Full text : Dudweiler Zeitung

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len. Außerdem wird bekannt, daß eine Veränderung de—«
ganzen Personals der Zentralleitung beschlossen wurde
òòò v α Û u PIL bA.
Hof und Gesellschaft.
** Aus Eisenach wird berichtet: Der Groß⸗
herzog verlobte sich auf Schloß Allenstein mit Prin—
zessin Feo dora, der Tochter des Prinzen Friedrich
von Meiningen. (Der 33 Jahre alte Großherzog
Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach war in erster
Fhe mit der 1905 verstorbenen Prinzessin Karoline von
Reuß ältere Linie vermählt. Die Braut ist eine Enkelin
des Herzogs Georg 2. von Sachsen-Meiningen: sie if
19 Jahre alt

Eine Kalamität!
In heutiger Zeit, in der von privaten Korporationen
md auch regierungsseit g eine Regelung des Arbeitsmartes,
 ein schneller Ausgleich von Angebot und RNachsfrage
nach menschlichen Arbeitstrafsen als eine der wichtigsten
ozialen Aufgaben erstrebt wird, ist es schon als eine
‚zrobe Untertassung anzusehen, wenn Behörden das Ueder—
ingebot von Anwärtern zu ihren Dienssstellen nicht recht—
eiliig bekanntgeben. Daß aber zu einem schon überülllten
 Beruf noch mehr Arbeitskräfte hin—
zelenkt werden, das ist schon nicht mehr schön. Diese
zeistung hat das preußische Finanzministerum mit dem
ym teilweise unterstellten LRandmesserborui fer—
g bekommen.
Odwohl die landwirtschaftliche Verwaltung, das Rej—
ort der offentüchen Arbeiten, die Kommunalbehörden und
or allem das durch Ueberfüllung und manchetleir andere
imstände hart bedrängte Privatgewerbe ihren zahltenmä—
ziig geringen Bedarf an Landmiessern schon seit mehreren
zahten gedeckt haben, obwohl die Anzahl der Geodösie—
wdierenden in den lebten Jahren immer noch gestiegen
ind an eine Beschäsnnung all' der vielen neugeprüften
Landmelier zetzt und für die nächste Zukunft garnicht zu
enken ist, obwotl diese Verhälimisse in der Faächpresse
ind auch amtlich erörtert worden sind, und das Finanz—
ninisterum selbst sogar rund 50 Anstellungsgesuche von
randmessern in diesem Sommer zurückweisen mußte, hat
rotzdem noch vor 126 Jahren der Vertreter des Finanz—
ninisters im Abgeordnetenhause am 10. März 1908 ge—
egentlich einer Besprechung der Landmesservor- und -aus—
ildung wörtlich erklart: „daß in der Tat geradezu eine
dalamitätentstehen könnte, wenn auch nur in ein;—
jem Umfange der Zufluß an neugeprüften Landmessern
n den nächsten Jahren sich vermindern würde.“
In diesem Zusammenhange war der Ausdruck „Kaa—
amitätt“ mindestens verfehtst. Gewißl Eine Kalami—
ät ist jetzt in der Tat eingetreten: nämlich bei den neu—
zeprüften Landmessern, die Geld, Arbeit und 4 bis 5
Lebensjahre vergeblich geopfert haben und die sich nun,
oie ein hoher Mtinisterialbeamter geraten hat, auf einen
weiten Beruf vorbereiten können. Das ist für die Be—
rossenen in der Tat recht bedauerlich. Aber als eine noch
rößere und für die Allgemeinheit sehr beachenswerte
dalamität erscheint es, daß von einem so wichtigen
Ninisterum vor breitester Oeffentlichkeit eine Erklärung
bgegeben worden ist, die in keiner Weise den Tatachen
ntspricht. Man kann doch nicht annehmen, daß dieses
kessort absichtlich unrichtige Angaben gemacht hat, absicht—
ich die Ueberfültkung im Landmesiserberuf noch mehr steigern,
ne neugeprüften Landmesfer schädigen und die Privat—
andmesser durch Ueberangebot aushungern will. Möchte
nan sich doch bei den Verhandlungen über die i Reform
er a lgemeinen Landesverwaltung in Preußen auch ein—
nal recht eingehend mit dem Vermessungswesen beschäf—
igen, in das sich nicht weniger als 4 Ministerien teilen
ind dem die eineitliche Zusanimenfassung in der Zentral—
nstanz fehlt. Dieser für Grundbesitz und Bodenpolitik so
vicht' ge Staatsdienstzweig bedari einer der Staatsregier—
uing und dadurch mittelbar der Oeifentlichkeit gegenüber
erantwortlichen Fachvertreutng Der Mangel daran ist
etzten Endes auch der Grund der geschilderten Kalamttät

3104 882 396. Bei den Gutschriften überwiegen noch
mmer die Einzahlungen mit Zahlkarten. Nahezu 10
ydtl. Karten wurden über 1 769 Mill. eingezahlt, wäh—
end 1305 712 Uebertragungen von anderen Posticheckkon—
en im Betrage von M. 1372 Mill. ausgeführt wurden.
ei den Lastichriften überwiegt dagegen der Umsatz durck
lebertragungen. Es wurden insgesamt 1307 181 im Be—
rage von M. 1359 Mtill. ausgeführt. Das durchschnitt—
iche Gesamtguthaben der Konteninhaber betrug im 'Sep—
ember etwa über M. 61 Mill. Von den einzelnen Scheck
imtern überwiegt nach wie vor das von Berlin mitlt
3318 Konten. Nahe kommt Köln mit 6142, nicht viel
veniger hat Leipzig mit 5903. Die übrigen Scheckämter
ind verhältnismäßig kein. Am meisten hat noch Frank
urt a. M. mit 3231, 2000 überschreiten jetzt Hamburg
nit 2701, Karlsruhe mit 2371 und Hannover mit 2313
das kleinste Scheckamt Danzig hat tsetzt 1200 Konten.
* In der Sitzung des Zentral-Ausschusses der Reichs—
»ank wurde die Erhöhung des Distontsatzes
on 4 Prozent auf 5 Prozent und des Lombard—
atzees von 5 auf 6 Prozent beschlossen.
* Die Reichstags-Ersatzwahl in Halle a. S. sin
det am 26. November statt.
* Die deutschen Postagenten gründeten einen Verr—
»and deutscher Postagenten mit dem Sitze
u Breslau. Zum Verbandsvorsitzenden wurde Postagent
Winkler gewählt. Der Zweck des Verbands ist die
Wahruna der Standesinteressen.
Oesterreich⸗ Ungarn.
*Am Sonntag Mittag erschienen die denutsch⸗
reiheithichen und christlichsozialenPar—
eiführer beim WMinisterpräsidenten Baron Bie—
rerth, dem sie das Ergebnis der Parteiberatung über
zie nationalen Schutzgesetze vorlegten. Der dreistün—
igen Konferenz wohnten auch die Minister Schreiner und
veislirchner bei. Es handelt sich hauptsächlich um die lex
lxmann und um die gesetzliche Festlegung der deutschen
zprache in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzbura und
sorarlverg als Landessprache. Bienerth erörterte in ein—
tündiger Rede die Halticag der Regierung ziemlich reser—
iert. Die Deutschfreiheitichen waren davon nicht befrie—
»igt. Nachmittags trafen die Teilnehmer an der Kon—
erenz bei Lueger zusammen, um die Erklärungen Bie
ierths zu diskutieren.
* In der Abgeordneten-Konferenz beim Bürgermei
terß uweger wurde einbillig beschlossen, in den Landta
en der vier rein deutschen Kronländer RNiederösterreich
)berösterreich, Salzburg und Vorarlberg Anträge betref—
end den alleinigen Gebrauch der deutschen Sprache im
zandtage, der Landesverwaltung und bei den Gemeinden
inzubringen.

— — — ⏑
Heer und Flotte.
—* Die allgemein gehegte Erwartung, daß unsere
Truppen auch für die Friedens zeit bald ducchweg
mit den neuen Felduniformen ausgestattet werden wür—
den, scheint sich nicht zu erfüllen. Einzelne Truppenteite
venigstens haben Anweisung erhalten, nach Fertigstelung
der Kriegsbestände wieder mit der Anfertigung der alten
AUnten usw. Uniformen fortzufahren

* R * 51
Die RNede Briands in Verigneux..
Die Rede, die der französtsche Ministerprasident Brit
aAnd in Perigueur hielt, stellt weniger das parla
mentarische Programm der Regierung dar, als eine all
gemeine Mahnung an alle Republikaner und Franzosen
Sr führte aus: Die Rezgierung wolle Rechtt und Frei
heit verbreiten. Sie könne sich leicht am Ruder erhal
ten, wenn sie gewisse Spalcungen im Lager der Repu
dikaner nähren wolle, aber das wäre ein elendes Ver—
brechen. Alle unsere Anstrengung soll dahin gehen, die
Pepublik wohnbar und liebenswert zu machen. Deshalb
betreten wir entschlossen den Weg des fozialer
Fortschritts. Die sofocrtige Ausführung der Al—
tersversicherung der Arbeiter ist die con
ditio sine qua non für unsere Fortdauer. Sodann ist es
tötig, die Demokratie zu erziehen, damit sie sich über die
loktalen Interessen zu allgemeinen Gesichtspunkten erhebt
Briand erktlärte sich gegen eine Aenderung des Wahl—
ystems und schließt, er wolle sich auf keine Mehrhein
oon Fall zu Fall stützen, sondern auf eine Mehrheit, die
die sozialen Reformen ernstlich wolle und auch entschlos—
en sei, den Frieden und die Ordnung zu wahren, die
zu solchem Reformwerk nötig sind. Die Entwicklung des
Zoalitionsrechts und die Heranziehung der Arbeiter zur
kdeilnahme am Arbeitsvertrag sollen dem sozialen Frieden
ntgegenführen. Frantkreich hat nur den einen Wunsch, zu
leben. Es wird deshalb in keinem Augenblick dulden,
daß sein Ruhm und seine Existenz angetastet wird, und
venn ein solches Unglück einträte, so würden alle Fran—
zosen sich erheben zur Verteidiaung ihres heißgeliebten
Raterlandes

England.
*Wie verlautet, sind die Vorbereitungen für den Bau
er vier Dreadnoughts so weit vorgeschritten, daß ihre
fertigstellung noch v or dem festgesetzten Datum erfolgen
ird

Norwegen.
*Der Streik der Unteroffiziere der jüngeren
Utersklassen ist durch weitere Massenaustrine aus dem
dienst fast restlos durchgeführt, was erhebliche Schwie—
igkeiten hervorruft. Für die Dienstleistung in den Fest—
ngen müssen Reservisten einberufen werden

Um den RNordpol.
Pearys Veröffentlichung betrefss Cooks steh
bevor. Die Esskimons, welche den letzteren begleiteten
sollen separat vernommen worden sein und esklärt haben,
Fook habe lediglich einige unweit KRap Hubbard ge—
egene Inseln besucht. Cook sei nicht weit nordwärts ge
ommen. Er habe einige kurze »Sflüge gemacht, sei
ter, wenn er offene Stellen im Eis antraf, stets zurück
zekehrt. Peary wollte beim Verhör der Eskimos nich
ugegen sein, damit sie unbefangen blieben; ihre Aus
agen wurden indessen von Kapitän Bartlett, Projesso
UYde. Millan, Borup und Henson gehört.
Luftschiffahrt.
Die Frankfurter Flicgerwoche.
Der Sonntag war der interessanteste der ganzen Flug
»oche. Bleriot bewarb sich um den Dauerpreis der Stadt
rzrankfurt im Betrage von 40 000 M. und flog eine
Ztunde 12 Win. und umkreiste 533mal die Bahn. Er er—
soh sich niemals über 10 Meier und flog in seiner be
annten Werne wellenformig auf und nieder, wobei er öf
er fast den Boden veriturte. Der Belaler de Caters, der

Wolitische Mundschau.
Deutsches Reich.
Von Berlin aus war die PMeldung verdreitet, der
eutsche Geandte in Butarest, von Kiderlen-üächter,
ei als Nachfolger des Unterstaatssekretärs im Auswärti—
sen Amte, Stemmrichs, in Aussicht genonnmen. Zu die—
er Meldung erklärt jeßt der Gesandte in eigener Serfan,
zaß ihym von einer bevorstehenden Aenderung in seiner
iugenblicklichen Stellung nichts velannt ser
xDie Zahl der Konteninhaber bei den Bostsicheckäm—
ern des Reichspostgfebtetes hat Ende September 32 744
rreicht. Am 1. Juli d. J. hatte die Zahl 29 064 be—
ragen. Der Znwachs der leßbten 3 Mongte beträgt alfo
,j680. Der Umsatz hat in den ersten neun Monaten des
Lestehens der Einrictung Mi.n 6 265 WMtill. überschritten.
Auf Gutichriften entieten 5 60 5α . auf Lasischristen

—

Türkei.
*Die besondere türkische Mission, die nach Rußland
ntsandt worden ist, ist aus Lüivadia zurückgekehrt.
rotz des ausgezeichneeen Empfanges, der ihr vom rus—
ischen Hofe und IJswostki zu Teil wurde, und
achdrücklicher Versicherungen der au richtigen Sympathien
Ublands für die neue Türkei ist keinerlei Spezialfrage
on Wichtigket eingehend behandelt oder entschieden wor
en. Der Vesuch des Zaren in Konstantnopel kann
ils defnitiv aAufgegeben angesehen werden.
* Ueber die Be'chlasse des jungtürkischen Komttees auf
em Geheimtongreßz in Saloniki werden neue in—
eresante Detils gemeldet. Von besonderer Wichtigkeit
st, daß der Kongreß in Saloniki den vor einiger Zeit
efaßten Beschluß widerrufen haoen soll, nach welchem
sem Komitee aktive Omiziere nibnt mehr angebören vol—

332 oen 4 —9 d9 —z
Das Nacdem des Verderdens.
9 Original-KRoman von H. Hirschfeld.
Überdies zählle Herr von Monza zu den wenigen un—
erschrockenen Männern, die offen dem immer mehr stei—
zenden Einfluß der Favoritin auf des Königs Willen
u widersetzen wagten und sich zum Verkreter des mur—
senden Volkes machten, das ohnehin durch Krieg und
Notstand erschöpft, durch die Herrschast der Maͤrquise
ind ihrer Günstlinge den völligen Ruin des bürgerlichen
Vohilstandes fürchieke.
»Verzeihen Sie meine ernste Erscheinung an dieser
ztätle der Freude.“ nahm der Präsident“ das Wort,
allein ich weiß, daß der Graf von Souvre, welcher
nein Stellvertreter im Parlament ist, als Gast in diesem
schlosse weilt. In einer hochwichtigen Angelegenheit
mseres Amles wünsche ich ihn auf einige Angenblicke
u sprechen.“
Ein mitkelgroß gewachsener Herr in einem Domino
on blauem Sammet durchbrach den Kreis der Neugie—
rigen, welche den Sprecher umstanden.“
„Ich stehe zu Ihrer Veri“çgund, Herr Präsident,“
agle er, die Maske lüftend. „Sie geben mir einen
Litel, den ich nicht mehr führe.“ versente der Herr von
Monza ernst.
„In meines Nachfolgers eigene Hand möchke ich
jese Papiere niederlegen. Es sind geheime Akten des
Jarlaments. Ich bin seit wenigen? Augenbücken mei
nes Amtes enksehßzk und aus Paris verbaunt.“
Ein Murmein des Unwillens ging durch die Grup⸗
en, wie das dumpfe Brausen der Meereswogen; man
achte kaum mehr daran, an welchem Orke man sich
»efand. Das Interesse, das die Mitkeilung des Präsienkten,
 eines von ganz Paris gekannken und hochge—
»hrlen Mannes erregke. häftte kaum den Einkritk der

Marquise bemerken lassen, wäre er in diesom Augen⸗
blick erfolgt.
„Und darf man den Grund dieser plötzlichen Enllass—
ung erfahren ?“ fragke eine Stimme ans dem Maskenkreise.
„Ich brauche mich seiner nicht zu schämen,“ entgeg—
nete der Marquis in würdiger Haltung. „Mehr als
einmal erpfing ich gewisser Außerungen halber, zu denen
nerletzle Rechte des Parlaments, sowie die nur zu sehr
egründeken Klagen der Naktion mich veranlaßteun, Zei—
hen des Mißfallens der Frau Maiqise von Pompaour.
 Selbst Se. Majestät der König entzog mir seine
Bunft. Schweren Herzenz, aber gestärkt durch das Be—
vußtsein der gerechten Sache, die ich verkrak, trug ich
neines Herrn Unwillen, und als ich heute der Ein—
adung folgte, die mich in Namen des Königs nach
Sellevue beschied, ahnke mir, daß es galt, als Opfet
neiner Überzenaung zu fallen. Im Namen Ludwig XV.
eu pfing mich die Rarquise von Pompadour.“
Der Greis dielt inne; so still war es im Saal, da
ben die Masit eine Pause machte, daß man das
hwere Atmen der belasteten Brust des alkten Mannes
ernahm.
„Und die Marquise,.“ fragke Puisdome aus dem
zreise der Masken.
„Die Marquite legte mir ein von dem König ge—
eichnetes Dotument vor, dessen Inhalt ich durch meine
ntersgrist genebmigen sollte. Es war die Ernennung
es Herrn von Mariguy, ihres Verwandten, zum Par—
amentsrat, welcher Wahl ich mich seit langer Zeit
bidersetzt haktke. Und da ich mich weigerte, legte die
Narquise ein zweites Papier zu dem ersten, es mußtle
on für diesen Fall vordereltet sein. Lesen und wäh—
en Sie, sagke sie. Ich las, wählte und ging scheigend,
nit mir nehmend das Dokument meiner Entlassung, mei—
ner Merbannung.“
Er schwieg und abermals herrschke tiefe Stille in

dem Saale. Wie ein leises Frösteln gĩng es durch die
Keihen der adeligen Gäke. Selbst Richelieun fühlke iid
beklommen. Welche Macht ruhtke bereils in der Hand
dieser Frau, die einen der kreuesten Diener des Stadate
in die Verbannung zu schicken vermoe
Er versuchte es, der peinlichen 5* TInde
zu machen.
„Haben Sie sich bereits für Ihren u en“
halt entschieden?“ fragke er.
ch besitze ein kleines Landguk in der Nae vor
senlis,“ erwiderte der Präsident, „dort in der Ein
ambkeit will ich mein Haupt bergen vor den Stürmen
die mein armes Vaterland früher oder späler durch—
brausen werden. Auh habe ich eine Berwandle in jenet
Gegend, die Wittkwe des Herrn von Mezieres, ir
zweitler Ehe mik dem Herrn de la Haye vermählt. S0
»esitzt aus der Che einen Sohn und ich möchte die bei
den jungen Leute gern kennen lernen.“
„Wohl nur einer derselben dürite Sie befriedigen,
meinte Puisdome lachend. „Es ist Ernst, der Sproß der
zweiten Ehe der Dame, der ein ebenso geietzker, beschei—
»ener Jüngling sein soll, als wie sein Bruder Charles
yon Niezieres eine wilde, zügelose Natur besitzen soll,
nichts anderes Gutes qufweisend, als daz ihm einst ein
zroßes Vermögen, das Erbe seines Vaters, zufallen
wird, dessen NRießbrauch bis zu seinem fünfundzwan—
zigssfen Jahre seiner Mutter zugeiprochen ist Au
Kosten desselben soll die ganze Familie leben, denn Her
de la Haye der Wittwe zweiter Gatte. ist arm. wie
heißt.
„Er wird es nicht bleiben, ist er des Beitzes war—
dig,“ enkgegnete der Präsident, „ich habe nichts mehi
an diesem Orke zu suchen. Gern hätte ich für Frank—
reich, für meinen König bis zum letzten Hauch gewirkt,
aber weil man mich gehen heißt, sehne ich mich nack
Ruhe, die ich lange genug entbeh ren mußle.“
            
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