nossen hatte, als kaufmännischer Prokurist nach Völklingen
berufen.
Im Jahre 1889 wurde beschlossen, in Völklingen ein
Thomas-Stahlwerk zu errichten. Wichtige Schritte waren
bereits getan, die den Absatz der immer mehr sich vergrößernden
Produktion ermöglichte. Der Inbetriebnahme
des Thomas-Stahlwerkes im Jahre 1891 mit der neuen
Thomasträger-Erzeugung folgte ein Jahr darauf schon die
Herstellung von Thomas-Stabeisen. Der infolge gewaltiger
Produktionssteigerung einsetzende Wettbewerb ließ erkennen,
daß die Gewinnchancen im gleichen Maße sich
verschlechterten, wie sich die Produktion der verschiedenen
rivalisierenden deutschen Werke vergrößerte. Dies
führte erstmals zum Versuch, die Preise — wenigstens für
den am leichtesten erfaßbaren Teil der Produkte — zu
stabilisieren, Man schritt
1894 zur Gründung des Süddeutschen Träger-Syndikates
St. Johann zwecks gemeinsamer Regelung der Verkaufspreise.
Bei diesem ersten Eisen-Syndikat, das einen
kühnen Schritt für Erzeugung und Handel bedeutete, hatte
Ludwigshafen einen maßgebenden Einfluß und dieses erste
süddeutsche Eisen-Syndikat war richtunggebend auch für
die übrigen deutschen Gebiete, So folgte im Jahre
1899 die Gründung des erweiterten „Deutschen Trägerverbandes‘“
in Wiesbaden und
1904 die Gründung des Deutschen Stahlwerksverban-.
des in Düsseldorf,
der die gemeinsame Bindung außer den Träger-Erzeugnissen
(Formeisen) auch auf Halbzeug und Schienen
erstreckte, Der deutsche Stahlwerksverband stellte sich
die Aufgabe, eine einheitliche Regelung der Erzeugerpreise
in ganz Deutschland durchzusetzen, Daß dies restlos
gelungen ist, und welche Rolle der Name „Röchling‘ hierbei
spielte, ist jedermann bekannt, der mit Eisenbewirtschaftung
zu tun hat, Unberührt hiervon blieben zunächst
die Stabeisen-Erzeugnisse und das war gut. denn dadurch
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