Full text : Das Haus Röchling in Ludwigshafen a. Rh. 1849-1929

Gebr. Röchling Stuttgart.

Durch die Ereignisse der Nachkriegszeit (Absperrung
des linksrheinischen Gebietes, Errichtung von Rheinzollschranken,
 zeitweilige Brückensperre usw.) hat die Fühlungnahme
 mit der rechtsrheinischen Kundschaft stark gelitten.
 Nach Beendigung der Inflation galt es, mit dieser
Kundschaft wieder in Geschäftsverbindung zu treten, und
an der Deckung ihres Bedarfs in angemessener Weise sich
zu beteiligen. Man überlegte sich, welches Mittel am
raschesten und zuverlässigsten zum Erfolg führen könnte.
Da sich in Stuttgart eine Reihe von Eisengroßfirmen in
jener Zeit neu niedergelassen hatte, blieb uns schließlich
nichts anderes übrig, als ihrem Beispiele zu folgen. So entstand
 mit Beginn des Jahres 1924 unsere Zweigniederlassung
 in Stuttgart, die vor allem die Aufgabe hatte, mit
der schwäbischen Kundschaft die engste Fühlung aufrecht
zu erhalten.
Mit der Leitung dieser Niederlassung wurde Prokurist
CarlZiefle betraut. der aus Igelsberg (Württemberg)
stammt und der nach seiner Lehrzeit in Freudenstadt und
nach weiteren kaufmännischen Stellungen in Reutlingen
und Heilbronn im Jahre 1908 in das Ludwigshafener Handelshaus
 eintrat. Im Jahre 1922 wurde ihm Prokura erteilt.
Er besitzt gerade für die schwäbische Kundschaft eine ganz
besondere Eignung und es ist ihm auch gelungen, bald
wieder die Umsatzziffern der Vorkriegszeit für Württemberg
 zu erreichen. Ihm wurde der Handelsbevollmächtigte
Carl Zanzinger zur Seite gegeben, der ebenfalls
mehrere Jahre in Ludwisshafen tätig gewesen war.

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