4. Zteht nun einer in die Fremde,
Ei so wandert er davon; :
Reicht uns nochmal die Hände,
und dann zieht auf und davon in die Weit.
Immer lustig im Verein usw.
5. Sind nun alle Taschen leer,
‚ Und kein Geld im Beutel mehr; :
do muß er sich um Brod umsehn,
md dabei mal fechten gehn in der Xeit
Lmmer lustig {m Verein ueaw.
Mit der Entwicklung des Koblenbergbaues in Lothringen kamen auch
piele Bergmannslieder auf. So singt der Bergmann B our aus ÖOtingen:
. Glück Huf, Glück Auf, der Bergmann kommt
und er hat sein helles Licht
bei der Nacht schon angezünd’.
1. Der Bergmann {m schwarzen Gewand einfach schlicht
Seht still durch das Leben, man achtet {bn nicht.
Cief unten in der Grube da kämpft er mit Not
zräbt Schätze und hat auch das tägliche Brot
da blicht er zufrieden zum Bimmel hinauf
und ruft aus der Grube sein fröhlich Glück Auf,
ı. Gin armer Bergmann bin {ch zwar
perdien’ mein Geld stets {n Gefahr
och wenn
die Förderung nochmal 80 gut.
4. Schon wieder tänte vom Schachte ber
der Glöcklein lets erschallen.
Ein jeder eilt zur Arbeit hin
md alles regt sich wieder
dem Liebchen gibt den Abschiedskuß
ja scheiden vor den Bofgenuß
das {st des Schicksals Lauf. Glüch Huf — Glück Huf.
Nr. 44. — Schneider-Verschwörung. Dieses Schneiderlied
kennt frau Schwartz-Bonneville, Wölflingen, von ihrem 1825 geborenen
Vater her, der es von seinem Vater (geb. 1783) überkommen hatte. Sie
sang es am 8. Mai 1930 auf die Walze; Th. Wolber hat die Weise
nachnotiert. Das Lied findet sich bereits in „Des Knaben Wunderhorn‘,
und wurde in verschiedenen deutschen Gauen festgestellt. Hus Gelmingen
vermittelte mir der Eisenbahner Cl. Wax nachstehende Variante:
Es haben sich mal Steben und stebzig Schneider verschworen
afe täten miteinander {ns Niederland fohren
Da waren sie alle so froh
nach Frankreich da wollen wir reisen, da haben wir bessern Lohn.
Sie HeBen sich machen einen papierenen Magen
4er die Siebenundstebzig Schneider muß tragen
zie setzten sich alle darauf
Frisch auf ibr Heben Brüder nun fahren wir lustig drauf.
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