wurde, die sämtliche Ruhrkohlenhändler in sich aufnahm,
welche an dem Handel über die Rheinwasserstraße beteiligt
waren und deren Ruhrkohlenabsatz 50 000 Tonnen im
Jahr überstieg, Da die Firma Gebr. Röchling sich an
diesem sog. Ruhrkohlenkontor beteiligte, ging ihr Ruhrkohlengeschäft
darin auf, Das Kohlenlager, das nun überflüssig
geworden war, wurde an das Rheinisch-Westfälische
Kohlensyndikat verkauft, ebenso der Schleppkahn,
Der seitherige Abteilungsleiter Fritz Steyer trat als Prokurist
zur Abteilung Mannheim des Kohlenkontors über.
Nach dem Ausscheiden des Ruhrkohlenhandels verringerten
sich zwar die Massen, welche die Ludwigshafener
Firma umschlug, aber die wachsende Ausdehnung
der übrigen Geschäftszweige schuf für die ausfallende
Arbeit bald Ersatz. Hatte doch das Saarbrücker Haus im
Jahre 1881 die Eisenhütte Völklingen erworben und in den
lolgenden Jahren zu einem immer bedeutenderen und
leistungsfähigeren Eisen- und Stahlwerk ausgebaut, dessen
Erzeugnisse zum großen Teil ebenfalls durch die Ludwigshafener
Firma in den Handel gebracht wurden, Dazu kam
im Jahre 1897 die Carlshütte bei Diedenhofen, an deren
Absatz das Handelshaus ebenfalls beteiligt war. Immer
neue Kräfte mußten in Ludwigshafen herangezogen werden,
auch um die durch den Tod gerissenen Lücken auszufüllen.
Im Jahre 1905 starb der Hauptbuchhalter He inrich
Koob, der seit 1871 bei der Firma beschäftigt war.
Drei Jahre später verschied Franz Mayer, der 34
Jahre lang der Roheisenabteilung angehört und in ihrem
Dienste sich aufgezehrt hatte. Im gleichen Jahre zog sich
Franz Seeger nach 41jähriger Dienstzeit ins Privatleben
zurück, Er war infolge seiner ausgedehnten Geschäftsreisen
eine der bekanntesten Persönlichkeiten in der
süddeutschen Eisenindustrie, Nachdem er noch über 20
Jahre im Ruhestand gelebt hatte, starb er im Jahre 1929,
Es rückten dafür als Prokuristen ein: im Jahre 1904
EmilGoßmann, Vorstand der Buchhaltung (seit 1889
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