Full text : Band 3 (3)

Einzeine Sänger, wie die Mitglieder der im ı8. Yabrbundert aus
Cirol eingewanderten Schäfer- und Yägerfamilie Hltmeyer, Kappel,
schließen die Strophen mancher Lieder mit den verschnörkeltsten Yodlern.
(8. Bd. I, S. 209). Wenn auch seltener als früher, so hört man doch
such heute noch jodeln, namentlich wenn die Jungen in der Bitscher
und Dagsburger Gegend im Walde ihre Lieder singen, daß es in den
Bergen widerhballt.

Oft beschließt auch ein froher Jauchzer, ein kurzes Jul! das Lied,
während früher ein ernstes Amen wie beim Schluß eines Gebetes gesprochen
 wurde. Dieses Amen hörte ich noch bei Dapa Gern€; nicht
nur bei religiösen Volksliedern, wie bei dem „Stationenlied‘, sondern
such bei andern: „Der Lazarus liegt auf der Mist‘, „Ehestandslied‘“,
„Graf Backewill‘“ usw. Im „Chansonnier‘“ von franz Juving, Garsch,
enden 19 Lieder mit Amen. Eines — und zwar ein durchaus weltliches
 — gar mit Gloria Datri et filio et Spiritui Sancto. (s. Bd. I1,$. 304).

„Damit die Sach € Hrt kriet‘, sagte der immer lustige Sänger
Andreas Hamann aus Grundweiler, „‚da muß a e Schnörkel binne druf““.
Es folgen oft zwei, drei und noch mehr solcher

Schnörkel

wie sie den Sängern gerade beifallen, zumal es an ihnen — in der Lützelburger
 Gegend „Rätzel‘“ genannt — nicht fehlt, leider auch nicht an
allzu derben Von den vielen lassen wir hier nur einige folgen, wie sie
vporgesungen wurden

von Dapa GernE€ und frau Baumgarten, Lützelburg:
Schalkha ft KL

Ze

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Wohl in dem Was-ser da schwimmen die Fisch, Wohl in dem

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3

Was -ser da schwim-men die Fisch, Ei, lu-stig, wer noch

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le - dig, le- dig; Ei, Ilu-stig, wer noch le-dig ist.

—7

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