Im Jahre 1878 war J. B. Maaßen, der Teilhaber der
Firma Dönnhoff & Co., gestorben und dessen Witwe aus
dem Geschäft ausgetreten, das nunmehr vollständig von
unserer Firma übernommen wurde, Soweit sich die Firma
Dönnhoff mit dem Handel nach Holland befaßte, wurde
sie, weil sich dieser Geschäftszweig als unrentabel erwies,
11 Jahre später an August Haumann verkauflft.
Der Handel mit Ruhrkohle nach dem Oberrhein war
bereits nach Ludwigshafen verlegt worden, so daß Ruhrort
nur noch die Spedition dieser Kohlen nach Ludwigshafen
besorgte,
Im Herbst 1893 trat W, M. Dubois aus Darmstadt als
Handlungsbevollmächtigter zur Forcierung des Roheisengeschäftes
nach dem Osten ein, schied aber nach 5 Jahren
wieder aus, um bei der Konkurrenzfirma Carl Später in
Koblenz die Vertretung für Süddeutschland zu übernehmen.
Inzwischen hatte sich im August 1895 Ernst Röchling
in Ruhrort niedergelassen und erhielt Einzelprokura, bis
er im Dezember 1899 geschäftsführender Teilhaber wurde.
Ernst Röchling ist ein Sohn des Geh, Kommerzienrats
Karl Röchling und wurde am 18, August 1870
in Saarbrücken geboren, Nachdem er in seiner Heimatstadt
das Gymnasium absolviert und als Einjährig-Freiwilliger
im Schleswig-Holsteinschen Ulanen-Regiment Nr.15
in Straßburg i, E. gedient hatte, begab er sich zu Sprachund
Geschäftsstudien nach Paris und Nancy, Seine kaufmännische
Lehrzeit verbrachte er von 1892-94 im Ludwigshafener
Handelshause in den Abteilungen Walzeisen
und Buchhaltung. Im darauffolgenden Jahre hielt er sich
als kaufmännischer Volontär in England auf, zuerst bei
2 Londoner Firmen und dann bei unserer Zweigniederlassung
in Glasgow. Seit 1895 widmete er seine Arbeitskraft
dem Handelshause in Ruhrort-Duisburg, Seine geschäftliche
Tätigkeit wurde durch den Weltkrieg unterbrochen.
den er als Rittmeister der Landwehr mitmachte.
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