Wie kann ich denn den Frieden machen :
Dieweil der Feind soviel begehrt :
Mobl über dem Rhein, da steht eine Kirche :
Es {st die Rirche Salomen +
Wohl in der Kirche steht ein Heiliger,
‚Der wird ja gleich zu Münz gemacht, :
; Gold und Silber muß man haben, :
;Moöohl in der Kirche Salomon. *
Das Los der Kriegsinvaliden wird in einem Lied von Philippi.
Meisenthal, besungen:
Lch bettle vor den Türen,
Bin ein armer Kriegersmann,
Men soll denn das nicht rühren.
Xer nimmt sich meiner an>
Stand ich beim Sturm und Regen
bei großer finsterer Nacht,
wenn Blitz und Donner anschlägen,
Ganz einsam auf der Wacht.
Ihr Mädchen laßt euch raten,
Nehmt nur kein alten Mann,
Nehmt euch ein jungen Soldaten
Der recht exerzieren kann.
Lch lag sechs Wochen im Lager,
Beim Wasser und beim Brot
And teilte unter die Armen
mein selbst qebetteltes Brot
Nic. Altmeyer, Cappel, singt mit Rübhrung ein Lied, das er als das
Lieblingslied seines Vaters bezeichnet. Es ist ein sehr seltenes Lied,
das ich sonst nie gehört habe. Es trägt den Titel „Die feldflasche“
und ist einem Exemplar des S. 286 genannten, 1847 bei fleischbauer
und Spohn zu Reutlingen gedruckten „Neuen Volksliederbuches‘“ von
3. 3. Algier entnommen. Dieses Exemplar, mit den „Vier Peymonskindern‘‘,
„Derzog Ernst‘ und „Siegfried‘“ zu einem Band vereinigt,
trägt die Hufschrift: „Dieses Buch gehört dem Mein dem Nicolas Belvig
von Ballering. Ballering 1849.‘ Algiers Liedersammlung fand sich auch
im Nachlaß des Metzer Katbedralschweizers £oedit
Nr. 36. — Zu Straßburg, zu Straßburg. Vorgesungen von
Papa Gern €; Melodie aufgenommen von Cl. Weber am 30. März 1918. Huf
meine frage, ob es ein „Soldatenlied‘“ sei, antwortete er: „Nä, dies isch
ze ‚Gasselied‘. Das singe jo die Kinn uff dr Gaß um in dr Schul. Dies
isch e alt Lied. Ich han’s schun als Kind g’sung.‘“ Das ist aber schon
lange her; denn Papa GerngE war 1831 zu Gebenhausen geboren. Demnach
trifft auch für Lothringen nicht zu, was ein Hlt-Straßburger in seinem
Bericht (ElsaB-Lothring. Zeitung, Januar 1933) über den Einzug der
Deutschen in Straßburg am 28. September 1870 schreibt: viele Straßburger
bätten damals zum ersten Mal das Lied „O Straßburg“ gehört, als die
deutsche Militärmusik es bei dieser Gelegenheit auf dem Klebernplatz auf“
spielte
Die älteste Hufzeichnung unseres Liedes findet sich in einem Sesenbeimer
Liederbuch aus dem Yabre 1771. In Lothringen stellte ich es in
mehreren Liederbeften Test; auch Comte de Puymaigre gibt es in „Folkiore‘“
(1885) Seite 153/154 wieder. In dem 1838 angelegten Schreibheft des
Hdam Magar ist es wie folgt eingetragen:
Yale