Lothringen.‘ Hrchiv für elsässische Kirchengeschichte. 3. Jahrgang, 1933
5. 287—316, bes. S. 315.)
Die Wallfahrt von Rabas gehört zu den ältesten in Lothringen.
Seit Jahrhunderten schon kommen Pilger aus dem Metzer Land, dem
Ranner- und dem Niedtal sowie aus der Saargegend hierher; so aus
Udern einem alten Gelübde gemäß und aus Klangen um Bilfe gegen die
Wiolfsplage. An den beiden Pauptwallfahrtstagen, Pfingstmontag und
Mariä Geburt, begeben sich die Pilger prozessionsweise von der Kapelle
zu dem Kreuz vor der Quelle. Huf dem Bild ist die Kapelle so wiedergegeben,
wie sie vor der Renovierung im Yahre 1883 aussab,
S. 154. — Langerei, Kapellenhof bei Mutterhausen (Kr. Saar.
gemünd). Gotische Kapelle aus dem Jahre 1505. Birgt die schönste
Madonnenstatue Lothringens (s. Bd. I. S. 42). 14 Dersonen aller Berufsarten
suchen unter dem Schutzmantel der Muttergottes Zuflucht. Das
Bildwerk ist ein künstlerischer Husdruck des alten Gebetes „Sub tuum
praesidium confugimus . .. ‘“ Künstler und Berstellungszeit sind unbekannt.
Doch kündet das aus einem gewaltigen Lindenstamm ausgebauene
Kerk von einem großen Künstler. Die Trachten der dargestellten Personen
deuten auf Husgang des 17. oder Hnfang des 18. Jahrhunderts hin.
S. 158. — PDackenberg (Kr. Diedenhofen-Ost). Kreuz auf dem
386 m boben Bergkegel, wo bis zum %Yahre 1886 die Mutterkirche
der umliegenden Ortschaften stand. Von der Kirche ist nur mehr das
gotische Chor als Kapelle erhalten. Das Kreuz trägt eine lateinische
Inschrift, die Prof. L. Pennequin übersetzt: „Im Jahre 1626 ließ der
Pfarrer von Packenberg dieses Kreuz zur Ehre Gottes und für das Dorf
Weckringen errichten.“ Es hat die dem luxemburgischen Dialehtgebiet
eigene bildstockartige Form und stellt auf den oberen vier Bildflächen
Christus am Kreuz, die Gottesmutter, St. Nikolaus und St. Pubertus dar.
S. 159. — Altes Dulverhorn. Es zeigt auf der einen Seite religiöse
und auf der anderen Jagdmotive. Aus der Sammlung von
Dfarrer Dinck.
8. 160. — Pirtenmätteltal im reizenden Zinseltal an der
Straße von Lemberg nach Mutterhausen (Kr. Saargemünd). Das Landhaus
wird nach der durch General de Sonis bekannten Familie, der. es
früher gehörte, „„Sonise Schloß‘ oder auch kurz nur „Schlässel‘* genannt.
5. 164. — GroBßblittersdorf (Kr. Saargemünd). Ultschemühl
am Lixinger Bach; sie trägt den Namen des vorletzten Besitzers. Im
Jahre 1544 von Dans von Braubach, dem Verwaltungsoffizier des Berzogs
von Lothringen auf dem Saargemünder Schloß, als Notmüble
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