dem schon im Jahre zuvor die Magazine Südhafen 80/81,
für die wir keine ausreichende Verwendung mehr hatten,
vom Hafenfiskus anderweitig verpachtet worden waren.
Im Jahre 1906 trat Prokurist Ludwig Pieper aus, Louis
Kleinpoppen wurde Bürochef und Hans von Fuchs aus
Stuttgart, der seit 1903 als Reisevertreter im Dienste der
Firma stand, erhielt Prokura, Um diese Zeit umfaßte der
Personalstand des Hauses außer dem Chef 2 Prokuristen,
einen Handlungsbevollmächtigten, 9 Beamte, 2 Lehrlinge,
1 Bürodiener und je 1 Vertreter mit festem Gehalt in
Hannover, Berlin, Dresden, Erfurt und je 1 Provisionsvertreter
in Chemnitz und Breslau.
Im Jahre 1908 wurde der Vertrieb von Ferro-Legierungen
für Deutschland planmäßig aufgenommen. Die
Veranlassung dazu war der bei der Stahlerzeugung zunehmende
Bedarf an diesen Legierungen, die meist mit
Hilfe des aus billigen Wasserkräften gewonnenen elektrischen
Stromes erstellt und dem flüssigen Stahl zur Verleihung
gewisser Qualitäten beigesetzt werden. Von
schweizer und norwegischen Erzeugern, mit denen freundschaftliche
Beziehungen angeknüpft wurden, erhielt unsere
Firma den Alleinverkauf für Deutschland übertragen. Ein
vorübergehender Preiskampf mit anderen Erzeugergruppen
führte zu einer erheblichen Senkung der Preise, aber auch
zu einer wesentlichen Zunahme des Verbrauches. In den
Jahren 1910 bis 1912 gelang es, nicht nur die Stellung der
befreundeten Werke, sondern auch diejenige der eigenen
Firma auf dem deutschen Markt für längere Zeit zu
sichern, so daß 1914 der Handel in Ferro-Legierungen sich
zu einem wesentlichen Bestandteil des Duisburger Geschäftes
entwickelt hatte.
Die Beziehungen zu den norddeutschen Erzeugern
hatte zur Folge, daß im Jahre 1913 in Duisburg ein königlich
norwegisches Vizekonsulat errichtet und der geschäftsführende
Teilhaber. Ernst Röchling, mit dessen Führung
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