betraut wurde, Das Vizekonsulat ist dann sechs Jahre
später zum Vollkonsulat für das rheinisch-westfälische Industriegebiet
erhoben worden.
Auch im Roheisengeschäft, das sich zum Teil auf die
Erzeugung der Röchlingschen Carlshütte bei Diedenhofen
stützte, konnte trotz wechselnder, zum Teil schwieriger
Verhältnisse in den Jahren 1908 bis 1914 die Stellung
der Röchlingschen Handelshäuser im wesentlichen aufrecht
erhalten werden. Die Kriegsjahre 1914 bis 1918
brachten eine jähe Unterbrechung der günstigen Entwicklung
und eine wesentliche Erschwerung des Geschäftes
nicht nur durch die Einberufung des geschäftsführenden
Teilhabers und einer großen Zahl von Angestellten,
sondern auch ganz besonders durch die Unterbindung
der Beziehungen zu den ausländischen Legierungserzeugern,
die sich zum Teil nach anderer Seite hin
orientierten, zum Teil die Erzeugung aufgaben. Trotz aller
Bemühungen war es in der Nachkriegszeit nicht möglich,
die alten Beziehungen wieder anzuknüpfen, so daß der
Handel in Legierungen seitdem nur in sehr bescheidenem
Rahmen und als Gelegenheitsgeschäft weitergeführt wird,
Aber auch dem Roheisengeschäft versetzte der verlorene
Krieg, der Deutschland Elsaß-Lothringen und damit
der Gesamtfirma die Röchlingsche Hochofen-Anlage in
Diedenhofen (Carlshütte) nahm, einen schweren Schlag,
Da auch die Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke in
Völklingen mit dem Saargebiet infolge des Versailler Vertrages
aus der deutschen Reichsoberhoheit und dem
deutschen Zollgebiet ausschieden, hatten die Röchlingschen
Handelshäuser keine Unterlage für das Roheisengeschäft
mehr, Sie mußten sich daher bis zum Jahre 1927 bei
jeder Erneuerung des Roheisenverbandes eine Zurückdrängung
von anderen Händlergruppen gefallen lassen,
namentlich von denen, welche den rheinisch-westfälischen
und den Küstenwerken nahestehen. ohne sich ernstlich zur
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