Full text : Dudweiler Zeitung

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Die ECinweihnng des Weltpostdenkmals
Bern, 29. Sept.
Die feierliche Einweihung des Weltpostdenkmals in
Bern findet am 4. Okrober statt. Bundesrat Forrer
vird im Natisnalratssaal die Festteilnehmer begrüßen.
Um 11 Uhr beginnt die Feier von dem Denkmal, das
ron dem Staatsfekretär des deutschen Reichspostamtes dem
Vertreter des Bundesrats, Herrn Forrer, übergeben wird.
Darauf spricht Weltposidireltor Ruffßy. Beim Bankett im
„Bernerhof“ hält Herr Bundespräsident Deucher den offi⸗
ziellen Toast. Am 9. Oklover d. J. jährt sich zum 35.
Male der Tag, an dem in Bern der Wol postverein ge—
gründet wurde. Die Segnungen dieses Verbandes sind
ur jeden einzelnen Menschen ebenso wie für jeden
Start so in die Augen springend gewesen, daß wir kaum
noch das Bestreben, der segensreichen Tätigkeit des Welt
osverenms ein bleibendes Denkmal an der Stätte seiner
Wiege zu seßen, näher zu begründen brauchen. Bereus
ils im Herost 1899 das 25ährde Inbisäum des Vereins

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eierlich begangen wurde, tauchte der Plan auf, ein sol—
hes Den mal zu errichten. Zum Wetibewerbe um das
elbe sorlten Künstler alier Länder herangezogen werden.
daraufhin sind 122 Entwürfe eingegangen, welche im
Septemrer 1902 geprüsft und von denen“ 6 mit Preisen
usgezeichnet wurden. Von diesen 6 Enutwürsen wurden
mit dem ersten Preis gekrönt. Es waren dies die
ẽntwarte der beiden Franjosen Ernst Tubois und Rene
»e Sant Ptarcaut und der beiden deutschen Professoren
—mil Hundrieser und Georges Rorin. Sie genannten
run ler erhynllen gleichzeitig die Aufforderung, Modelle
hrer Entwarse vorzulegen. Ruf Goarnd dieser Modelle
st das von dem Bariser Bildzauer Rene de Saint Mar—
aut enrworzene Denkmal zur Ausführung gekommen.
Wir bringen heute unsern Lesern ein Bind' dieser origi⸗
iellen Grurpe. In einer Wolle, die über die Spitze hoch
ragender Felsen hinweg gleitet, schwebt die Erdlugel, um
veiche fünf Frauengestalten, die fünf Erdteile, tanzen und
ich dadei Briese überteichen. Am Fuße des Feisens sitzt
die Verkorperung der Stadt Bern, eine prächtige Frauen⸗
gestalt, auf deren Schilde das Bappen der Siadt Bern
rangt. KRasz Dentmal kostet rund 150 000 Martk.
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Unm den BRordpol.
Cobt und Neary.
Peary zähit vierzehn Gründe auf, warum er
Loots Augaben über seine Erreichung de—s
dordpols mißlraut. Er erklärt, alle Estimos hät—
en beundet, Coot sei niemals außer Sicht des Landes
jewesen. Cool habe ferner die Gepflogenheit der Nord
»olforsher, die von ihren Vorgängern niedergelegten
Dotumente zurüuckzuvringen, um zu beweisen, daß sie seldst
oweit vorgebdrungen seien, nicht beobachtet. Coots In.
trumente scien Quecksilber-Instrumene gewesen, die in
iormater arktischer Temperalur ungeeignet wären. Die
onstige Ausrüstung für die angeblich durchgemachten Stra—
pazen sei ganzlich unzulänglich gewesen. Tie in Brookiyn
rscheinende Zeitung „Standard Unien⸗ erilärt, die Ab—
»ildungen, welche Todt zur Illustratton seiner Artikel im
„Newgort Herald“ benutzt hät:e, seien alt, trozꝛem die
Zeitung angab, sie selen auf der Polarfahrt aufgenom—
men. Coot gibt zu, daß die Bitder vor acht Jahren von
ainderen hergestellt worden seien. Cooks erste Vorlesung
war ziemlich gut besucht. wenn auch keinesweas ftart

„FIr yar ein Geyeimnis, aber er verdirgt es vor
iem Vater und vor mir,“ grübelte sie mit einem schwe⸗
en Seufzer. „Es scheint mit doch wenig natürlich, daß
re so innige Freundschaft mit diesen alten Förstersleuten
flegt.“
Jetzt war der Entschluß in ihr gereift, das Geheim⸗
iis zu ergründen. Sie beobachtete sein Ein- und Aus—
ehen noch schärfer, und als er wenige Abende später
wieder heimlich das Schloß verlassen hatte, hüllte sie sich
in einen langen schwarzen Mantel und folgte ihm unge⸗
sehen und geräuschlos.
Anfänglich verlor sie seine Spur im Waldes dunkel,
doch bald gewöhnte sie ihr Auge an die sie umgebende
Finsternis und sie entdedte ihn wieder auf einem schma⸗
en Fußsteig und folgte ihm in der Entfeernung wie ein
Schatten.
Endlich war das freundliche Forsthaus erreicht. Hel⸗
les Licht leuchtete aus den Fenstern zu ihr herüber und
schnell huschte sie hinter einen Baum, um nicht bemerkt
zu werden. Dort wartete sie klopsenden Herzens, bis Ed—
zar die Gartenpforte geöffnet und im Hause verschwunden
war. Zu ihrem Glück hatte er die Pforie offen stehen
gelassen und geräuschlos folate sie ihm und näherte sich
dem Hause.
Was sie aber jetzt durch das hell erleuchtete Fenster
erblickte, ließ ihr Herz stürmischer pochen und unwillkür—
ich legte sich ihr Antlitz in finstere Falten. Auf einem
stuhebette, gerade dem Fenster gegenüber, lag eine an⸗—
mutige, blonde junge Dame, in einem schlichten weißen
Dleide und mit blühenden Rosen im Gürtel und im
Haar. Neben ihr, in einen Sessel gelehnt, ruhte Eagar;
r hielt die Hand der jungen Dame fest in der seinigen
ind schaute sie mit so liebevoller Zärtlichteit an, wie sie,
Lauscherin, noch kleinen Blid von ihm erhascht hatte.
Sie beugte sich näher dem Fenster zu, ungeachtet der
schützenden Epheuranken, die von ihr mil unsaufter Hand
errissen wurden. Sie hätte viel darum gegeben, die Worte
uu verstehen, die drinnen von den Liebenden geflüstert wur⸗
ven. Aber sie veritand keine Silbe. so sehr sie auch ihr

d * * ——— **
Die Hudson⸗Inlton-⸗Feier.
ew-York, 29. Sept.
Dem historischen JFestzug war das Werter
ünstsig; gelegent ich zeigte sich sogar Sonnenschein. Die
minense u chauerigenge erfireckie sich auf zehn ilomerer;
Ar Andrang war an der zweiundverzigsten Straße und
n der Juarsten Abenue derurt, daß berruene Polizei
rehrere Straßen raumen mußte, indefsen hielten
ch im al geiteinen d'ie Vienschenmessen sehr gut, wenn
uh Bein Start einize von den 21 Festwagen mit Ta—
leaus in Gejahr beriecen und von den 5000 kostümierten
arelleen rige Lußens h) vergebens bemuhten, an
e ate zu gelangen Enuorme Preite wurden für dee
ribnenie somie Ienster bezaqhet.
Die e νe οι schützen die Zahl der
)us auer Seim ι αι 3α onen. Fäst gar
ne intahe ertignelca siche euds gabden die deutschen
eene eirion“ us es t.anz“ Konzerte, zu denen
aich Gebneea von Röfter erschien. Die deurjchen
rriegsschisre werden sorteneend stark beĩuch

Hudson, der Eutdecker der Manhattan-Jusel.
ew-NYork begeht jetzt mit riesenhaftem Getriebe das
Fest seines 300jährigen Vestehens und ehrt den Entdeder
des Hudson-Flusses und der Manhattan-Insel, auf wel—
her die Stadt steht, durch Errichtung eines gigantischen
Denlmals. Hudson ist zur Entdeckung des Riesenflusses,
der seinen Namen treägt und dessen Ufer dem deutschen
Khein so ähmich sind, eigentlich durch einen Zufall ge—.
getonimen. Er wollte 1609 die sogenannte „Nordostpassage“
finden, d. h. eine Verbindung vom Atlantischen Ozean
mit den nordafatischen Gewäsfern, und suchte zu diesem
Zwecke die nordamerikanische Küste nach Meeresbuchten ab.
Dahei ssieß er auf den Hudson, den er für den gesuchten
Reeresbusen hielt, bis er sich endlich nördlich von Al—
bany von doer Tatsache überzeugte, daß er nur einen mäch—
tigen Strom enHede habd Immerhbin hatte ihn der Fluß
io imponiert. daß er die haltändische Regierung. in des

rur Nev * n Ind —X& rorseter
en Diensten er seine Fahrt unternommen hatte, zur Be—
ründung ciner Kolonie auf der Manhattan-Insel veran
aßte, die NeißAmsterdam benannt wurde und 1664 vor
ein Uebergaug an die Engländer den Namen New-Yort
rhiect. Hud'on ging nach seiner Rückkehr wieder in
engische Dienste und entdeckte 1610 Labradow und die
nach ihm benannte Hudson-Bai, die er allerdings für die
Züdsee hielt. Eis und Schnee hielten ihn den Winter
iber in jenen eisigen Gegenden sest. Seine Manncchaft,
»e sich schon immer gegen seine Strenze auigelehnt hatte,
mpörte sich und setzte ihn mit seinem Sohn und achi
ransen Matrosen in einer Schaluppe ohne Nahrung, Ge—
äte und Wassen aus, Man hat nie wieder etwas von
uin gehört

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Lut isabirt.

die Berliner Fliegerwoche
Die Star!s am Dienstag Nachmittag, zu denen sich
nur Eine Acine Zuschauerzahl eingesunden hatte, waren
m Gegensatz zu Montag meist von gutem Erfolg beglei—
ect. Lacham (Eindecker), und Rougier (Zweidecker) durch—
logen in elegantem Kurs acht bis zehn Mal die Flug—
»ahn und landeren glatt. Vesa (Zweidecker) und Bleriot
Erndecler) konnten sich indessen nur vorübergehend über
om Boden erheben und gingen dann wieder nieder. Zum
Schluß creignete sich noch ein bedauerlicher Unfall. Emi—
io Edward haͤtte eben einmal die Bahn umflogen, als
der Motor versagte und der Flugapparat mit Fehr gro⸗
zer Schnelligleit zur Erde stürzte. Edward hatte aber die
eistesgegenwärt, vor dem Aufstoßen des Moters abzu—
pringen; er kam mit einigen Hautabschürfungen im Ge—
cht davon. Der Zlieger dagegen erlitt gröpßere Beschä—
igungen.

———— æꝛ*
Ohr anstrengite, und mu Haß und Born gegen die umn—
»elannte im Herzen eilte sie flüchtig wie ein Reh in den
Wald zurück und dem Schlosse zu.
In atemloser Hast und ohne fich ihres Mantels zu
ntledigen, eilte sie in das Lesezimmer, wo der alte Graf
seine Abendstungen zuzubringen pfleg,e. Sie hatte sich
aicht getäuscht. Er sprang von feinem Sessel, als er in
ihr heftig erregtes Antlitz blicte, rief er beflürzt aus
„Was ist geschehen. Wilma. was hat Sie sa sehr
rschreckt?“
Sie holte schwer und tief Atem, dann blickte sie wild
im Gemach hin und her. Der alte Herr wurde ängstlich
ind wollte schon seine Hand auf den Schellentknopf le—
zen. Doch Wilma merkte seine Absicht, schnell legte sie
hre zitternde Hand auf seinen Arm und hinderte ihn da⸗
an.
„Es ijst alles verloren,“ stieß sie dann heiser hervor
Warum haben Sie mich hierher gerufen und Hoffnungen
n meinem Herzen erwedt, die niemals gestilill werden
önnen?“
Er blidte sie versiändnislos an; seine dunnen Lip—
en preten sich fester aufeinander und die Falten auf
einer Stirn wurden drohenden.
„Sie sind aufgeregt, mein Kind, Sie wissen nicht, was
Zie sagen,“ sagte er mit finsteren Bliden.
Sie lachte — es war ein unheimliches, heiseres La—
hen, das in dem geräumigen Gemach ein schauriges Echs
and, und das Herz des alten Herrn erzittern ließ.
„Ich weiß es sehr gut, was ich sage, obgleich der
Anhlid vor einer kurzen Spanne Zeit mir fast die Be—
innung raubte,“ stieß sie rauh gervor, seine Hand noch
mmer so fest haltend, daß sie schmerzte.
„Sprechen Sie.“ gebot er unwillig. „Foltern Sie mich
licht unnütz. Ich will wissen, was Sie gehört und ge⸗
ehen haben.“
Mit fliegendem Atem und in heftigen Worten erzählte
Wilma die Geschichte ihrer wichtigen Entdedung. — — —
„Ein Billet für Sie, Herr Graf: die alte Försterin
hte es vor 3wei Tao—

p

Gordon-Bennei!⸗-Wettfliegen.
Zürich, 29. September.
Heute becann der Luitschisserkongreß der Federat!on
Teron ne i ernativnale, für den zwei Tage vorgeseher
o. Aim 1. Attoser neumen die internat onalen Wetiflie
uen in Becbeneung mit dem Gordon-Bennett⸗Fliegen, ver
miaditet Lom Schweizoeischen Aero-Klub, ihren Anfana
Loresehen jind:
1. ECine Zielfahrt. Für die gemeldeten Bal—
one gilt es, hleroei eruenn im voraus bestrimmten Ziele
uiAglichst nane zu konmen. Es sind voerschiedene Ziele
o. acsesen, ber Ballonfahrer hat sich jedoch kurz vor den
iug qzu ent che den, weiches er erwählt hat. Der nächst
zui Hiel ist Sicher. Tatam: 1. LOkiober.
2. Eine Beisfahrt. Zugelassen sind hierz;
ur Ballene der 3., 4. und 5. Alasse (mit über 900 bi—
20 Stiinecter Gasintaite. Tie Zahl der Ballone ei
zer Noauen ist vierdei nicht beschrünst. Daum 1. ev.2
Atober.
VBis vor lurzem waren zu vorgenannten zwei Kon
uerenzen zon Go Ballone genannt.
8. Die GordonBennertWettfahrt un
e von dem Autritanet Gordon Bennett gestiftete Tro
hhe. ziur drei Ballone dursen von jeder Nation starten
Se neldet sind neun Rauionen mit 20 Ballonen, darunte
arei bertsete. Ter Steger des Vorjahres war der Schwei
zer Gercrastaorertt Schitt, der 71 Stunden in der Luj
urlieo und 1212 ilonteter vom Start (Schwarzendorj
VBerine an der noregischen Küste landete. Sieger bein
Geαut! Feiegen ist derrenize, der die weitest
Sutteinunig omn us nnere tGaswerk Schlieren bei Zü
iren r*

Da der zweite Tag evpennmielt freicehasten wird, f.a
dürste dnn. Oitober bas Erichenen Serrerrn'nen
parret werden; auch der Rarevbalcatloön soali—
Zurich vorgeführt werden.
Insgesamt werden wie im Norjzahbre in Beriin ctwé
30 Freiballone in Zärich ausltegen. Da zu febiger Jah
eszeit westliche Winde vorxrrichen, ist es ser wahr
scheinlich, daß die Mehrzahl der zu den Weitfahrten auf
steigenden Luftstzifse am 2. bezw. 3. Oktober über Ober
bayern und RMünchen wegflienen. IZn Lulischiserkreise:
rechnet man Tark mit dieser Rörlichcit. Die Kreisregie
rung von Oberbanern hat die Verwastungsbehssrden an
gewiesen, die Or spolizetibehörden davon zu verständige:
uinter dem Hinweise, daß ez wünschensstwert erscheint, da
die etwa im Regierunçgsbezirk landenden Luscschifser eir
reundliche Aufrahme sinden

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* Luftreise. Der bekannte Bergführer J. Nainer i
Ridnaun hat die Einsadung eines Touritten angeugumen
der mit einem Lultschiff die Fahrt vom Ahein bis zun
Karutlasfus unternebhbmen will

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Aus aller elt.
Gaserprosson. Als der Rechnungsrot Hausschild
weil sich in der neu bezogenen Wohnung in TSerien en
tarker Gasgeruch bemerkvar machre, auf einer Leiter ste
send die Gasteitung an der Tecke mit einer Kerze ab
euchtete, entzundete sich ausströmendes Gas und explo
dierte unter starker DTeronatien. Hausschild wurde vor
der Leiter herabgeschleudert und durch Stüchflammen an
zanzen Oberkörper so schwer verletzzt, daß er nach den
Arankenhaus gebracht werden mußle. Frau Hausschil
erlett im Gesicht und an den Handen erhebiche Brand
wunden und konnte nach Anlegung von Notoerbänden ir
der Wohnung veroleiben. Die Wirkung der Explosion
war so stark, daß zwei Wände durch den Lustdruck um
zestürzt und fast saͤmtliche Fensterscheiben an dem Hauf
zertrummert wurden.
Neberfall im I3nge. Im Eilzug Verlin—Schneide
nühl, der 1.16 Uhr nachis in Landsserg eintrisft, wurde
kutz vor Küstrin ein Raubanfall von kinem maäskierten
berbrecher ausgeführt. Derselbe versuchte während der
Fahrt in ein Coupee zweiter Klasse einzudringen, in wel
hem sich ein Offizier befand. Der Offizier zog die Not
cine, worauf der Verbrecher abivrang und in der Dun
elheit entkam.
Unterschlagung. Nach einer unvermutet vorgenom
nenen Revision der Stationskasse in Weida wurde de
angzährige Stat onsverwalter sofort seines Amtes ent
hoben. Der Fehlveireg wurde auf 3000 M. festgestell
Raunbanfall. Vier Männer kamen auf Fahrräderr
in die Ortschaft Weinböhla bei Dresden und drangen ir
ein alleinstehendes Haus ein. dessen Bewolmerin sie über
felen. Tie Räuber slüchteten, als die Frau um Hi je
chrie und entkamen, obwohl die Versolgüung mit Ponzel
hunden aufzenommen wurde.
Zyklon. Uevber Florenz ist ein Zytlon hinwegge
gangen. wobei mehrere Häuser Beschädigungen erlitten
Sin Blitzschlag zerstörte zum Teil die historische Kathe—
drale von Spenesole. Der angerichtete Schaden inn sebr
bedeutend

Wit diesen Worten empfing der Rammerdrener sernen
jungen Herrn, der soeben von einer kurzen Reise von drei
Tagen in Schloßz Dornholt zurüdlehrte. Graf Edgar
nahm das zierliche Briefchen und erbleichte; er hatte die
Handschrift seiner jungen Gattin erkanni.
„Ich fürchte, es ist im Forsthause nicht alles, wie
es sein soll,“ dachte er bei sich selbst, als er hastig die
Treppe zu seinen eigenen Gemächern hinanstieg, „eit ge⸗
jtern Morgen quält mich unaufhörlich der Gedauke an be⸗
vorstehendes Unglück, und um mich zu beruhigen,. unter
brach ich plötzlich diese Reise.“
Mit bebenden Fingern riß er den Umschlag auf und
nerschlang mit gierigen Blicken die wenigen, nur mit Blei⸗
tist hingeworfenen Worte. Dann taumelteer zurück und
oreßte die hämmernden Schläfen gegen die rühlen Fen⸗
sterscheiben.
Dein Vater war hier. Komme sofort. Ich sterbe
Hilda.“
So tanzten die Worte vor seinen Augen und gruben
sich mit Flammenschrift in sein blutendes Herz.
Seinem ersten Impulse folgend, wollte er zu seinem
Vater eilen und von ihm Rechenschaft fordern und erfah⸗
ren, was geschehen sei; doch dann gedachte er seiner Hilda
— sie war krank, vielleicht sterbend — und wenn er nicht
sosort zu ihr eilte, so könnte es vielleicht zu spät sein.
Zu spät! der Gedanke war schrecklich; er konnte ihn
uicht ertragen. Wie von Furien gepeitscht, stürzte er aus
dem Hause, dem Walde zu, unbetümmert der neugierigen
Blicke der Dienerschaft, die ihm erschrocken nachschaute. —
Schon hatte er den schmalen Fußsteig erreicht, in der
Ferne winkte das rote Dach des Forschauses durch das
Jrüne Blätterdach der Bäume, da mäßigte er seine eiligen
Schrilte, denn sein Herz drohte zu zerspringen aus Furcht
und banger Verzweiflung. Als er das kleine Gartenpfoͤrt⸗
chen erreichte, strauchelte er vor innerer Erregung, und er
wäre fast niedergestürzt, hätte er nicht schneu nach einen
Stütze gesucht
            
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