lektivprokura erhielten im Jahre 1919 Gottfried
Salzer, der — gebürtig aus Biberach a. d. Riß und seit
1898 bei der Firma — sowohl im Büro als besonders auch
durch auswärtige Besuche unsere Handelsinteressen im
Stabeisengeschäft mit dem besten Erfolge wahrt, im Jahre
1922 Karl Schneider, ein Ludwigshafener, der 1902
als Lehrling bei uns eingetreten war und 1923 die Führung
der Geschäfte der Roheisen-Abteilung übernahm, nachdem
Prokurist Wilhelm Würmell ausgeschieden war, um sich
in einem eigenen Unternehmen selbständig zu machen,
ferner ErnstIlg (eingetreten 1904). Zu Einzelprokuristen
wurden ernannt EmilGoßmann, dem im Jahre
1923 die Leitung der Röchlingschen Verwaltung anvertraut
wurde, und Friedrich Moser.
Als im August 1914 der Krieg ausbrach, und der Industrie,
dem Gewerbe und der Landwirtschaft immer mehr
Kräfte entzog, da stand der Handel mit einemmal still.
Vorhandene Aufträge wurden zurückgezogen, waren doch
urplötzlich die Grenzen geschlossen und der der deutschen
Wirtschaft so nötige Export fast vollständig lahmgelegt.
Das Ludwigshafener Haus gab seine männlichen Angestellten
nahezu restlos an das große Reservoir ab, aus welchem
die Kampftruppen gespeist werden mußten, Es entstand
eine Stille im Geschäftsverkehr, die namentlich in den
ersten Tagen des Kriegsausbruches geradezu unheimlich
wirkte. Wo vordem das pulsierende Leben mit jedem Postgang
Hunderte von Briefschaften auf den Arbeitstisch ausspie,
da war jetzt nicht selten eine einzige Karte oder ein
Brief der ganze Posteingang an einem Tag. Allmählich
trat eine Besserung ein. Die Bedürfnisse eines 70 Millionenvolkes
ließen sich auf die Dauer nicht ganz unterbinden
und schließlich war es die Rüstungs-Industrie. die mit
einem sich immer mehr steigernden Bedarf herankam.
Natürlich bemühte sich auch das Ludwigshafener Geschäft
um diese Aufträse. Die Umsatzziffern erreichten bald
Or