Wehr setzen zu können. Auch die Unterstützung der mit
dem Röchling-Konzern seit der Nachkriegszeit in Verbindung
stehenden Bayerischen Eisenwerksgesellschaft
Maximilianshütte versagte im wesentlichen,
Die schweren Aufgaben, vor die sich die Duisburger
Niederlassung durch das Kriegsende und die feindliche
Besatzung der Rheinlande gestellt sah, ließen es wünschenswert
erscheinen, eine jüngere Kraft zur Mitarbeit
in der Leitung heranzuziehen, Karl August Loose,
ein geborener Bremer, früher aktiver Offizier, der im
Kriege in verschiedenen Adjutanten- und Generalstabs-Stellungen
tätig war und mit der Familie Röchling durch
Heirat verwandtschaftlich verbunden ist, trat im Jahre
1919 in Duisburg ein, wurde zuerst Einzelprokurist und
vom 6. Juli 1922 ab Teilhaber der Duisburger Niederlassung
und der von Duisburg aus betriebenen Unternehmungen.
Die bisher als Zweigniederlassung von Ludwigshafen
aus geführte Duisburger Firma wurde im Jahre
1920 zur selbständigen Hauptniederlassung erhoben. Im
Zusammenhang mit dem Eintritt Looses schieden im
gleichen Jahre die Prokuristen Kleinpoppen und v. Fuchs
aus und Heinrich Stahlmann, der schon seit 1903
in der Firma hauptsächlich als Reisender sich betätigt
hatte. übernahm die Leitung der Eisenabteilung.
Der Verlust des Legierungsgeschäftes und die Unsicherheit
des für sich allein kaum rentierenden Roheisengeschäftes
veranlaßte die Geschäftsleitung nach Beendigung
des Krieges, nach anderen Betätigungsgebieten Umschau
zu halten. Persönliche Beziehungen zu den Leitern
der größten rheinisch-westfälischen Stahl- und Walzwerke
führten im Hinblick auf den großen Verbrauch an Walzeisen
dazu, daß im Jahre 1920 in erster Linie der Vertrieb
von Walzeisen in das Arbeitsprogramm aufgenommen
wurde. Da die Verbindungen und das geschäftliche Leben
in der Rheinprovinz durch die französischen und belgischen
Besatzungstruppen sehr erschwert wurden. er-1a