5, Eiren Sohn kann ich nicht geben
Für so und so viel Geld ::
Eier Sohn und der muß sterben
Im weiten breiten Feld,
5. Im weiten, im breiten
Alt vorwärtz vor den Feind ::
Wenn gleich sein schwarzbraun Mädchen
So bitter um ihn weint.
7. Sie trauert, sie weinet
Sie klaget gar so sehr ::
Ade mein allerliebst Schätzien.
Wir sehn uns n{mmermebr.
8. Was lauft ihr, was rennt {hr
Nach fremdem Dienst und Land
Es hatt Euch niemand gebeißen,
Dient ibr dem Vaterland.
In dem Liederheft von Josephine Gabriel, Lützelburg (Kr. Saarburg),
aus dem Yabre 1879 findet sich eine zum Verständnis des Liedes
zbenfalls beachtenswerte Fassung:
5. Euer Sohn kann ich euch nicht geben,
für noch so vieles Geld,
Euer Schn und der muß sterben,
{n weitem breitem Feld.
6. In weitem, in breitem,
als vorwärts vor den Feind,
obgleich sein schwarzbrauns Mädchen,
so bitter um ihn weint.
7. Sie weinet, sie greinet,
sie klaget also sehr.
gute Nacht mein Berzig schön Mädwir
sehen uns nimmer mehr. [chen
4. Der Vater, die Mutter, 8. Was läuft ihr, was rennt ibr.
die gingen vor'’s Bauptmanns Baus, nach fremden Dienst und Land.
Ach Bauptmann lieber Herr Haupt- €s hat euch niemand geheißen
geben sie mein Sohn heraus. [mann dient ihr dem Vaterland.
„ © Straßburg, o Straßburg,
zu wunderschöne Stadt,
darinnen liegt begraben
80 mancher Soldat.
Aus den beiden letzten Fassungen geht deutlich hervor, daß das
Lied das Los eines Ffremdenlegionärs besingt, der „böslich‘‘ das Elternhaus
verlassen hat, um in fremdem Land in fremden Dienst zu treten.
Das hierzu passende „Zu Straßburg auf der Schanz’“ hörte ich
von älteren Lothringern nicht singen. Umso öfter dagegen nachstehendes
Deserteurlied
und zwar in verschiedenen Varianten. J. Keib, Hltripp, sang es am
29. Dezember 1927 nach der Melodieaufnahme von Ch. Wolber wie folgt:
Gebend. = 92
= 7
Nun ad - je, jetzt muss ich fort, Muss weit von
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