3 Kindern, die ihm geschenkt wurden, ist die einzige
Tochter, Hedwig, mit Bankdirektor Dr. Pastor in Aachen
verheiratet, der Sohn Ernst leitet die Lanz-Werke und der
jüngste, Heinz, betätigt sich in der Hamburger Zweigniederlassung
der Firma Gebr. Röchling. Im Jahre 1888
verlegte August Röchling seinen Wohnsitz von Ludwigshafen
nach der Nachbarstadt Mannheim, mit der ihn nicht
nur verwandtschaftliche Beziehungen, sondern auch mancherlei
kulturelle Interessen verbanden, Denn er war ein
eifriger Förderer von Kunst und Wissenschaft, machte bedeutende
Stiftungen für das Mannheimer Museum für
Natur- und Völkerkunde und für die dortige Handelshochschule,
ferner zur Speisung der bedürftigen Jugend und zur
Unterstützung von Wöchnerinnen, Er erwarb sich einen
ehrenvollen Namen in der Geschichte der Luftschiffahrt
durch seine Teilnahme an der Erbauung der Schütte-Lanz-Luftschiffe.
Trotzdem er selbst bei einer der ersten
Fahrten beinahe verunglückt wäre, blieb er doch ein überzeugter
Anhänger der in der Folgezeit zu wenig anerkannten,
von anderer Seite ausgebeuteten genialen Erfindung
von Professor Schütte.
Wie August Röchling einer der ersten Mannheimer
Radfahrer war und zu den ältesten Mitgliedern der Allgemeinen
Radfahrer-Union zählt, und wie er heute noch
mit besonderer Vorliebe das Fahrrad besteigt, um den Weg
nach Ludwigshafen zu seiner Arbeitsstätte zurückzulegen,
so ist er als alter Husar seit langem besonders eng mit dem
Rennsport verbunden. Schon im Jahre 1886 trat er in das
Direktorium des Badischen Rennvereins ein, um den er
sich seither große Verdienste erworben hat, namentlich
auch um die bauliche und renntechnische Ausgestaltung
der Mannheimer Rennbahn. Seit 1922 bekleidet er die
Stelle des ersten Präsidenten des Badischen Rennvereins.
Von 1890 an war er Mitglied des Verwaltungsrats der
Pfälzischen Eisenbahnen, bis diese am 31. Dezember 1908
an den baverischen Staat übergingen. Außerdem gehört er
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