Das Handelshaus in Ludwigshafen
von 1849— 1929.
Die äußere Entwicklung.
Als durch den „Sozietätsvertrag‘“ vom 1. Dezember
1849 in Ludwigshafen das Handelshaus C Schmidtborn,
Klingenburg u. Co. mit einem Gesellschaftskapital von
50 000 Gulden gegründet wurde, dachte man zunächst nur
an den Handel mit Kohle und Koks aus dem Saar- und
Ruhrgebiet. Wenn man auch in Anbetracht der günstigen
Lage des Niederlassungsortes, der freilich damals
noch ein recht bescheidenes Dasein führte, dessen künftige
Bedeutung als Handelsplatz man aber schon einigermaßen
vorausschauen konnte, von Anfang an auf das
Unternehmen große Hoffnungen setzte, so fing man das
Geschäft zunächst doch nur in kleinem Maßstab an, um
es auf eine solide Grundlage zu stellen, auf der sich die
weitere Entwicklung aufbauen konnte. Man begnügte sich
vorerst mit einem gemieteten Büro im Hause Ludwigstraße
87, in dem neben Engelbert Klingenburg von
1849/50 Karl Röchling tätig war, um das begonnene Werk
in Lauf zu bringen, Als Hilfe hatte man noch einen
„Commis“ eingestellt.
Nachdem Karl Röchling wieder zu seiner Rotterdamer
Firma zurückgekehrt war, wurde bald darauf Ernst
Röchling von Bexbach nach Ludwigshafen berufen, um sich
hier einzuarbeiten. Im Jahre 1853 trat Ernst Röchling so-WR’