit Heffkigkeit, „könnke
ich ohne erröten mein Haupt neigen vor der Allgewaligen,
 vor der Pompadour?“
„Alexandrine —“*
Madame Dupont war kodenbleich und ein konvulsivi⸗
ches Zitkern durchbebte ihre Gestalt.
„Wer lehrke Dich diesen Namen verachten? Ich war
es nicht, Gokt ist mein Zeuge, ich war es nichk!“
Das junge Mädchen blickte sehr verwirrt zu Boden.
„Nein, nicht Du warst es, gute Dupont, Du in Dei⸗
ier milden Weise warst es nicht,“ entgegneke sie dann.
„Du schilderlest mir aber doch die Dame als die
Vittwe eines kyrannischen Gemahls, als Freundin
ind Beralerin des Königs, wirkend zum Wohle Frankreichs
 — aber ich hörte auch Anders über diese Frau.“
Sie hielt inne.
„Wann und von wem?“ drängte Madame Du—
pont ungeduldig.
„Eine Gesellschaft Touristen, der ich im Walde von
Senlis begegneie,“ erwiderte Alexandrine, „unlkerhielt
ich über die Frau Marquise. Sie schritlten auf dem
zauptweg dahin, ich hakke einen Seitenweg eingeschlagen;
ichles Gebüsch verbarg mich vor den Blicken der Vor⸗
iberschreikenden, aber mir entging kein Work von ihrer
Anterhaltung. Alle waren alte, würdige Leute, kein un⸗
iemliches Wort vernahm ich, keine Beleidigung und
»och ein um so schwerer wiegendes Urteil, welches sie
serdammte. Man nannte sie Frankreichs bösen Engel.“
„Verleumdung, Neid ließ die Männer solche Wortke
reden,“ rief Madame Duponk, außer sich. „Du hast
Dich durch Lügen betören lassen.“
„Ich glaube nicht,“ entgegneke Alexandrine erregk.
„Ich habe,“ fuhr sie stockend forl, „mich nach jener
Frau bei Jemandem erkundigt, über dessen Lippe keine
Luge dringt, dessen bin ich gewiß..
            
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