gründet unter der Mitteilhaberschaft des Herzogs Ludwig
von Bayern, Als Leiter fungierten Prokurist Franz
Eberle und Baron von Streitenfels, Um auch in
der Weiterverarbeitung Absatzgelegenheit zu schaffen,
wurden im Jahre 1923 die Zoo-WerkstättenG,m.
b. H. als Nebenglied der Bayerischen Nutzholz-Handels-A.-G.
errichtet unter der Mitteilhaberschaft des Rittmeisters
a. D, Hans Schinnerer und unter dessen
Leitung. Außerdem nahm man Veranlassung, im Jahre 1919
die Antäos-Werkstätten G, m. b. H. in unserem
früheren Bürohaus auf unserem Lagergelände Hansastraße
27 einzurichten, wo die Feinmechanik betrieben
wurde, und zwar stellte man dort Nervennadeln, zahnärztliche,
chirurgische Instrumente und ähnliche Erzeugnisse
her. Die Leitung lag in den Händen des ProkuristenEhrler.
Diese Gründungen waren zum Teil auf die Bestrebungen
der sozialistisch-kommunistischen Regierungen der Jahre
1919/20 zurückzuführen, die darauf ausgingen, die Eisenindustrie
und die Bergwerke zu sozialisieren. Die Unternehmungen
auf dem Gebiet des Holzhandels und der Holzindustrie
wie auch der Feinmechanik wurden jedoch 1927
wieder abgebaut, nachdem auch die Firma Albert Daiber
G. m. b. H. bereits zwei Jahre zuvor liquidiert worden
war. Dr. Kohler schied im Jahre 1928 aus, um sich anderweitigen
Unternehmungen zu widmen,
Während in der zweiten Hälfte des Jahres 1914 nach
Ausbruch des Krieges der Absatz sowohl in Roheisen als
auch in Walzeisen stark zurückging, gelang es in den {folgenden
Jahren, denselben wieder zu verdoppeln durch aussiebige
Lieferungen für die Militärbehörden, Als von
1917 ab eine allgemeine Knappheit an Rohmaterial sich
einstellte, verringerte sich naturgemäß auch der Absatz
ganz erheblich, stieg jedoch nach Kriegsschluß und bei
Beginn der Inflation wieder bedeutend, da durch den Ausfall
der Kriegslieferungen wieder mehr Material auf den
Markt kam. Dieser Aufschwung wirkte sich in noch
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