Braus mägschen war geawind,
Ss Iuß den reitter rein,
Es nemt en in sein armen,
Ss nemt en {in sein armen,
D du mein schetzelein,
Do lagen die Zwei beisammen
Bis auf der heller dag,
Bin käckelein horten sie lauden,
Mobhl auf schön licht grönn beiden,
3äteh auf und les die meB.
Der reitter war behend, Die mneBß kann ich es nicht lesen,
Er zog sich herres an, Xch bin nicht darauf gestudirt,
Sr kläpt wohl all so leise, Ich bin es nicht mer als ein reitter
RIchl auf die herrische weise Schlaff gehrn bey schone Ffrauleit,
Steh auf und 1aBß mich ein. Der naren geth es noch mär.
Du hast gesagt darfs niemand reiner zu lassen,
Als reiche herrn und grafwen,
Jetz bin ich doch reiter rein.
Amen
Es war ein stolzen Reiter.
Sr freiet braus mägcehen so sehr,
Sr dut es so heimelich fragen
Sin nacht bei ihr zu schlaffen,
Die liebe lange nacht.
Nr. 67. — Liebesleid. Vorgesungen von Papa Gerne und am
1. Mai 1918 von Cl. Weber nachnotiert. Statt „juchhe‘“ sang er auch
„Oo weh‘. Das Lied ist anderweitig ebenfalls bekannt. Varianten liegen
vor von Hndreas Bour und Prosper Hoffmann. Zum Liede selbst bemerkte
Dapa Gerne: „Das han m’r als an d’r Kirb gsung, wann m’'r
getrunk g’hat han un mied gewen sin danze. Das ban m’r als zu
zwet gsung. Der en hat’s Mädel gemach un de Kopp um Disch leje g’hat
um als gehielt un g’sung.‘“ — Dapa GerneE€ wußte noch ein anderes Lied,
„a so Narrelied, Do muß a ener de Kopp uf de Disch leje un hiele‘“:
Rasch erzäblend. A = 06
GE
Alle: Öret - chen, war - um wei - nesı Qu,
Einer allein: Die - weil ich hbab ein Kind ge - born,
®
Kiei-nest du so bit - ter - lich? Und Gret - chen, war - um
Rind ge- bor’n, ein Kind ge- bor’n, Die - weil ich hab ein
weinst denn du, Wa-rum weinst du denn so sehr?
Kind ge-bor’n, Und da - durch mein Ehbr ver - lor'n.
WA