zenden organisatorischen Begabung Karl Röchlings gelang
es, nach schwierigen Verhandlungen das Werk zu sanieren
und durch die Umwandlung der Buchforderung in Aktien
nicht nur den drohenden Verlust zu verhindern, sondern
auch das Kapital werbend anzulegen, es zur Förderung
weiterer Unternehmungen zu verwenden und es damit zu
einer Quelle großer Gewinne zu machen.
Nach dem Ausscheiden von Carl Schmidtborn hatte,
wie schon erwähnt, das Saarbrücker Haus die Firma
‚Gebr. Röchling‘ angenommen, Karl Röchling hielt es
nun an der Zeit, auch die Ludwigshafener Firma zu ändern,
Er trat deshalb mit Engelbert Klingenburg in schriftliche
Unterhandlung, Dieser aber wollte, daß die alte Firma
auch weiterhin beibehalten werden möchte, da sie in der
Handelswelt bekannt sei. Karl Röchling, der nicht gewohnt
war, einen einmal gefaßten Plan wieder fallen zu
lassen, erwiderte ihm, nachdem Carl Schmidtborn am 7.
Oktober 1877 gestorben war, der Pflicht der Pietät gegenüber
Herrn Schmidtborn sei durch Beibehaltung seines
Namens in der dortigen Firma bis zu seinem Todestage
ausreichend Genüge getan, nunmehr aber sei der Zeitpunkt
gekommen, den tatsächlich bestehenden Verhältnissen
durch Beseitigung des Namens des ausgeschiedenen
und Aufnahme derjenigen der wirklichen Teilhaber in der
Firma Ausdruck zu geben und fügte hinzu: „Es leitet mich
dabei die Ueberzeugung, daß unser und Ihr Name in der
ganzen Handelswelt einen ebenso guten und soliden Klang
hat als der unseres verstorbenen Teilhabers Schmidtborn
und daß die Geschäfte nicht mit Namen, sondern mit
Kapital gemacht werden, letzteres aber heute größer ist
als je zu einer früheren Zeit.“ Karl Röchling setzte es also
durch, daß vom 1, Januar 1878 ab für Ludwigshafen die
Firmenbezeichnung „Gebr, Röchling & Klingenburg“ geführt
wurde, Das Gesellschaftskapital wurde auf 4,5
Millionen Mark herabgesetzt (Mk, 3 600 000.— für die
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