seit 1904 dem Aufsichtsrat der Rheinischen Kohlenhandelund
Rhederei-Gesellschaft (Kohlenkontor) in Mülheim
(Ruhr) an.
Seine vielseitige Wirksamkeit ist nicht ohne äußere
Anerkennung geblieben. Im Jahre 1904 wurde er zum kgl,
bayer. Kommerzienrat und 13 Jahre später zum Geheimen
Kommerzienrat ernannt, Er wurde ausgezeichnet mit dem
Ritterkreuz 1. Klasse vom Zähringer Löwen, mit dem
preußischen Kronenorden 2. Klasse und mit dem Verdienstorden
der bayerischen Krone. Mit dieser bayerischen
Ordensverleihung war das Adelsprädikat verbunden, von
dem er jedoch keinen Gebrauch machte, da für ihn der von
den Vätern ererbte Name einen vollgültigen Klang hat.
Eine geologische Stiftung an die Universität Heidelberg
brachte ihm die Würde eines Ehrensenators dieser Hochschule
ein,
An seinem 70, Geburtstag gelang es ihm nicht, sich
rechtzeitig den ihm zugedachten Ehren zu entziehen. Er
hat sie hingenommen mit der schlichten, freundlichen und
dankharen Art, die seine Persönlichkeit charakterisiert.
Sein Name ist aber vor allem in die Geschichte des
Ludwigshafener Handelshauses, dem nun schon seit 45
Jahren seine Schaffenskraft in erster Linie gehört. unauslöschlich
eingezeichnet.
Neben seinem Bruder August ist nun auch schon fast
40 Jahre lang Heinrich Röchling im Ludwigshafener
Geschäfte tätig. Er ist am 2, Juli 1862 geboren,
war Schüler des Mannheimer Realgymnasiums und wandte
sich dann dem kaufmännischen Berufe zu. Sein militärisches
Dienstjahr verbrachte er beim 2, Westfälischen
Husaren-Regiment Nr. 11 in Düsseldorf und wurde später
Reserve-Offizier beim 2. Badischen Dragoner-Regiment
Nr. 21, zuletzt mit dem Rang eines Majors. Er stellte sich
im Jahre 1914 für den Kriegsdienst zur Verfügung und hat
fast 3 Jahre lang an den Kämpfen im Osten und im Westen
teilgenommen.
WM