heiratet waren: Maria Barbara an den Kaufmann August
Schultz in Mainz (seit 1831 verwitwet), Marie an ihren
Vetter Ferdinand Michel in Mainz, Wilhelmine an Friedrich
Reiß, den späteren Oberbürgermeister (E 7, 21), und
Karoline an den praktischen Arzt Hofrat Seitz, der in
M 1, 7 wohnte und dessen Tochter sich später mit dem
im deutsch-französischen Kriege gefallenen Kommandeur
des Mannheimer Regiments, Oberst von Renz, verehelichte.
Die anderen Kinder waren die Söhne Wilhelm
und Fritz und eine Tochter Elise, die dann die Ehefrau von
Ludwig Alexander Bassermann wurde, Von den beiden
Söhnen bewohnte Wilhelm nach seiner Verheiratung mit
Marie Bassermann noch einige Jahre den oberen Stock
des Hauses M 1, 3 und betrieb nachher in dem von seinem
Vater erbauten Hause E 7, 18 ein Fruchtgeschäft, das aber
im Jahre 1856 zugrunde ging. Sein Bruder Fritz wohnte
als Privatmann in dem von ihm erworbenen Hause K 1, 1.
Da beide Söhne starben, ohne Nachkommen zu hinterlassen,
ist das Geschlecht des Oberbürgermeisters Reinhardt
in der männlichen Linie ausgestorben.
In den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts
ist in Mannheim der Kaufmannsstand mehr und mehr zu
hohem Ansehen und maßgebenden Einfluß gelangt.
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ging immer
mehr zurück, Die Zeit entschwand, da — wie noch zu
Anfang des 19. Jahrhunderts — im Rosengarten (Roßgarten)
etwa 400 Stück Rindvieh weideten oder da — was
Freilich noch länger fortdauerte — auf dem Fruchtmarkt
nicht nur Getreide, sondern auch Kälber, Rinder und
Pferde verhandelt wurden, die an Pfählen oder Bäumen
angebunden, brüllend und wiehernd an den Planken umherstanden.
Die Landwirtschaft zog sich in die umliegenden
Ortschaften zurück, Mannheim wurde zur Handelsstadt,
in der der Kaufmann eine führende Stellung einnahm.
Der Adel hatte, seitdem auch die Großherzogin Stephanie
sich immer mehr vom öffentlichen Leben zurückgezogen
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