in Sulzbach (Saar). Der zweitälteste, Friedrich, der zuvor
die Stelle eines Direktors bei der der Firma Gebr. Stumm
gehörigen Eisenhütte Abentheuer bei Neunkirchen bekleidet
hatte, war der Begründer des Saarbrücker Kohlengeschäftes,
das im Laufe der Zeit an die Söhne seines
ältesten Bruders Christian überging und aus dem im Laufe
der Jahrzehnte dann die anderen Röchling’schen Unternehmungen
hervorgegangen sind,
Christian Röchling war am 13. September 1772
geboren und konnte im Alter von 17 Jahren die Universität
Gießen beziehen, um Theologie und Pädagogik zu studieren,
Im Jahre 1795 bestand er das theologische
Examen und wurde zum Minister ecclessiae ordiniert.
Gleichzeitig erhielt er seine Berufung zum Frei-Prediger
der Grafschaft Saarbrücken. Als solcher verrichtete er,
wie ihm das Konsistorium 1799 bezeugte, etliche Jahre
„die actus pastorales theils in der Stadt, theils auf dem
Lande zur Zufriedenheit der Gemeinen und Vorgesetzten,
bewies sich auch im übrigen Wandel als ein würdiges Mitglied
des Ministeri.”
In den Jahren 1797—99 hielt er sich als Hauslehrer
in Frankfurt am Main bei der Familie I. F. Schmid auf,
mit der er auch später noch im freundschaftlichen Verkehr
blieb. Er beschäftigte sich in diesen Jahren viel mit pädagogischen
Fragen und gab eine Abhandlung über das Erziehungswesen
der Stadt Frankfurt heraus. Diese Schrift
hat damals wegen ihrer kühnen und offenen Sprache viel
Aufsehen erregt und teils anerkennende, teils ablehnende
Besprechungen in Zeitschriften gefunden, Während dieser
Zeit stellte sich bei ihm der graue Star ein. Jung-Stilling,
der auch Medizin studiert hatte, war damals einer der
ersten, die den Star operativ behandelten, Ihm vertraute
sich auch Christian Röchling an, aber die Operation mißlang
und das eine Auge blieb infolgedessen dauernd erblindet.