Basel, über deren Entwicklung wie auch über die der
anderen Niederlassungen noch eingehender berichtet
wird.
Das Ludwigshafener Haus gewann immer mehr an
Bedeutung und Ausdehnung, sein Umsatz steigerte sich
von Jahr zu Jahr. Die dortigen Lagerbestände setzten
sich Ende des Jahres 1865 zusammen aus
6250 Ztr. fabriziert Eisen
78 000 Roheisen
42 000 Saarkohlen
4000 ‚, schottische Gaskohlen
280000 „= Ruhrkohlen.
Da infolge der Erstarkung der deutschen Roheisenindustrie
in jener Zeit eine Reihe von Hochöfen errichtet
wurde, zu denen das Material in Deutschland noch nicht
in der erforderlichen Qualität hergestellt werden konnte,
so wurden von der Firma englische feuerfeste Steine in
den Handel gebracht,
Die bedeutende Vergrößerung, welche das Handelshaus
seit einem Jahrzehnt erfahren hatte, machte es notwendig,
daß am 6. April 1867 ein neuer Gesellschaftsvertrag
zwischen der Firma Schmidtborn und Gebr. Röchling
in Saarbrücken und der Firma C. Schmidtborn u. Co. in
Ludwigshafen abgeschlossen wurde. Darin wird festgestellt,
daß die Gesellschafter die in Ludwigshafen,
Basel und Ruhrort bestehenden Kohlen- und Eisengeschäfte
en gros betreiben sowie das unter der Firma
Dönhoff u. Co, am letzteren Ort bestehende Kohlengeschäft,
woran sie zur Hälfte beteiligt sind, Das Gesellschaftskapital
wurde auf 875 000 Gulden erhöht, wovon
der Saarbrücker Firma 700 000 und Engelbert Klingenburg
175 000 Gulden zustanden.
Die sich stets vermehrende Einfuhr an englischem
und schottischem Roheisen und die Absicht, sich von der
Vermittlung englischer Handelshäuser unabhängig zu
machen. führte dazu. daß im Jahre 1869 in Middles-