Die neu entstandenen gemischten Werke bauten sich
nämlich eigene Verkaufsorganisationen aus und, soweit sie
dazu nicht imstande waren, wollten sie wenigstens ihre
eigenen Vertreter haben, die meistens den Verkauf provisionsweise
besorgten. Dieses System des provisionsweisen
Verkaufs wurde insbesondere durch die im Roheisensyndikat
zu Düsseldorf seit 1896 zusammengeschlossenen
Werke weitgehend mit Kundenteilung unter den
einzelnen Händlern und mit direkter Belieferung der
größeren Verbraucherfirmen durch das Syndikat ausgebildet.
Nur das luxemburger Syndikat, dem auch die Carlshütte
in Diedenhofen angehörte, verkaufte nach wie vor zu
festen Preisen an seine Händlergruppe und hat durch diese
von Anfang der 90er Jahre an etwa 2 Jahrzehnte lang
seine ganze Produktion in Gießerei-Roheisen in den
Konsum gebracht. Die Gruppe, die dies besorgte, bestand
aus den schon erwähnten Handelsfirmen Hirsch, Elkan und
Röchling, zu denen in der folgenden Zeit nach Gründung
der Rombacher Hüttenwerke noch die Firma Carl Spaeter
in Koblenz hinzutrat. Sie haben, von kurzen Unterbrechungen
abgesehen, stets einheitlich ein- und verkauft.
Wenn sie auch später, als die neuen lothringisch-luxemburgischen
Werke unabhängig zu verkaufen begannen, das
irühere Monopol für den Verkauf des luxemburger Eisens
nicht mehr besaßen, so nahmen sie doch dank ihres festen
Zusammenhaltens noch lange Zeit die führende Stellung
im deutschen Roheisenhandel ein; denn die Tätigkeit der
3 älteren Glieder dieser Gruppe (Hirsch, Elkan und Röchling)
erstreckte sich in weitgehendem Maße .auch auf
Rheinland-Westfalen. Nachdem das Roheisen-Syndikat im
Sommer 1908 zusammengebrochen war, schlossen sich
diese Handelsfirmen von neuem zusammen zum gemeinschaftlichen
Vertrieb des Qualitäts-Roheisens der Niederrheinischen
Hütte in Duisburg und des Eisenwerks Kraft
in Kratzwiek bei Stettin. Freilich die Umschlassziffern
ann