S. 140. — Barprich (Kr. forbach), Sprachgrenze.
S. 142. — Berrchweiler (Kr. Forbach). Altes Fachwerkhaus.
S. 144. — PDalsdorf (Kr. Diedenhofen-Ost) mit der ehem. Kirche.
5. 148. — Rimlingen (Kr. Saargemünd). Wirtschaft Krebs,
Früber Dosthalte- und Ausspannstelle an der verkehrsreichen lombardischen
Btraße von Norditalien nach Holland. (Vergl. BD. Y. Becker, „Durch zwei Jabrtausende
saarländischer Verkehrsgeschichte‘). Ein Torpfeiler trägt heute
noch das Postzeichen. Beim Reinigen des tiefen Pofbrunnens fand man
1912 auf dem Grunde unter Gebälk zwölf gut erhaltene irdene Töpfe und
Krüge aus der Merovinger -Zeit, die Berr Krebs mit noch vielen andern
HAltertümern sorgfältig aufbewahrt. Die Inschrift über dem Pauseinyang
lautet:
ANNO
1 7 2. 5
REIN - MAN . LEBT - BIER - IN - DISER - WI
ELT + DER - BAVEN - BAHN - DAS . IEDERMAN
WODLGEFEBHLT - VND - OBSCHON + NICHT - LEDER
MAN - BAT - FREID -. DARAN - SO . BAHB - ICH . DOCH
MEIN - BESTES . GEDAPDEN - WILHEM - WECKER
POSTMEISTER - UND - MARIA - CHATARINA
IHCOBI - EDELEITHT . BHBEN - DIESES . DHVS
AVFERBAVET - VND - HYF . GOT. -. VERTRAYVYT
8. 152. — Rabas-Vigy (Kr. Metz) unweit des früheren Klosters
Villers-Bettnach. YUralte Marienwallfahrt, In der Nähe eine Quelle, die
nach der Sage von dem Roß Karls des Großen aus der Erde gestampft
wurde, als dieser hier auf der Jagd war und kein Trinkwasser fand.
Ahnlich soll in Neuweiler die dortige Hdelphiquelle vom RoBß des
bt. HAHdelphus aus dem Boden gestampft worden sein. Viele Quellen
an Wallfahrtsorten waren vor Zeiten heidnische Kultstätten der
Quellenverehrung, die erst später verchristlicht wurden, gemäß der Anweisung
Gregors des Großen (590-604) an die Glaubensboten, die zur
Bekehrung Britanniens auszogen: „Die alten Göttertempel sollen nicht
zerstört, sondern nach der Zertrümmerung der Götzenbilder mit Weihwasser
besprengt und mit Hitären, worin Reliquien niedergelegt sind,
geziert werden. Wenn diese Tempel gut gebaut, so muß man sie in Bethäuser
des wahren Gottes umschaffen, damit das Volk, das seine Tempel
erhalten sieht, von ganzem Berzen seinen Irrtum ablege, und die gewohnten
Orte desto lieber besuche.“ (Siehe Pinck „Das Odilienlied in
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