die Pflege von Handelsbeziehungen zu Österreich-Ungarn,
dem Balkan und dem übrigen näheren Orient ein. Es kam
dabei nicht nur die Ausfuhr von Roheisen, Walzeisen,
Röhren und Kohlen in Betracht, sondern auch die Einfuhr
von Erzen. Die Interessennahme an der Maxhütte bei Regensburg
gab München sowohl für das Inlands- wie für das
Exportgeschäft einen fruchtbaren und festen Rückhalt.
Durch die Balkankriege in den Jahren 1911 und 1913
wurde zwar der Absatz dorthin vorübergehend unterbunden,
doch war ein nachhaltiger Schaden für die dortigen
Unternehmungen nicht eingetreten.
Im Jahre 1923 wurde zur besseren Pflege des österreichischen
Geschäftes und zur Erleichterung der Geschäfte
nach dem Balkan und dem näheren Orient unter
der Firma Röchlingsche Handelsgesellschaft m. b. H. ein von
München abhängiges eigenes Geschäft in Wien errichtet,
dem anfänglich Dr, Franz von Catharin vorstand.
Das Büro befand sich in der Dorotheengasse Nr. 7. Am
Donaukanal wurde auf 'gepachtetem Gelände, von dem
später ein Teil in unseren Besitz überging, ein großes
Lageranwesen mit Kaianlage erstellt, Nachdem Dr. Franz
von Catharin im Jahre 1926 aus der Wiener Niederlassung
ausgetreten war, wurde diese von da ab durch Emil
Übel geleitet unter Mitarbeit des Prokuristen Adolf
Köble, der von der Firma Albert Daiber G. m. b.H. von
München nach Wien übergesiedelt war. Die Geschäftsentwicklung
in Wien und in dem nicht sehr industriereichen
Österreich hat jedoch dazu geführt, daß diese Niederlassung
im Jahre 1929 wieder aufgegeben wurde.
Der Roheisen-Abteilung wurde im Laufe der Jahre der
Handel in Gießereibedarf, Metallen, Mineralien und Düngemitteln
angegliedert. Unsere Interessen erstreckten sich
eine Zeitlang auch auf das Gebiet des Holzhandels und
der Holzindustrie sowie auch auf die Herstellung feinmechanischer
Werkzeuge. Im Jahre 1919 wurde die Bayerische
Nutzholz-Handels-A.-G, München ge-175