Full text : Das Haus Röchling in Ludwigshafen a. Rh. 1849-1929

Fratelli Röchling Mailand.

Als noch am Gotthardt-Tunnel gebohrt wurde, hatte
der Leiter der Basler Filiale, Johannes Rupe, bereits die
Errichtung einer Niederlassung in Mailand ins Auge gelaßt,
 Im April 1882 wurde dort ein Reisender angestellt,
der über seine Reisen in den ersten Monaten nach Basel
Bericht erstattete. Nachdem die Gotthardt-Bahn am
1, Juni 1882 eröffnet worden war, wurde in Mailand ein
Büro gemietet und ein Italiener zum Geschäftsführer ernannt.
 Ihm wurde aus dem Ludwigshafener Hause
F, Stick el zur Unterstützung beigegeben. Dieser zeichnete
 sich durch eine strenge Rechtlichkeit und großen Fleiß
aus, Er hat für die Entwicklung des Mailänder Geschäftes
auch dadurch ausgezeichnete Dienste geleistet, daß er stets
in enger Fühlung mit den Verbrauchern blieb. Im Jahre
1896 wurde Stickel durch den Tod aus seiner fruchtbaren
Arbeit herausgerissen. Die Filiale ging seit 1891 unter der
Firma Fratelli Röchling, Mailand, und befaßte sich mit dem
Handel in Kohlen, Roheisen und Fabrizierteisen.
Am 1. März 1895 übernahm Dr. Fritz Röchling
die Leitung der Mailänder Niederlassung, die nunmehr
nicht mehr von Basel abhängig war, sondern unmittelbar
der Hauptleitung in Ludwigshafen unterstellt wurde. Fritz
Röchling war in Saarbrücken am 22, Mai 1864 geboren als
Sohn des dortigen Kaufmanns Friedrich Röchling — des
jüngsten der 4 Söhne des Geh, Sanitätsrats Dr, Christian
Röchling — und seiner Ehefrau Clara geb. Hild. Er war ein
Schüler des Gymnasiums in Saarbrücken und des Realgymnasiums
 in Lippstadt (Westfalen), widmete sich dann

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