von ihnen, Johann Gottfried Röchling, brachte es
bis zum Präsidenten der Fürstlichen Rentkammer in Saarbrücken,
trat dann in den Dienst des Herzogs von Pfalz-Zweibrücken
und wurde Direktor der Herzoglichen Eisenwerke
in Schönau in der Rheinpfalz. Eine ungewöhnliche
Laufbahn für den Sohn einer westfälischen Hofbauernfamilie.
Er hatte gewiß eine gute Schulbildung genossen,
aber vor allem war es sein rastloser Eifer, sein vielseitiges
Interesse, sein aufgeweckter Geist und seine stählerne
Tatkraft, die ihn von Stufe zu Stufe vorwärts brachten.
Schon als Verwaltungsbeamter in Saarbrücken beschäftigte
er sich auch mit technischen Problemen und beteiliste
sich an den damals zum ersten Male in Deutschland
angestellten Versuchen, aus Steinkohle Koks zu gewinnen
und mit dem gewonnenen Koks Eisenerze zu schmelzen.
So fand er den Übergang von der Verwaltung zur Industrie,
vom kaufmännischen zum technischen Leiter —
ein Vorgang, der sich später in der Familie wiederholte.
Er war ein Mann, der sich aus eigener Kraft emporgearbeitet
hat.
Seine 5 Söhne traten das geistige Erbe ihres Vaters an.
Zwar ist keiner von ihnen zur Industrie übergegangen und
auch der Sinn für produktive wirtschaftliche Betätigung
trat bei ihnen nicht in die Erscheinung. Aber drei von
ihnen wurden hohe Verwaltungsbeamte, der eine, Wilhelm
Theodor, war herzoglich Zweibrücker Amtmann in Castelnaun
und während der Franzosenzeit Tribunalpräsident
zu Simmern, der andere Johann Jakob, war freiherrlich
Dürckheimischer Amtmann in Sötern in Birkenfeld, der
dritte, Christian Ludwig, war herzoglicher Kammerrat in
Zweibrücken. Die beiden anderen wandten sich der Gelehrtenlaufbahn
zu. Johann Gottfried, der Verfasser
mehrerer philologischer Bücher, wirkte als Konrektor
am Gymnasium zu Worms und der älteste, Johann
Friedrich, der in seinen jungen Jahren in Gelnhausen
Hofmeister des Prinzen Wilhelm von Birkenge)