; Habet ihr kein sächsischen, so bringet uns den fränkischen :
Denn der fränkische Wein {st gar ein gut Glas Wein.
Denselben wollen wir trinken, beisammen lustig sein.
Zeisammen lustig sein,
And als wir Gesellen han gegessen und getrunken,
Da schicket uns der Meister sein lausigen Jungen:
Chr Gesellen, wenn ihr nicht nach Bause, Bause kommt,
Zuer Abscheid sollt ihr haben in einer Viertelstund’.
In einer Viertelstund',
Und als wir Gesellen nach Hause sind gekommen,
Da begegnet uns der Meister mit Schelten und mit Grammeln:
Es scheint mir, als wenn ihr die rechten Gesellen seien
Zum Fressen und zum Saufen, zu der Hrbeit hab ich kein’,
Tu der Arbeit hab {ch kein’.
Ach Meister, wir seind es der Hrbeit wohl bedanken,
Arbeiten wir nit hier, so arbeiten wir in Franken.
Denn die fränkischen Meister sind auch noch lobenswert.
3ie geben uns zu essen und zu trinken, was unser Herz
uas unser Berz begehrt. [(bewehrt.
Chr Gesellen, wir schnallen das felleisen auf den Rucken,
Dann wollen wir reisen über Sachsen nach Saarbrucken.
And da kommt sich dem Meister sein jüngstes Töchterlein:
Ihr Gesellen, wollt {hr wandern, 50 bleib {ch auch nicht da-30
bleib ich auch nicht daheim! [hbeim.
Nr. 38. — Hdje, jetzt muß ich fort. Vorgesungen von Papa
Gerne am 6. Sept. 1918; Melodie aufgenommen von Cl. Weber. Strophen
dieses Liedes stimmen zum Teil mit denen des Deserteurliedes „Zu Straßyurg
auf der Schanz’“ überein. Es ist auch an der Lahn und in Schlesien
festgestellt. Ende des 18. Jahrhunderts fand es auf fliegenden Blättern
Verbreitung. Dapa Gerne hat es schon als Kind von seiner 1818 geborenen
Mutter gelernt. Von einem anderen Abschiedslied wußte er nur noch die
erste Strophe:
Etwas mässig. Be 80
GE r—Z——zz
Wer be - küm -mert sich, wann ich wan- de- re? Isch’s die
=
—
af
FL
v
ei-ne nicht, so ischt’s diean - de-re, Mor - je früh da geb ich fort.
(Variante: Mor -je geh ich in al - ler Früh.)
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