Full text : Dudweiler Zeitung (22.1909)

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Der Vorstand. Celephvn Nr. 20 —

Sämtliche ehemalige Mitglieder des
* *
Gesang⸗Verein Eintracht
die sich zusammenscharen wollen, werden hierdurch einge⸗
aden am Sonniag, den 17, Oktober Os, nachn. 4 Uhr
im Gasthaus Phei'l. Bäch (früher Baldes) zur
Gesangs⸗Probe
zu erscheinen.

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Musikverein
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Sonntag nachm. 2.30 Uhr
Probe
ei Mitglied F. Haller.
Der Vorstand.

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3 Magenleiden
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derdauunngsbeschwerden Stuhl⸗
verstopfung.
Ich teile Jedermann gegen Rück—
orto gerne umsonst mit, wie ich
nich nach langjähr. qualvp. Leiden
auernd davon befreite.
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Das Diadem des Verderbens.
Original-Roman von H. Hirschfeld.
11 „Hören Sie mich an. Ich verhehle Ihnen nicht, daß
wir ein gewagles Spiel zu spielen haben. „Alles 'oder
nichts, lauket die Loosung; beben Sie davor zurück ?“
„Ich bin zu Allem bereit, was Sie beschließen,“ ver⸗
setzle Frau de la Haye bestimmt.
„Wohlan! Also unumwundene Offenheit zwischen
uns,“ sagle der junge Mann, sich auf einen Sessel nieder⸗
lassend. Den Aufenthalt der Tochker der Marquise zu
erforschen, war der einzige Grund, welcher mich in diese
Gegend führkte — nach mir gebenen Andeutungen wurde
es mir leicht, meine Sendung zu erfüllen. Es gelang
mir sogar, Madame Dupont für mich einzunehmen und
mich Alexandrinen selber zu nähern. Diese Art, wie sie
meine Huldigung zurückwies, zeigke mir Erfahrenem,
daß ihr Herz nicht mehr frei ist; ihr Benehmen, wenn
der Name Charles von Mezieres genannk ward, ließ
mich erkennen, wer ihre Liebe besitze, auch wenn das
heutige Beiragen Charles mich nicht vollends davon
berzeugt hätte. Anfangs war es meine Absicht, das
Verlrauen der Liebenden zu gewinnen, sie zu heimlicher
Flucht zu bereden, der ich natürlich die vollständige ffentlichkeit
 im entscheidenden Moment verliehen hätte. Als
ehrloser Verführer wäre Charles von Mezieres entweder
in die Bastille geschickt oder deporliert worden und sein
Vermögen der jüngeren Linie des Hauses zugefallen.“
„Und wäre dieser Weg nicht der beste?“ fragte
Frau de la Haye. „Könnle ich Ernst im kritischen
Augenblick, in aller Glut der Leidenschaft den Beschützer
der belörten Unschuld spielen 7“
„Das war Anfangs auch mein Gedanke,“ bemerkke
der junge Mann, „aber ein anderer, wie ich glaube,
desserer verdrängike ihn bald. Wenn die Marquise sich

»on Bitten, von den Tränen ihres Kindes rühren lassen,
venn sie sich in das Geschehene fügen, ja vielleicht sel⸗
er den Verwegenen lieb gewinnen würde, der immer⸗
sin einen ehrenwerlen Namen seiner Galkin zu ver—
eihen hat —“
„Halten Sie den Puisdome, Sie haben Recht. Bei
einem maßlosen Glück könnken Charles damit die höch—
ten Ehren zufallen und dann wäre erst recht alles ver—
oren, Nein nein, das darf nicht geschehen! Helfen, raten
zie mir, mein Freund! Ich verkraue Ihnen bedingungs⸗
os! Was soll ich tun?“
„Noch vermag ich es nicht, Ihnen Ihre Rolle vorzu⸗
eichnen,“ entgegneke der junge Mann, „lassen Sie mich
erst selber den Kriegsplan enkwerfen. In jedem Fall muß
zjhnen die Pompadour dafür danken, wenn Sie ihre
Tochter vor den Nachstellungen des wilden Mezieres
gerettet haben. Sie spielen die Vorsehung der Liebe, die
Ketterin der bedrängten Unschuld.
Ohne eine Ahnung zu haben, wessen Kind Sie Ihr
haus, Ihr Herz öffnen, geben Sie, des geliebten Soh⸗
nes halber, Alexandrine bei sich ein Heim. Halten Sie
ich bereit. Vielleicht ist heute noch eine Unlerredung
nit dem jungen Mädchen nötig. Ich gehe, um ihnen
den Wegq zu bahnen. der zum Ziele führi.
3.
„Du schaust so unmulig, so erwarkungsvoll ins
Freie, Alexandrine sagke Madame Dupont zu dem
inmutigen ekwa sechzehnjährigen, jungen Mädchen, das
nit einer Tapisseriearbeit beschäftigt, am Fenster des
Erdgeschosses eines der zu ebener Erde gelegenen Zim—
ner des kleinen Hauses saß, das inmilken eines Gar—
ens, umgeben von üppigem Grün und unker hohen
Zäumen fast versteckt in der Nähe des Waldeingangs,
ibseils vom Wege sich erhob.
Geschmackvoll, aber von jeder Pracht entfernt, wie
die Ausstaltung der Räume, in denen Madame HKupont

Wie
* *
scüht man sic vor Magenleiclen?
Solchen Leiden, mit denen die Menschheit der
Jetztzeit vielfach behaftet sind. erfolgreich vorzubeu⸗
gen und energisch entgegenzutreten, empfieht sich der
rechtzeitige Gebrauch des
Dr. Engel'schen Nectar
Denn
ein kräftiger Magen und eine gute
Verdauung
bilden die Fundamente eines gesunden Körpers.
Wer also seine Gesundheit bis in sein spätestes
Lebensalter erhalten will, gebrauche den durch seine
ausgezeichneten Erfolge rühmlichst behkannten
Dr. Engel schen hectar.
Dieser Nectar, aus erprobten und vorzüglich
oefundenen Kräutersäften mit gutem Wein berei—
tet, übt inso ge seiner eigenartigen und sorg⸗—
fältigen Zusammensetzung auf das Verdauungsystem
 änßerst wohltätige Wirkungen aus, ähnlich
einem guten Magenlikör, bezw. Magenwein,
und hat absolut keine schädlichen Folgen. Ge—⸗
sunde und Kranke können Nectar also unbe—
schadet ihrer Gesundheit genießen. Nectar wirkt
bei vernünftigem Gebrauche förderlich auf die
herdauung und anregend auf die säftebildung.
Deshalb empfiehlt sich der Genuß des
Dr. Engel'schen Nectar
ür alle, welche sich einen guten Magen erhalten
vollen.
Nectar ist ein vorzügliches Vorbeuge⸗Mittel
zegen Magenlatarrh, Magenkrampf, Magen—
schmerzen, schwere Verdauung oder Verschlei⸗
nung. Ebenso läßt Nectar gewöhnlich weder
Stuhlv erstopfung noch Beklemmung noch Kolik⸗
ichmerzen noch Herzklopsen aufkommen, erhält
bielmahr guten Schlaf und regen Appetit und ver—
hütet also Schlaflosigkeit, Gemütsverstöruug, Kopf⸗
schmerzen und nervoͤse Abspannung.
In weiten Kreisen des Voikes durch seine Wir—⸗
kungen geschätzt, erhält Nectar Frohfinn und Le—
»enslust.
Necktar ist zu haben in Flaschen zu & 1.50 und
2. — in den Apotheken von Dudweiler, Puüttlingen,
Malstatt⸗Burbach, Völklingen, Heusweiler, St. Ing⸗
oert, Sulzbach, Elversberg, Friedrichsthal, Dillingen,
Neunkirchen, Blieskastel, Ensheim, St. Johann,
Forbach, Saarbrücken usw. sowie in allen größeren
ind kleineren Orten der Rheinlande und ganz
Dentschlands in den Apotheken.
Auch versendet auf Verlangen die Firma Hubert
UUrich, Leipzig, im Engros-Verkauf Neciar gegen
Nachnahme oder Boreinsendung des entfallenden Be—
rages zu Originalpreisen nach allen Orten Deutsch⸗
ands porto und kistefre.
vor Nachahmungen wird gewarnut!
Man verlange ausdrücklich
payx- Dr. Engel'schen octar.

Mein Nektar ist kein Geheimmittel, seine Be—
tandteile sind: Samos 260,0 Malagawein 200,0,
Weiusprit 50,0, Glycerin 100,00, Rotwein 100,0,
Ebereschensaft 100,0, Kirschsaft 200,0, Schafgarben⸗
blüte 30,0,. Wachholderbeeren 30,0, Wermutkraut
30,0, Fenchel, Anis, Helenwurzel, Enzianwurzel—
Kaluuswurzel. Kamillen aa 10.0. Diese Bestand—
teiie mische man!

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3.4144.

nit ihrer verwaisten jungen Verwandken, abgeschieden
on allem Verkehr, ihre Tage verlebte. war Mademoielle
 Alexandrine — einen anderen Namen kannte sie
elber kaum — gekleidet. Sie glich vollkommen dem
Miniaturporträt, das die Marquise von Pompadour
vem Herzog von Richelieu an jenem Festabend aczeigi
satte, aber dem Bilde war jener Ausdruck der Unruhe
und einer liefen Schwermut fern, der die Stirn des jungen
Mädchens in diesem Augenblick unmichakkete.
Mit ihrer Erscheinung im vollem Gegensatz stand
»as behäbige Außere der Madame Dupont, eine Dame
zon etwa fünfzig Jahren, mit dem Ausdruck der reinsten
 Herzensgüte in ihrem freundlichen, lächelndem Anklißz.
Madame Duponk hatte früher die Stellung einer
ßouvernante bekleidet und war in den Wissenschaften wohi
hewandert und beide Eigenschaften hatken einst Frau
»Ekoiles veranlaßt, ihre Tochter der würdigen Dame
ur Erziehnng und später als Marquise von Pomvadour,
ur Ausbildung ihrer reichen Auaden auzuvertcauen.
die hätte keine bessere Wahl treffen können. Unter ihrer
Ibhut war für Alexandrine das Leben bis vor Kurzem
n reinsiser Sonnenhelle dahingeschwunden. Seit einiger
zeilt aber war in dem Wesen des jungen NMädchens
ine große Veränderung Vorgegangen. Es war, ais
vürfen die Leiden der kommenden Tage bereits ihre
schalkten voraus und als sagte eine bange Vorahnung
hrem Herzen, wie so bald eine einzige Skunde über
hre ganze Zukunft vernichtend enkschelden sollte.
Der Tag ist vorgeschritten,“ fuhr Madame Duponkt,
zjegen das junge Maͤdchen gewendelt, nach einer Pause
ort, „und Herr von Puisdome, der junge, galante Ka—
zalier, hat uns heute noch immer nicht seine Aufwart—
ing gemacht? Wenn er doch nicht läuger ausblei—
en wollte!
            
Waiting...

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