geschildert worden, daß sie nun etwas enttäuscht war,
weil sie „die Leute dort nicht anders vergnügt fand als
bei uns auch‘. Freilich die Theateraufführungen und
Balletts waren entzückend und man bewunderte auch die
berühmte Heizinger im Burgtheater, „In Wien kaufte mir
mein Mann das Kleid, welches jeder junge Ehemann aus
Saarbrücken seiner Frau auf der Hochzeitsreise schenken
mußte. es war aus dunkelblauem Atlas,“
Von Wien ging es mit der Bahn nach Prag und Budweis
und dann zurück über Gmunden, Salzburg, München nach
Ludwigshafen, „Wir hatten das Reisen satt und freuten
uns auf unser trauliches Heim.“
Am 7. Juli 1853 zog das junge Paar in seine Wohnung
im 3. Stock des von der Firma gemieteten Hauses Ludwigstraße
83 in Ludwigshafen ein. Die bescheidene Wohnung,
die aus 4 Zimmern, Alkoven und Küche bestand.
war von Mutter Babette behaglich eingerichtet worden.
Die Chronik der beiden Familien Röchling und Reinhardt-Schultz
mündet damit aus in die Familie Ernst Röchling-Schultz,
die in der neuen Heimat ein reiches Tätigkeitsfeld
fand, auf dem sie mit dem geistigen Besitz, den
sie von ihren Vorfahren geerbt hatten, sich auswirken
konnte.
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