schien eine gewisse Dezentralisation notwendig, Es
wurden daher an verschiedenen wichtigen Orten Vertretungen
errichtet, so besonders im Jahre 1920 in Köln
und dann auch in Berlin, wo die frühere Roheisenvertretung
im Kriege wegen Einberufung des Vertreters
geschlossen worden war. Die Leitung in Berlin übernahm
Julius Brurein, diejenige in Köln Kar1 Weiler.
Der fortgesetzt sich steigernde Druck der Besatzung,
der im Jahre 1923 während des Ruhreinbruchs fast bis
zur völligen Stillegung des Geschäftslebens führte, machte
die weitere Ausgestaltung der Vertretung in Köln, die
durch die Besatzung der Engländer weniger behindert war,
und der außerhalb des Besatzungsgebietes liegenden Vertretung
in Berlin zu handelsgerichtlich eingetragenen
Firmen notwendig. Köln und Berlin, die als Zweigniederlassungen
von Duisburg aus gegründet waren, wurden
beide im Jahre 1924 zu selbständigen Hauptniederlassungen
erhoben. Nach Ueberwindung der für die deutsche Wirtschaft
so verheerenden Inflation gelang es in den Jahren
1924 und 1925 das Walzeisengeschäft sowohl in Duisburg
als auch in Köln richtig in Gang zu bringen und für beide
Firmen bei Gründung des Stahlwerksverbandes im Jahre
1925 die meistbegünstigte Werkshändlerstellung zu sichern.
Dies wurde auch für Berlin erreicht, das inzwischen in
Walzeisen auch gute Beziehungen zur Eisenwerksgesellschaft
Maximilianshütte angeknüpft hatte. Jedoch die
Wirtschaftskrisen, die von 1925/26 und 1928 sowohl infolge
der im Versailler Vertrag Deutschland autferlegten
Lasten, als auch infolge der die Wirtschaft stark belastenden
inneren Politik sich störend bemerkbar machten,
stellten alle Niederlassungen vor sehr schwere Probleme.
Berlin wurde daher im Jahre 1926 wieder in eine Vertretung
umgewandelt. In Duisburg wie auch in Köln entwickelte
sich in den Jahren 1927 und 1928 das Walzeisengeschäft
zu einer geachteten Position und zu namhaften
Umsätzen.
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