Full text : Band 3 (3)

S. ı20. — Tetingen (Kr. Bolchen).
8. 122. — Bolzschlitter in den Vogesen. Dieses Polzschlitteln
 auf steilem Gefälle war eine gefährliche Hrbeit. Die Fahrt wurde
pfelen Schlittern zur Todesfahrt. (s. „Der Sonntag‘ ı. Jahrgang Nr. 12,
Mülbausen).
$. 124. — Klein-Ebersweiler (Machern, Kr. Forbach).
5. 126. — Oberhbhomburg (Kr. Forbach)., Nagelschmiede gab
es früher bier wie im nahen Sengbusch viele. Der auf unserem Bilde dargestellte,
 in seinem Betriebe von Bacher gezeichnete 58jährige Joseph Strehl
ist wohl der letzte seiner Zunft in Lothringen. Auch läuft beute kaum
mehr ein Bund bald „burtig‘, bald „langsam“, in Nagelschmieds Rad,
je nachdem der Balg das feuer bald stark, bald schwach zu blasen hat.
S. 128. — Saargemünd. Webstuhl im Saargemünder Beimatmuseum
 mit Konservator Hamann als Weber.
$. 130. — PDauszeichen eines Gerbers in Püttlingen (Kr. Saargem.)
S. 13:1. — Saar-Union, war früher lothringisch und hieß Bockenbeim
 (Bukenum), im krummen Elsaß (Kr. Zabern). Mehrere Jahrhunderte
alter Grenzstein (13. Jahrhundert?) auf dem Bukenumer Bann, gegen
Drmingen zu.

3. 134. — Rublingen (Kr. Saargemünd) mit seinem prächtigen
Dorfaufbau zählt zu den ältesten Dörfern des Kreises. In der Nähe
wurde um 1890 eine bedeutende römische Villa freigelegt. Die vorgelagerte
Schere mit Bügeleisen und Bügelbrett sind als Pauszeichen an „‚Schnidders
Bus‘ mit der Jahreszahl 1849 in den Türstein eingehauen.
5. 136. — Berg bei Großtännchen. Schönes Denkmal, das dem
Bauersmann Michael Varis hier vor seinem Wohnhaus an der Landstraße
 errichtet wurde. Varis war weithin als der „Beriger Mann“ bekannt.
 Er besaB die Gabe, die kompliziertesten Knochenbrüche zu heilen;
dabei half er stets unentgeltlich. Darum heißt es auch auf dem Sockel:
„Sa mort a mis en deuil toute la contrfe qui a perdu en lui son bienfaiteur.‘
 Er war 1777 zu Großtännchen geboren und starb am ı3. Juli
850 in Berg. Bei Kriegsende wurde dem Denkmal der Kopf abgeschossen,
 später aber wieder ersetzt. So steht dieser Volksfreund da
als Lothringer von echtem Schrot und Korn; in der Linken den breiten
Dut, dessen Rand die Pflugschar zu seinen Füßen fast berührt, zu seiner
Rechten eine Garbe Weizen, der in dieser Gegend so herrlich gedeiht.

S. 138. — Der Krebsreiter. PDBolzschnitt aus dem Titelbild
eines gleichnamigen Kalenders, der bei Anton Weiß in Saargemünd gedruckt
 wurde.

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