Full text : Das Haus Röchling in Ludwigshafen a. Rh. 1849-1929

sh 40.— pro to, Schottisch auf sh 37.— pro to, Englisch
auf sh 29.— pro to, Preise, die weit unter den Produktionskosten
 lagen. Trotzdem wuchsen die sichtbaren Vorräte
in Großbritannien immer weiter an und erreichten Ende
1887 ihren höchsten Stand. Damals lagerten in den öffentlichen
 Warrantslagern zu Glasgow, Middlesbrough und in
Cumberland über 2 400 000 tons Roheisen.
Als so die englische Einfuhr an Roheisen immer mehr
zurückging, galt es, in der deutschen Gießerei-Roheisenerzeugung
 festen Fuß zu fassen.
Dafür kamen zunächst die lothringisch-luxemburgischen
 Hüttenwerke in Betracht, die aus der Konjunktur
des Jahres 1879 großen Nutzen gezogen hatten und bei
denen sich nun ein starkes Expansionsbedürfnis geltend
machte. Neue Werke wurden dort gegründet und die Produktion
 an Gießerei-Roheisen nahm einen lebhaften Aufschwung,
 Die älteren Werke in Lothringen-Luxemburg
hatten für ihren Roheisenverkauf bereits mit denjenigen
Handelsfirmen Verträge abgeschlossen, die auch ihre Walzwerksprodukte
 vertrieben. Es gelang jedoch Karl Röchling,
 eine Verbindung mit einem in Lothringen-Luxemburg
neu entstandenen Unternehmen anzuknüpfen, nämlich mit
der Rümelinger-Öttinger Hochofen- und Eisenhüttengesellschaft
 A. Pescatore, Louis Zonde & Cie. Unsere Firma
übernahm im Jahre 1884 die Vertretung dieser Gesellschaft
 und sicherte sich dadurch ihren Anteil an dem
Handel mit luxemburger Gießerei-Roheisen. Nachdem die
genannte Gesellschaft infolge finanzieller Schwierigkeiten
ihre Zahlungen eingestellt hatte, setzten sich unsere Beziehungen
 mit deren Nachfolgerin, der Rümelinger Hochofen-Aktiengesellschaft,
 fort. Inzwischen hatten sich die
Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke in Völklingen (gegründet
 1881) immer mehr vergrößert und im Jahre 1897
war mit dem rasch vorwärtsschreitenden Ausbau der
Röchlingschen Carlshütte in Diedenhofen begonnen wotden.
 Diese Entwicklung führte dazu. daß der Schwerpunkt

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