Full text : Band 3 (3)

Daß schöne Lusthauß
i. Dort unten in jenigem Tällelein
Da steht ein Müllelein
Die Mühl und die mahlet nichts anders
Als Liebe beysammen sein.

4. Die erste die heißt Catharina,
Die andre Sussanalein
Die Tritte die mag ich nicht: näner
Die soll ja mein Eigeni sein

z, Das kampreth das {st es gebrochen
Peins Liebe hat noch kein end,
Mann zwey von einander thun scheiden
30 reichen sie einander die Bänd.

5. Hch scheiden und alleweil scheiden,
wer hat dann das scheiden erdacht
Daß hat es dem bauer sein Sohne
Dem Magden zur schande gemacht.

3. Dort oben auf jenigem Berge
Dort steht ein schönes Wirzhauß,
Da schauen ja alle frühmorgen
Drey schöne Jungfrauen heraus.

5. In meinigem Vaters Lustgarten
Dor stehn zwey Bäume allein,
Der erste der traht Mosgarten,
Der ander Braunsmägelein.

7. Moßgarten und die sein süße
Braunsmägelein schmächen gar wohl
Die gäb ich meiner allerherliebste
Daß sie an mich denken soll.

Nr. 59. — Hch, Schatz, jetzt muß ich wandern. Am nu. November
 1930 von N. Baro, Weiler, auf die Walze gesungen und von
H. Wernert abgenommen. Die zweitletzte Zeile jeder Strophe wird jeweils
 wiederholt.
Im Liederbuch von Foedit steht folgende Variante:
ı„ Ach Schatz, jetzt muß {ch wandern, muß wandern allsobald
Muß fremde Länder ausgeben, im Berzen tut’s mir weh,

2. Wann wirst du wiederum kommen? Sag mir's die gewissene Stund’
WMann’s echnefiet feine Rosen und regnet kühlen Wein.

3, Es schneit kein feine Rosen, regnet auch kein kühlen Wein
30 wirst du nimmermehbr kommen Derzalterliebster mein.

4. Jet wollt {ch mir ein Häuselein bauen, wohl auf die kühle Erd
Mit Rosenmarin und Lorienblätter, bedech ich’s hübsch und fein.

5. Und wenn das Häuselein gebauet war, was beschert mir Gott darefn
Beschert mir Gott darein? Ein Mädchen von 18 Jahr, dies soll
[mein eigen sein.
5, Dort droben auf hohen Bergen, dort steht ein hohes Haus?
Da fliegen alle früh morgen zwei weiße Tauben heraus.

7. Ich wollt ich wär es die Tauben und hätt z Flügelefn
50 tät ich alle abends spate fliegen zu meinem Schätzelein.

8, Dort drunten in jenem Tale, Da steht eine Mühle allein
Die mabit nichts anders als Liebcher die so gerne beisammen sef{n.
9. Das Mühlrad {st gebrochen, groß Lieb hat schon ein End
And wenn 2 Kiebchen scheiden, sie reichen eich einander die Händ.

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